0:3 im Pokal-Halbfinale gegen Düsseldorf

Werder ohne Punkt, aber mit sehr viel Herzblut

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Omar Assars enormer Kampfgeist wurde nicht belohnt: Der Werderaner wehrte drei Matchbälle ab, kämpfte sich in den fünften Satz, doch den verlor er knapp mit 9:11.

Ulm - Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen muss weiter auf den ersten Pokaltriumph seiner Vereinsgeschichte warten: Beim Final Four scheiterten die Hanseaten in der ausverkauften Ulmer Sporthalle im Halbfinale mit 0:3 an Borussia Düsseldorf, lieferten dem Rekordmeister dabei allerdings einen großen Kampf. Anschließend holten sich die Rheinländer durch ein 3:0 gegen Saarbrücken auch den Titel

Trotz der Niederlage fiel das Fazit von Werder-Trainer Cristian Tamas überwiegend positiv aus: „Natürlich sind wir etwas traurig, dass es nicht gereicht hat. Aber die Jungs haben sich nichts vorzuwerfen. Düsseldorf ist einfach eine Klasse für sich, was das klare 3:0 im Endspiel eindrucksvoll bestätigt hat.“

Doch während die Saarländer gegen Düsseldorf eher wie ein besserer Sparringpartner wirkten, bot Bremen zumindest energisch Paroli. Klar, im Auftakteinzel zwischen SVW-Youngster Hunor Szöcs und Düsseldorfs Legende Timo Boll dominierte der Weltranglistendritte nach Belieben – aber anschließend hätte Werder das Ruder durchaus herumreißen können. So führte Bremens Nummer eins Bastian Steger bei eigenem Aufschlag gegen Anton Källberg bereits mit 8:6 im Entscheidungssatz, ehe ein Netzroller des Schweden den deutschen Nationalspieler aus dem Konzept brachte. „Echt bitter. Wenn Basti das 9:6 gemacht hätte, wäre das Spiel ganz sicher an uns gegangen“, seufzte Tamas nach dem unglücklichen 9:11.

Beim Stand von 0:2 musste jetzt also unbedingt eines der berühmten „Werder-Wunder“ her, doch an diesem Tag war der Tischtennis-Gott den Grün-Weißen einfach nicht gewogen. Obwohl Bremens Ägypter Omar Assar nach zwei deutlich verlorenen Sätzen gegen Kristian Karlsson im weiteren Verlauf drei Matchbälle abwehrte und einen fünften Durchgang erzwang, sollte es wohl nicht sein. Wie zuvor Steger zog Assar ebenfalls mit 9:11 im letzten Satz den Kürzeren, sodass Düsseldorf das Finalticket sicher hatte.

„Düsseldorf hat eine Riesenmannschaft“

Für Bremens Teammanager Sascha Greber aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen: „Düsseldorf hat eine Riesenmannschaft. Man kann sie nur schlagen, wenn alles zusammenpasst.“

Doch zumindest können die Werderaner laut Tamas auf der Leistung gegen Düsseldorf aufbauen: „Jetzt gilt unsere ganze Konzentration wieder der Liga. Wenn wir Sonntag im Heimspiel gegen Grenzau ähnlich auftreten, dann sehe ich gute Chancen für uns. Schließlich wollen wir unbedingt mit einem Sieg den zweiten Tabellenplatz festigen.“

Und so Düsseldorf auf den Fersen bleiben. Im Pokal hatte das „Boll-Imperium“ zwar noch die Nase vorne, aber vielleicht kann der SVW ja im Meisterschaftskampf den Spieß umdrehen.

drö

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