Doppel Szöcs/Aguirre nervenstark

Falck erneut in Gala-Form: Werder kämpft TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2 nieder

Anweisungen während einer Pause: Werder-Coach Cristian Tamas im Gespräch mit Marcelo Aguirre (r.).
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Anweisungen während einer Pause: Werder-Coach Cristian Tamas im Gespräch mit Marcelo Aguirre (r.).

Nur noch zwei Punkte bis Playoff-Platz vier: Die Tischtennisspieler vom SV Werder Bremen dürfen durch ihren 3:2-Sieg gegen Ochsenhausen wieder hoffen. Mattias Falck bestätigte am Dienstagabend mal wieder seine starke Form.

  • Trainer Cristian Tamas will „weiterhin von Spiel zu Spiel“ schauen.
  • Mattias Falck fügt Hugo Calderano dessen erste Saisonniederlage zu.
  • Duo Hunor Szöcs/Marcelo Aguirre sichert den Sieg im Thriller.

Bremen – Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen rollt das Feld tatsächlich noch einmal von hinten auf: Noch Anfang des Jahres schienen die Playoffs in unerreichbarer Ferne zu liegen, doch der 3:2-Triumph am Dienstagabend über den amtierenden Vizemeister TTF Liebherr Ochsenhausen lässt die Hanseaten wieder leicht hoffen. Denn: Durch den dritten Sieg in Folge beträgt der Rückstand zum vierten Tabellenplatz lediglich noch zwei Pünktchen.

Für SVW-Coach Cristian Tamas allerdings kein Grund, die Bodenhaftung zu verlieren: „Momentan stehen wir noch auf Rang neun. Also schauen wir besser weiterhin nur von Spiel zu Spiel.“

Sicherlich der richtige Ansatz, aber in Playoff-Form befinden sich die Grün-Weißen allemal. Allen voran Mattias Falck, der schon seit Wochen grandiose Vorstellungen abliefert. Bereits sein Auftakterfolg gegen das polnische Supertalent Samuel Kulczycki konnte sich laut Tamas absolut sehen lassen: „Schließlich ist Samuel ein richtig guter Junge. Er war schon Mitglied in unserer Trainingsgruppe. Wir kennen also seine Qualitäten.“

Kirill Gerassimenko verliert in fünf Sätzen

Für Vizeweltmeister Falck reichten diese indes nicht aus. Kulczycki blieb genauso chancenlos wie anschließend Bremens Nummer zwei Hunor Szöcs, die in drei Sätzen am Weltranglistensechsten Hugo Calderano verzweifelte.

Beim Stand von 1:1 kam es nun also zum richtungsweisenden Match der beiden „Dreier“. Doch obwohl der Werder-Kasache Kirill Gerassimenko fünf Sätze lang eine Topleistung zeigte, erwies sich der routinierte Franzose Simon Gauzy am Ende als etwas abgezockter und brachte so Ochsenhausen erstmals in Front – 2:1.

Trainer Tamas: „Mattias kann jeden Bundesligaspieler schlagen“

Damit stand Falck vor einer regelrechten Herkulesaufgabe. Im Spitzeneinzel gegen Calderano musste er dem Brasilianer unbedingt seine erste (!) Saisonniederlage beibringen – ansonsten wären die Gäste vorzeitig im Ziel gewesen.

Gesagt, getan: Von Beginn an beeindruckte der Schwede mit einer taktischen Meisterleistung, ließ Calderano mit unglaublich cleveren Aufschlägen nie zur Entfaltung kommen und glich dank seiner Dreisatz-Gala zum 2:2 aus. Eine Leistung, vor der Tamas nur den Hut ziehen konnte: „Viel besser kann man es gegen einen Weltklassespieler wie Calderano nicht machen. Aber Mattias hat auch super trainiert und strotzt vor Selbstbewusstsein. Wenn dann noch seine Vorhand derart gut kommt, kann er jeden Bundesligaspieler schlagen.“

Starke Teamleistung trägt Werder zum Sieg

Trotzdem fehlte zum Coup immer noch ein Punkt. Natürlich wäre selbst eine knappe Niederlage gegen eine europäische Spitzenmannschaft durchaus ehrenwert gewesen, aber nun wollten die Werderaner mehr – und bekamen es nach einem Thriller der Marke Alfred Hitchcock auch.

Im Abschlussdoppel schenkten sich zwar beide Gespanne bis zum letzten Ballwechsel nichts, doch das grün-weiße Duo Szöcs/Marcelo Aguirre bewies Nerven wie Drahtseile, wehrte einen Matchball ab und machte durch ein 13:11 im Entscheidungssatz das Bremer 3:2-Happy End perfekt. Sehr zur Freude von Tamas: „Das war ein unglaubliches Spiel mit einer ganz starken Teamleistung.“

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