Werder gewinnt in Champions League und Bundesliga / Cioti bleibt ganz cool

Doppelte Bescherung

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Constantin Cioti holte gestern beim 3:2 in Ochsenhausen den Siegpunkt für Werder.

Bremen - Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen kann auf ein fast perfekt verlaufenes Wochenende zurückblicken. Erst setzten sich die Hanseaten Freitagabend in der Champions-League mit 3:1 beim polnischen Vertreter KST Energa Torun durch, dann erkämpfte Werder in der Liga beim Tabellendritten TTF Liebherr Ochsenhausen ein wertvolles 3:2 und überwintert so als Vierter auf einem Playoff-Rang.

Einziger Schönheitsfehler: Selbst der Sieg in Torun reichte nicht zum Einzug ins Viertelfinale, da Cergy über Eslövs triumphierte und dank des besseren Spielverhältnisses an den Bremern vorbei zog. Sicherlich bitter, aber immerhin bleibt dem SVW im kommenden Jahr als Trostpflaster der ETTU-Cup.

KST Energa Torun - SV Werder Bremen 1:3: „Ich kann den Jungs keine Vorwürfe machen. Wir haben in dieser schweren Gruppe alles rausgehauen und immerhin vier von sechs Spielen gewonnen. Echt bitter, dass es trotzdem nicht zum Viertelfinale gelangt hat“, seufzte Werder-Coach Cristian Tamas – schob aber gleich noch ein Lob hinterher: „Auch der dritte Platz ist ein großer Erfolg. Immerhin überwintern wir so im Gegensatz zur letzten Saison auf dem internationalen Parkett.“

Bastian Steger lässt

nichts anbrennen

Und dies völlig verdient. Auch seine Pflichtaufgabe in Polen erledigte der Deutsche Meister von 2013 mit Bravour. Gewohnt abgeklärt fuhr SVW-Spitzenspieler Bastian Steger zwei souveräne Erfolge ein und avancierte so neben „Mr. Zuverlässig“ Constantin Cioti, der den unangenehmen polnischen Noppenakteur Marcin Machlewski in vier Sätzen in Schach hielt, zum Matchwinner. Einzig Sorgenkind Kirill Skachkov fiel etwas aus der Rolle und verspielte gegen Konrad Kulpa im Entscheidungssatz einen 7:1-Vorsprung. In Gefahr geriet der Bremer Gesamtsieg allerdings trotz des Malheures des Russen zu keiner Zeit – 3:1.

TTF Liebherr Ochsenhausen - SV Werder Bremen 2:3: Würde das unglückliche Ausscheiden aus der Champions-League Spuren bei den Grün-Weißen hinterlassen haben? Keinesfalls. Die Bremer lieferten in Ochsenhausen ihre wohl beste Saisonleistung ab und hätten die Partie sogar noch deutlicher für sich entscheiden können. Denn: Sowohl Constantin Cioti als auch Kirill Skachkov scheiterten nur haarscharf in fünf Sätzen. Cioti konnte dabei selbst von einer Verletzung von Simon Gauzy nicht profitieren (deshalb wurde Gauzy im zweiten Einzel auch durch Liam Pitchford ersetzt) und Skachkov konnte gegen Hugo Calderano im fünften Durchgang eine 4:2-Führung nicht ins Ziel retten. Aber die Werderaner hatten ja noch ihre erneut überragende Nummer eins Steger in der Hinterhand: Jakub Dyjas zwang er in vier und Pitchford gar in drei Sätzen zum 2:2-Gleichstand in die Knie.

Alles hing somit nun an Cioti, für den es Sekt oder Selters hieß. Keine leichte Aufgabe, doch der Rumäne erwies sich als cool wie ein Eisblock, kämpfte Dyjas in drei Sätzen nieder und wählte so den Sekt. „Das war ein richtiger Big Point. Mit dem 3:2 sind wir wieder im Geschäft. Jetzt können wir die Playoffs aus eigener Kraft erreichen“, jubelte Tamas entsprechend glücklich.

drö

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