Bremer verlieren in Münster gegen Rekordmeister Düsseldorf mit 2:3 / „Weltklasse-Niveau“

Werder fehlen nur Kleinigkeiten

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Ausgerechnet der Ex-Bremer Kamal Achanta spuckte Werder in die Suppe und holte einen wichtigen Punkt für Düsseldorf.

Bremen - Bittere Niederlage für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen. Bei Borussia Düsseldorf zog der amtierende Deutsche Meister in einem packenden Match in Münster mit 2:3 den Kürzeren und musste so den zweiten Platz an den Rekordmeister abtreten.

Einen Beinbruch stellte die dritte Saisonniederlage der Hanseaten laut Trainer Cristian Tamas allerdings nicht dar: „Das war eine Begegnung auf Weltklasse-Niveau. Da entscheiden Kleinigkeiten. Uns fehlte leider das letzte Quäntchen Glück. Aber die Saison ist ja noch sehr lang.“

Ist sie ohne Zweifel. Trotzdem hätte den Bremern ein Sieg im Kampf um die Playoff-Plätze gut zu Gesicht gestanden. Doch dafür nutzte Werder seine Chancen nicht konsequent genug aus. Bereits im Auftakteinzel war für Adrian Crisan gegen die deutsche Tischtennis-Ikone Timo Boll mehr drin als das abschließende 1:3. „Adrian führt im zweiten Durchgang mit 7:2 und verliert noch den zweiten Satz. Schade, bei einem 1:1-Satzausgleich wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen“, seufzte Tamas.

Aus der Bahn warf den SVW die unglückliche Schlappe aber nicht. Gewohnt zuverlässig glich Bremens Spitzenspieler Chih-Yuan Chuang durch einen deklassierenden Dreisatztriumph über Nationalspieler Patrick Baum zum 1:1 aus, ehe es zum Knackpunkt des Gipfeltreffens kam. Sharath Kamal Achanta und Constantin Cioti lieferten sich einen Kampf auf Biegen und Brechen, den ausgerechnet der Ex-Bremer Achanta am Ende mit 11:9 im Entscheidungssatz für sich entschied.

Crisan verliert

in vier Sätzen

Für Düsseldorf schon mehr als die halbe Miete. Bereits Boll hatte für die Hausherren den Siegpunkt auf dem Schläger, scheiterte jedoch in einem begeisternden Fünfsatz-Match an Bremens „Mr. Zuverlässig“ Chuang. Sollten die Werderaner ihren Ruf als Angstgegner der Borussia etwa doch noch gerecht werden? Nicht an diesem Tag. Obwohl Crisan gegen Baum kämpferisch alles in die Waagschale warf und auch den ersten Satz für sich entscheiden konnte, reichte es am Ende nicht ganz. Baum erhöhte den Druck, drängte Crisan immer wieder vom Tisch und besiegelte in vier Sätzen das SVW-Schicksal. · drö

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