Die Auf- und Abstiegsrunden im Bezirk: Neue Gegner, Sperren bleiben

Wer spielt wo? So geht’s weiter

Eine fabelhafte Vorrunde zeigte Landesligist TSV Wetschen bisher – auch dank Sechser Lukas Heyer (2.v.l.), der in allen 14 Partien des Tabellendritten durchspielte.
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Eine fabelhafte Vorrunde zeigte Landesligist TSV Wetschen bisher – auch dank Sechser Lukas Heyer (2.v.l.), der in allen 14 Partien des Tabellendritten durchspielte.

Syke – Geschafft! Die Fußballer der Bezirksligen 1 und 2 haben ihre Qualifikationsrunden beendet – mal abgesehen von den noch ausstehenden Nachholspielen zwischen dem TSV Bassum und dem TuS Sudweyhe (Donnerstag, 20.00 Uhr) sowie des TuS Lemförde gegen Inter Komata Nienburg (Sonntag, 14.00 Uhr). Für alle anderen ist jetzt Winterpause und Zeit zum Wundenlecken. Denn einige Mannschaften fahren angesichts des straffen Pensums nach monatelangem Corona-Lockdown wegen vieler Verletzter seit Wochen auf der letzten Rille. In der Landesliga stehen für den TSV Wetschen noch zwei und den TuS Sulingen drei Partien an – darunter das direkte Duell im Kreisderby am Freitag ab 19.30 Uhr unter Sulinger Flutlicht. „Dass wir trotz der Pandemie so weit gekommen sind, hätten nicht alle gedacht, aber so ist es umso schöner“, meint Thorsten Schuschel als Vorsitzender des Bezirks-Spielausschusses zufrieden. Und wie läuft es ab März im Bezirk weiter? Ein Überblick:

Aufstiegsrunden, Abstiegsrunden

Landesliga: Hier geht’s am Wochenende des 12. und 13. März 2022 wieder los. Aus den beiden bisherigen Landesligen Nord und Süd im Bezirk Hannover qualifizieren sich die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten für die Aufstiegsstaffel, die folglich sechs Teams umfasst. Hier sind Hin- und Rückrunde vorgesehen. Die jeweiligen Vierten und alle folgenden Mannschaften (in der kleineren Nord-Landesliga sind es neun Teams, im Süden zehn) müssen den Gang in die Abstiegsstaffel antreten und duellieren sich in einer einfachen Runde, also ohne Rückspiele. Dieser Kampf wird knüppelhart: Mindestens die letzten sechs dieser 13 Clubs müssen am Ende runter in ihre Bezirksligen, eventuell sogar sieben – je nachdem, wie viele Absteiger aus der Oberliga in den Bezirk Hannover zurückkehren. Schuschel als oberster Spielplaner dieser Region rechnet jedoch nicht mit diesem „Worst Case“: „Im Moment sieht es so aus, dass es Arminia Hannover in der Oberliga noch schafft, sodass nur BW Tündern in unsere Landesliga wiederkehrt.“ Nach oben in die neue Oberliga dürfe hingegen nur der Sieger der Aufstiegsrunde.

Bezirksliga: Hier starten die Auf- und Abstiegsrunden am 26. und 27. März. Die Meister und Vizemeister der zehn Bezirksligen wandern in eine der beiden Aufstiegsstaffeln. Aus dem Kreis Diepholz sind dies der SV Heiligenfelde als Erster der Bezirksliga 1, dessen Verfolger TuS Sudweyhe sowie der FC Sulingen als Zweiter der Bezirksliga 2. Nach Ende der Einfach-Runde (jeder gegen jeden) steigen der jeweils Erste und Zweite dieser Zehner-Gruppen in die Landesliga auf. In die Abstiegsrunde müssen alle, die ihre Vorrunde auf den Plätzen drei bis acht beendet haben. Das ergibt sechs Zehner-Staffeln, aus denen die jeweils vier Letzten nach der Einfach-Runde in die Kreisliga müssen.

Diese Teams stehen in den Auf- und Abstiegsrunden

Die Fußball-Landesliga Süd ist beendet, hier schafften es der VfR Evesen, TSV Pattensen und SV Bavenstedt in die Aufstiegsrunde. Ihr gehören aus der Landesliga Nord auch Meister STK Eilvese und der Zweite TSV Krähenwinkel/Kaltenweide an. Noch nicht „durch“ ist der TSV Wetschen als Dritter – mit fünf Punkten Vorsprung gegenüber dem Vierten TSV Stelingen bei jeweils noch zwei ausstehenden Spielen hat die Mannschaft von Trainer Oliver Marcordes aber die besten Karten. Theoretisch könnten sogar noch der OSV Hannover als Fünfter und der TuS Sulingen als Sechster auf Platz drei vorrücken – beide müssten dafür jede ihrer drei Partien gewinnen.

Die Entscheidungen in den zehn Bezirksligen sind hingegen fast alle gefallen – bis auf die, wer Platz zwei in der Staffel 9 schafft. Die Nachholspiele hingegen haben keinen Einfluss mehr darauf, ob ein Team nun in der Auf- oder Abstiegsrunde landet. Lediglich die exakte Zusammensetzung der Staffeln steht noch nicht fest.

Aufstiegsrunde zur Landesliga: SV Heiligenfelde, TuS Sudweyhe (beide aus der bisherigen Bezirksliga 1), SV B-E Steimbke, FC Sulingen (aus der Bezirksliga 2), MTV Rehren, TSV Hagenburg (Staffel 3), TuS Garbsen, TSV Kolenfeld (Staffel 4), FC Lehrte, SV Ramlingen-Ehlershausen II (Staffel 5), Niedersachsen Döhren, SV Arnum (Staffel 6), SV Ihme-Roloven, Germania Egestorf-Langreder II (Staffel 7), SC Harsum, SV Einum (Staffel 8), Newroz Hildesheim (Staffel 9), SSG Halvestorf-Herkendorf, Eintracht Afferde (Staffel 10) – zudem entweder SV Alfeld oder B-W Neuhof aus der Staffel 9.

Abstiegsrunde: SV Bruchhausen-Vilsen, TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, TV Stuhr, TSV Okel, SC Twistringen, TSV Bassum (alle aus Staffel 1), SG Diepholz, TuS Drakenburg, TuS Wagenfeld, TuS Lemförde, Inter Komata Nienburg, TuS Sulingen II (St. 2), TSV Algestorf, VfL Bückeburg II, SW Enzen, SC Rinteln, VfL Münchehagen (St. 3), TSV Mühlenfeld, MTV Engelbostel-Schulenburg, Mellendorfer TV, TSV Luthe, TSV Godshorn II, TuS Mecklenheide (St. 4), MTV Ilten, SV 06 Lehrte, SuS Sehnde, TSV Sievershausen, TSV Dollbergen, SV Hämelerwald (St. 5), SG Blaues Wunder, TSV Bemerode, HSC Hannover II, Eintracht Hannover, Croatia Hannover, Koldinger SV (St. 6), Mühlenberger SV, TuS Davenstedt, Iraklis Hellas, SV Gehrden, TuS Harenberg, FC Con Mozaik (St. 7), RW Ahrbergen, TuSpo Schliekum, SC Drispenstedt, TuS Hasede, SV Bavenstedt II (St. 8), Germania Ochtersum, FC Ambergau-Volkersheim, MTV Almstedt, BW Salzhemmendorf, TuSpo Grünenplan (St. 9), MTSV Aerzen, Germania Hagen, TSV Holenberg, TSV Lenne, FC Stadtoldendorf, TuS Nettelrede (Staffel 10) – zudem der SV Alfeld oder B-W Neuhof aus der Staffel 9 (ein Spieltag steht dort noch aus). ck

Neues Jahr, neue Konkurrenten

Ende der Derbys, Auftakt zu weiten Reisen – zumindest in den meisten Fällen. Während sich Auf- und Abstiegsrunde der Landesliga von selbst aufstellen, sollen in den immer noch vielen Bezirksliga-Staffeln die bisherigen Konkurrenten aus der Vorrunde möglichst nicht noch einmal aufeinandertreffen, schildert Schuschel. Gleichzeitig kündigt er an, „soweit möglich, regionale Gesichtspunkte zu berücksichtigen“. Für den Kreis Diepholz könnte das bedeuten, dass mindestens ein Club aus der Bezirksliga 1 gegen einen aus der Bezirksliga 2 ran müsste. Ansonsten stehen „Groundhoppings“ zu Teams wie TuSpo Grünenplan (Kreis Holzminden) oder anderen unbekannten Plätzen an. Sascha Jäger vom FC Sulingen hat nichts gegen derartige Missionen: „Wenn wir in die Landesliga wollen, müssen wir uns an solche Fahrten ohnehin gewöhnen“, meint der Trainer.

Weiter nach oben? Trainer Sascha Jäger schaffte es mit dem FC Sulingen in die Aufstiegsrunde, in der er erneut mindestens Zweiter werden will – und in die Landesliga.

Die neuen Ligen teilt der Ausschuss unter Gleichbehandlung der Leistungsstärke ein. Zum Beispiel treffen jetzt nicht alle Tabellendritten der Vorrunde in einer Rückrunden-Abstiegsgruppe aufeinander. Auch die beiden Aufstiegsstaffeln „werden wir gleichermaßen mit Erst- und Zweitplatzierten besetzen“, verspricht Schuschel.

Die „Null“ muss stehen

Bekanntlich dürfen die Mannschaften keine Punkte aus ihren Vorrunden mitnehmen – Pech für Top-Teams, gut für die bisher abgeschlagenen Konkurrenten, die andernfalls chancenlos das Restprogramm hätten bestreiten müssten. Herausgekommen wären also Partien mit Freundschaftsspiel-Charakter, wie sie zuletzt am Ende der Vorrunden bemängelt wurden. Doch Trainer Torben Budelmann, der sich mit dem SV Heiligenfelde schon vor gut zwei Wochen den Staffelsieg gesichert hatte, erträgt den Verlust der teils hart erarbeiteten Zähler sportlich: „Wir nehmen es, wie es kommt. Es war von vornherein klar, dass man nicht für alle die gerechte Lösung finden konnte.“

Alles gegeben: Marvin Godesberg (liegend) und der SV Heiligenfelde hatten früh die Aufstiegsrunde gebucht.

Keine Amnestie für die „Sünder“

Vorsicht, gelbe Gefahr! Gelbe, Gelb-Rote und Rote Karten wandern in die neuen Runden mit.

Mit „Schmackes“ in den Schlussspurt – ohne Rücksicht auf Verluste? Vorsicht! Alle Gelben Karten aus den Vorrundenspielen überdauern ihre Zeit bis zur Auf- und Abstiegsrunde. Wer sich also jetzt noch seine fünfte Verwarnung einhandelt (oder gar die zehnte, falls er so „fleißig“ war), hat eine Woche länger Winterpause und ist zum Auftakt gesperrt. Das gilt natürlich auch für Kicker, die im letzten Auftritt der aktuellen Serie eine Gelb-Rote Karte kassieren. „Rotsünder“ – man ahnt es – sehen etwas länger zu.

Comeback des Cups: Bezirkspokal „light“

Die Option, ob es einen Cupwettbewerb im Bezirk geben soll oder nicht, hatte sich der Spielausschuss zunächst offen gelassen – um die Pandemie-Entwicklung abzuwarten. Nun sind die Pokaltermine nicht für Liga-Nachholspiele nötig, sodass es einen Bezirkspokal geben soll. Allerdings nur in abgespeckter Form – denn ein Turnierbaum mit 82 Mannschaften und sieben Runden wie vor Corona wäre in diesen Zeiten nicht mehr unterzubringen. Die erste Runde – gleichzeitig bereits das Achtelfinale – ist für den 5. und 6. März 2022 vorgesehen. Qualifiziert sind die Tabellenersten der zehn Bezirksligen sowie die Erst- bis Drittplatzierten der Landesligen Nord und Süd. Schuschel erinnert jedoch daran, dass sich diese Teams bei ihm anmelden müssen.

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