Stuhrs Kim Dierks misst einen Millimeter zu viel für eine Bundesliga-Korbhüterin

Wenn Größe zum Nachteil wird

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Trainer Alexander Mauz will mit Sudweyhe wieder die DM-Qualifikation schaffen. ·

Syke - Das kann spannend werden: Mit vielen neuen Gesichtern und ohne einige alte Bekannte startet am Sonntag die Korbball-Bundesliga in die neue Saison. Doch nicht nur die personellen Veränderungen sorgen für Spannung, sondern auch eine Regeländerung.

Korbball ist ein einzigartiger Sport – ganz besonders, weil es für ganz besondere Spielerinnen eine Größenbegrenzung gibt. Korbhüterinnen, die mit ihrer Sprungkraft wie eine Torhüterin Treffer verhindern sollen, dürfen nicht zu groß sein. Bisher lag die Grenze bei 180 Zentimetern inklusive einer Toleranz. Seit Sommer gilt die heiß diskutierte neue Begrenzung auf 178 Zentimeter. Nach Meinung der Befürworter dieser Regelung soll das den Sport attraktiver machen. Und bei der alljährlichen Messung der Korbhüterinnen haben sich erste Folgen gezeigt.

Der TV Stuhr zum Beispiel muss neben Nachwuchs-Korbfrau Jana Wessels, die auf Grund ihres Studiums in Schweden weilt, auch auf Kim Dierks verzichten. Die Stuhrer Korbhüterin wurde einen Millimeter zu groß gemessen und darf nun nicht mehr den Korb hüten. An ihre Stelle tritt Katharina Drawert. Sie ist aus Frankreich zurück – und wird jetzt im Feld fehlen, zumal mit Corinna Woltemade und Meike Solte zwei weitere Leistungsträgerinnen nicht mehr dabei sind.

Für sie rücken Jana Sudmann und Stephanie Schünemann aus der Zweiten ins Team nach. An der Seitenlinie stehen Sandra Hellmers und Corinna Woltemade. Für das neu zusammen gestellte Team heißt das Saisonziel Klassenerhalt.

Weitgehend auf seinen gewohnten Kader kann Manfred Otto als Trainer des TSV Barrien zurückgreifen. Gegenüber der Vorsaison gibt es nur eine Änderung: Johanna Grünhagen rückt aus der Zweiten ins Bundesliga-Team auf, Nina Früchtenicht hingegen spielt ab sofort für die Barrier Reserve. Nach einer starken Saison zuletzt will der TSV sich nun endgültig in der Liga etablieren und einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen. „Es wird sehr darauf ankommen, dass unser ohnehin recht schmaler Kader von langfristigen Ausfällen verschont bleibt, da der Spielplan ein hammerhartes Auftaktprogramm für uns vorsieht“, sagt Manfred Otto. Er hat Recht: Im ersten Spiel muss sich seine Mannschaft mit Abonnementsmeister SG Findorff messen.

Der TuS Sudweyhe will sich wieder für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Letztes Jahr hatte das nicht geklappt, denn der TuS Walle hatte sich das Ticket geschnappt. Dieses ehrgeizige Ziel muss der TuS allerdings ohne ein echtes Urgestein erreichen: Trainergattin Ilka Mauz hängt nach vielen erfolgreichen Jahren die Korbballschuhe an den Nagel. „Sie war eine vorbildliche Korbballerin und wird uns fehlen“, erklärt Trainer Alexander Mauz.

Jetzt muss der Sudweyher Nachwuchs ran. Charline Maltzahn, Mona Hassel und Vanessa Schulenberg rücken nach. „Das Gefüge wird sich zwangsläufig verändern; eine spannende Situation, auch für mich“, findet Mauz, und er setzt trotzdem das klare Ziel DM-Quali: „Alles andere wäre eine Enttäuschung“.

Etwas kleinere Brötchen backt der TSV Heiligenrode, in den letzten Jahren Dauergast bei den Titelkämpfen. Zwar bestand bei Korbhüterin Gabi Brosowsky nicht die geringste Gefahr, zu groß gemessen zu werden; doch mit Meike Daneke und Imke Meyer haben zwei andere „alte Hasen“ ihre Karriere beendet, Tatjana Erlewein tritt kürzer. Dafür rücken Janina Rickmann und Jana Pawlowski in die Mannschaft nach. Daneke und Meyer werden die Mannschaft gemeinsam mit Dagmar Schnelle betreuen. Das Saisonziel ist ein Mittelfeldplatz: „Ich hoffe, dass sich das Team von Spieltag zu Spieltag finden wird, sich steigern kann und vielleicht doch für die eine oder andere Überraschung gut ist“, sagt Schnelle.

Die Klasse halten will Aufsteiger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst mit Trainerin Camilla Hahn. Inga Sander meldete sich nach Babypause zurück, Christina Krohne verabschiedete sich in dieselbe. Während der Vorbereitung hat sich das Team vor allem um Technik und Teamgeist gekümmert. „Die Mädels zeigen tollen Einsatz und sind immer hoch motiviert. Es macht einen Riesenspaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten“, freut sich Hahn auf das Abenteuer Bundesliga mit ihrer jungen Mannschaft. Zum Auftakt geht es für die TSG gegen den TSV Thedinghausen und die SG Findorff.

1. Spieltag (Sporthalle Neuer Weg, Stuhr-Moordeich): 10.00: TuS Sudweyhe - TV Stuhr, 10.50 TSV Heiligenrode - TV Bremen-Walle 1875. 11.40 TuS Sudweyhe - TSV Thedinghausen. 12.30: TV Stuhr - TSV Heiligenrode. 13.20: TV Bremen-Walle 1875 - Oldenbroker TV. 14.10: SG Findorff - TSV Barrien. 15.00: TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - TSV Thedinghausen. 15.50 TSV Barrien - Oldenbroker TV. 16.40: TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - SG Findorff. · she

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