Louis Knüpling hadert mit dem Absprung und wird Zwölfter bei „Norddeutschen“ / Schäfer holt Staffel-Gold

Wenn der Balken zur Hürde wird

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Der Asendorfer Louis Knüpling landete im Weitsprung mit 6,57 Metern auf Platz zwölf.

Kreis-Diepholz - HAMBURG · Natürlich war er mit höheren Erwartungen nach Hamburg gereist, aber seine Platzierung lässt Louis Knüpling trotzdem auf die Freiluftsaison hoffen. „Er hat es unter die Top 15 in Norddeutschland geschafft – das kann sich sehen lassen“, urteilte Knüplings Heimtrainerin Ute Schröder nach dessen zwölftem Platz im Weitsprung bei den norddeutschen Hallen-Meisterschaften der Leichtathletik.

Eigentlich war es Knüpling zu Juniorenzeiten gewohnt, immer ganz vorn mitzumischen. In dem hochkarätig besetzten Feld hatte der Springer vom TSV Asendorf in seinem ersten Männerjahr jedoch keinen leichten Stand: Mehrere Athleten überspringen regelmäßig die sieben Meter, Knüpling kam in seinen beiden gültigen Versuchen auf 6,57 und 6,52 Meter. „Er hatte es schwer, den Balken zu treffen und hat dadurch reichlich Zentimeter verschenkt“, beschrieb Ute Schröder das Hauptproblem, das „ich im Moment nicht so wirklich beeinflussen kann“. Denn Knüpling studiert inzwischen in Hannover und trainiert dort (wie auch Brinkums Sprinterin Anna-Lena Freese) am Landesleistungszentrum, Schröder kennt die Inhalte der Einheiten nicht genau.

Allerdings setzt Knüpling zurzeit auch andere Prioritäten: Beruflich muss er sich mehr auf sein Studium konzentrieren, sportlich fiebert er der Freiluft-Saison entgegen – und dort vor allem dem Dreisprung. „Natürlich wollte er aber auch in Hamburg seine Bestleistung erreichen, aber vor allem ging es auch darum, etwas Abwechslung in den langen Zeitraum des Wintertrainings zu bringen“, stellt Ute Schröder klar. Norddeutscher Meister wurde Stephan Hartmann von der BELG Nord Berlin mit 7,53 Metern.

Ein Titel fand allerdings dann doch den Weg aus der Hansestadt in den Landkreis: Die erst 15-jährige Mailin Schäfer siegte in der 4x200-Meter-Staffel. Über 200 Meter in der weiblichen Jugend U 20 hatte die für den VfL Löningen startende Kirchdorferin wegen des teils beträchtlichen Altersunterschieds in ihrer Konkurrenz verständlicherweise wenig zu bestellen. Da reichten die 26,41 Sekunden nicht für das Finale der besten acht Läuferinnen. Aber in der Startgemeinschaft Löningen/Ankum/Werlte sicherte sie sich in 1:43,79 Minuten die Goldmedaille. · ck

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