Nur noch vier Spieler pro Team / Gemeinsamer Spielbetrieb Nordwest/Niedersachsen

Weitere Fahrten, aber jetzt reicht wenigstens ein Auto

Niklas Droese hat mit der Barrier Reserve zumindest zwei recht weite Auswärtsfahrten vor sich. ·
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Niklas Droese hat mit der Barrier Reserve zumindest zwei recht weite Auswärtsfahrten vor sich. ·

Kreis-Diepholz - Von Christine Leska-OttensmannBARRIEN/BRINKUM · Die Spannung steigt: Am ersten Mai-Wochenende fällt der Startschuss für die Tennis-Freiluftsaison. Die heimischen Spieler fiebern der Jagd nach der gelben Filzkugel auf der roten Asche schon entgegen – auch, weil es viele Änderungen geben wird.

Die größte Neuerung ist der gemeinsame Spielbetrieb mit dem Niedersächsischen Tennisverband (NTV) bis zur untersten Liga, der Regionsklasse. Diesem sehen die heimischen Akteure durchweg positiv entgegen. „Ich freue mich auf die neuen Vereine. Es macht die Sache spannender, wenn wir nicht alle Spielerinnen kennen und nicht schon im Vorfeld wissen, wie die Mannschaften aufstellen“, sagt beispielsweise Simone Wreth, Akteurin des Landesligisten Barrier TC. Das sieht auch Thorben Gruner so. „Seit gefühlten Jahrzehnten treten wir in der Landesliga immer gegen die gleichen Gegner an. Daher freuen wir uns jetzt auf neue Gesichter. Es hat uns schon in der gemeinsamen Oberliga-Saison im Sommer 2010 Spaß bereitet, andere Vereine, andere Tennisanlagen und neue Leute kennenzulernen“, betont der Kapitän des Landesligisten FTSV Jahn Brinkum.

In die gleiche Kerbe schlägt Ingo Droese, Kapitän des Landesligisten Barrier TC II. „Vor allem auf die Spielstärken unserer neuen Gegner bin ich sehr gespannt. War die Landesliga Niedersachsen stärker als die Landesliga Bremen?“, fragt er sich. Pech für Droeses Mannschaft: Sie hat mit den Spielen beim TC VfL Osnabrück und dem SC SW Cuxhaven zwei weite Auswärtsreisen vor sich. „Das ist heftig, aber nicht zu ändern. Im nächsten Jahr haben wir bei der Spielgestaltung vielleicht mehr Glück“, hofft der Barrier.

Die zweite, maßgebliche Änderung: Ab sofort werden in allen Ligen und Altersklassen nur noch Vierer-Teams zugelassen. Das habe aber nichts mit dem gemeinsamen Spielbetrieb mit dem NTV zu tun, der diese Regelung bereits vor einigen Jahren einführte, stellt Carsten Hartung klar. „In den vergangenen Jahren haben wir beobachtet, dass immer mehr Vereine ihre Sechser-Mannschaften aufgrund von Personalnot abmelden. Daher haben wir im Vorjahr eine Umfrage unter den Vereinen gemacht. Die Mehrheit der Sportwarte hat sich dann

Bei Uneinigkeit

definitiv Match-Tiebreak

auf der Mitgliederversammlung dafür ausgesprochen, ab Sommer 2012 nur noch mit Vierer-Teams anzutreten“, erklärt Hartung, der im Tennisverband Nordwest für die technische Administration zuständig ist und hier zeitgleich als Spielleiter für die Erwachsenen auf Bezirksebene fungiert.

Jetzt also nur noch vier statt sechs Spieler – das sorgt im Tennisbezirk Huntegau für gehörigen Diskussionsstoff. Besonders beim FTSV Jahn Brinkum. „Uns kommt das nicht entgegen. Denn unsere Stärke war immer die Ausgeglichenheit unserer Mannschaft. An den hinteren Positionen haben wir immer gepunktet“, weiß Gruner. Deutliche Worte findet Vereinskamerad Andreas Möhring. „Der Mannschaftsgedanke ist beim Tennis sowieso nicht ganz so hoch. Bei nur noch vier Spielern geht er noch mehr verloren.“ Ein anderer Aspekt: Bereits bestehende Mannschaften werden gesprengt. „Im Verein haben wir mehrere Teams, die über Jahre zusammengewachsen sind und einen Kader von zehn bis 14 Spielern hatten. Dort wurde fleißig rotiert. Aber bei nur noch vier Startplätzen kommen einfach nicht mehr alle zum Einsatz. Daher mussten wir einige neue Mannschaften gründen. Das war nicht so einfach“, betont Möhring.

Positiv ist die Regelung dagegen für die kleinen Vereine. Sie können wieder Mannschaften melden, die aufgrund von Personalnot nicht zustande kamen.

Eine dritte, ebenfalls entscheidende Änderung: Vor Beginn des Punktspiels müssen sich die Kapitäne beider Teams einigen, ob sie den dritten Satz ausspielen oder als Match-Tiebreak spielen möchten. Die Entscheidung findet dann auf alle Einzel- und Doppelspiele Anwendung. Gelingt keine Einigung, wird in allen Duellen der Match-Tiebreak ausgetragen.

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