Weitaus weniger Zeitdruck in den Bezirksligen

Landkreis – Das ist doch mal was Positives inmitten der Corona-Zwangspause: Die Saisonfortsetzung in den zehn Bezirksligen bereitet dem Spielausschuss im Fußball-Bezirk Hannover weit weniger Kopfzerbrechen als die Lage in den zwei Landesligen. Denn während in der Landesliga Nord mit dem TSV Wetschen und dem TuS Sulingen bisher nur fünf oder sechs Partien über die Bühne gehen konnten, haben die Bezirksligisten schon neun Begegnungen hinter sich – darunter auch fast alle Teams aus dem Kreis Diepholz in den Staffeln 1 und 2 (bis auf den FC Sulingen und den TuS Wagenfeld mit acht). „In der Vorrunde sind also nur noch fünf Spiele zu bestreiten“, schilderte Spielausschuss-Chef Thorsten Schuschel am Mittwochabend während des als Online-Konferenz abgehaltenen Staffeltags. Er stellte den Clubs zwei Alternativen eines Wiederbeginns vor, der allerdings wohl erst im April möglich sein dürfte.

„Wir alle hoffen, dass wir noch vor Ostern Fußball spielen können, aber das sind Wunschvorstellungen“, verdeutlichte Bezirksvorsitzender August-Wilhelm Winsmann. Sollte die Politik aber wieder Teamsport erlauben, gestehen die Verantwortlichen auch den Bezirksligisten eine 14-tägige Vorbereitung im Mannschaftsverbund zu. Anschließend könnten zwei Alternativen greifen:

Notfalls Abbruch der Vorrunde

Die erste sieht einen Re-Start der Vorrunde ab dem 21. März oder ab 10. April vor. Diese Serie sollte zu Ende gespielt werden, danach beginnen die Auf- und Abstiegsrunden in Zehnerstaffeln. Hierfür kalkuliert Schuschel mit einer Saison-Verlängerung bis in den Juli.

Die zweite Alternative: ein Abbruch der Vorrunde, eine Wertung der bisherigen Ergebnisse nach der Quotientenregelung und die dementsprechende Aufteilung der Teams in Auf- und Abstiegsrunden, die dann wie geplant beginnen dürften. Nur die Bezirksligen 4, 6 und 10 müssten ihre Vorrunden weiter austragen, weil dort zu viele Nachholspiele aufgelaufen sind.

Wie am Vorabend beim Landesliga-Staffeltag ging es am Mittwoch laut Schuschel „nur um ein Aufzeigen der Perspektiven“ und nicht um die Abfrage eines Meinungsbilds: „Wir beabsichtigen kein Abbruch-Szenario.“

Auf Nachfrage von Thomas Warnke (SV Bruchhausen-Vilsen) erklärte Schuschel, dass es ab Ende April kritisch werde, die dargestellten Modelle umzusetzen, wenn dann immer noch nicht gespielt werden dürfe. Die Frage von Torben Budelmann, Trainer des SV Heiligenfelde, nach einer Pause bis zum September und der erst dann möglichen Wiederaufnahme musste Winsmann mit „Nein“ beantworten. Rechtlich sei der Verband dazu verpflichtet, „seinen Vereinen einen Spielbetrieb mit der Möglichkeit anzubieten, dass am Saisonende Meister und Absteiger feststehen“. Eine Verlängerung der Serie bis zum Herbst brächte wieder zeitliche Probleme für die folgende Spielzeit.  ck

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