Nagelproben kommen noch

6:2 gegen Geestemünde: Nur weiße Tor-Weste befleckt

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„Tor-Butler“: Neuzugang Malik Gueye (rechts) bereitete gestern Abend die beiden ersten Brinkumer Tore vor.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. In der Fußball-Bremen-Liga bleibt der Brinkumer SV ohne Verlustpunkt: Durch das 6:2 (4:2) vor 60 Zuschauern gegen den ESC Geestemünde verteidigte das Team von Trainer Walter Brinkmann mit drei Siegen aus drei Partien seine Spitzenposition. Allerdings büßte das Team durch die beiden Gegentore seine weiße Weste bei den Gegentoren ein.

Und das monierte Brinkmann: „Gegen stärkere Teams dürfen wir uns solche Fehler in der Deckung nicht erlauben. Heute jedoch haben wir das vorn mehr als ausgeglichen und wirklich schöne Tore geschossen. Dass man nach einem 4:0-Vorsprung etwas die Spannung verliert, ist auch nicht ganz ungewöhnlich. Wichtig ist, dass wir uns danach wieder aus dem Loch befreit haben. Aber natürlich hätte ich hinten heute gern die Null gesehen.“

Fest steht: Ob Brinkum ein echter Kandidat auf den Titel ist, kann noch nicht gesagt werden, denn die Nagelproben für den BSV folgen erst noch. Nach den beiden Auswärtsspielen in einer Woche gegen den bärenstarken Aufsteiger Hastedt und gleich danach beim Vizemeister Blumenthal wird sich zeigen, ob Brinkum wirklich das Zeug zu Größerem hat.

Freitag war nach gut einer halben Stunde mit dem 4:0 eigentlich schon alles gelaufen. Bereits in der vierten Minute schloss der linke Mittelfeldmann Dimitri Khoroshun eine tolle Kombination über Malik Gueye und Marcel Dörgeloh mit dem 1:0 ab. Acht Minuten später war auch das 2:0 durch Joshua Brandhoff nach Dörgeloh-Ablage durchaus sehenswert. Und der aus Heiligenfelde gekommene Stürmer war auf den Geschmack gekommen, denn Brandhoff legte mit dem 3:0 (23.) seinen zweiten Treffer und den insgesamt sechsten „Einschlag“ in dieser Saison nach, womit er zum in Albanien weilenden Saimir Dikollari aufschloss. In der 32. Minute schließlich schaffte Dörgeloh aus der Drehung heraus das 4:0. Sollten die Bremerhavener wie schon beim 1:10 in der Vorsaison erneut am Brunnenweg untergehen?

Nein, denn in den beiden letzten Minuten vor der Pause schlug Tim Klowat noch zweimal zum 2:4 zu. Zunächst narrte er im Abwehrzentrum gleich vier unentschlossene Brinkumer, und 60 Sekunden später war der 22-Jährige aus spitzem Winkel erfolgreich. Brinkmann, der hinten immer gern die Null sieht, blieb da fast die Spucke weg.

Aber zur Wende sollten die Treffer nicht reichen. „In der zweiten Halbzeit haben wir hinten kaum noch etwas zugelassen“, meinte Brinkmann. Im Gegenteil: Nach einem Pfostentreffer von Kapitän Jannik Bender (75.) zielte Tamino Kröger nach Steilpass von Jendrick Meissner besser und erhöhte auf 5:2. Unmittelbar vor dem Abpfiff machte Innenverteidiger Jürgen Heijenga mit seinem Kopfball zum 6:2 noch das halbe Dutzend voll.

Eine lange Pause gibt es für Brinkum indes nicht, denn bereits am Dienstag steht im Pokal das Zweitrunden-Match in Lesum an.

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