Weers gewinnt Sprint-Triathlon auf Norderney / Deutsche Meisterschaft steht an

Motivationsspritze zur rechten Zeit

+
Auf dem Rad übernahm Imke Weers die Führung beim Norderney Sprint-Triathlon. Den Vorsprung ließ sie sich die Athletin des TSV Schwarme bis zum Ende nicht mehr nehmen. Damit machte die 35-Jährige die Titelverteidigung perfekt.

Schwarme - Von Daniel Wiechert. Imke Weers mag es kurz und knackig – die Sprint-Disziplinen sind ihr Ding. So hatte die Triathletin bereits vor drei Wochen mit dem Vize-Titel (Altersklasse 35) bei der Deutschen Meisterschaft bewiesen, dass ihre Form stimmt. Und sie hat diese konserviert: Beim Norderney-Triathlon gewann die 35-Jährige – wie bereits 2013.

Den Grundstein für die Titelverteidigung legte Weers bereits beim Schwimmen (500 Meter) in der offenen Nordsee. „Viele Triathleten haben ihre Schwäche beim Schwimmen. Von mir ist es auch nicht unbedingt eine Stärke, aber ich falle da auch nicht wirklich ab“, erklärt sie. Allerdings war es auf Norderney ein Blindflug für Weers, sie konnte ihre Leistung nicht sofort einschätzen: „Als ich aus dem Wasser kam, wusste ich nicht genau, wo ich liege. Denn es wurden keine Zwischenzeiten durchgesagt.“

Auf Platz zwei lag Weers nach dem Schwimm-Split, beachtlich, da es erst ihr zweiter Wettkampf im offenen Meer war. „Das Wetter war zwar gut und wir hatten Neopren-Anzüge an, aber für mich ist es immer zu kalt“, so Weers. Hinzu kam eine tückische Strömung, die die 35-Jährige aber recht gut einzuschätzen vermochte. „2013 war es für mich das erste Mal im offenen Meer. Da wurde ich doch das eine oder andere Mal von der Gischt zurückgetrieben.“ Doch Weers lernt schnell, holt sich Tipps und setzt diese direkt um. „Es geht darum, den Zeitpunkt zu erwischen, wenn die Welle bricht. Dann muss man dort durchtauchen“, erklärt die Triathletin des TSV Schwarme.

Dieses Mittel schien aufgegangen zu sein. Als Zweite nahm Weers die 20-Kilometer-Strecke mit dem Rad in Angriff. „Die Strecke kam mir im Vergleich zu 2013 wesentlich anstrengender vor“, erinnert sich die Triathletin. Doch die Anstrengungen sollten sich auszahlen. Mit der Zeit von 34:49 Minuten nahm sie allen Konkurrentinnen mehr als zwei Minuten ab. Diesen Vorsprung brachte sie dann auf der abschließenden Laufstrecke (fünf Kilometer) im Endeffekt locker nach Hause – obwohl Weers diese Disziplin derzeit am meisten Bauchschmerzen bereitet.

„Ich konnte das Laufen zuletzt nicht so intensiv trainieren, daher ist das Radfahren im Moment das Einfachste für mich.“ Understatement? Zumindest war der Lauf-Split der 35-Jährigen mit 22:27 Minuten beileibe nicht schlecht – am Ende lag Weers mit der Gesamtzeit von 1:03:53 Stunde ganze sechs (!) Minuten vor der Zweitplatzierten.

Eine . Denn Zurücklehnen gibt es im Triathlon-Kosmos nicht. Bereits am Sonntag steht für Weers der nächste große Wettkampf bevor – die Deutschen Meisterschaften der Triathleten über die Olympische Distanz. Heißt: 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Für Sprint-Spezialistin Weers natürlich wieder eine neue Anforderung. Auch deshalb ist sie bemüht, die Erwartungen nicht ins Uferlose steigen zu lassen: „Erst einmal geht es mir darum anzukommen. Aber natürlich soll das auch nicht unter ferner Liefen sein.“

Abhängen ließ sich auch nicht Weers‘ TSV-Teamkollege Sven Jähnichen. Er war ebenfalls beim „Islandman Norderney“ in der Sprint-Disziplin am Start – belegte mit der guten Zeit von 1:07:52 Stunden den 27. Gesamtrang (Platz fünf in der Altersklasse 35).

21. Westerholzer Flohmarkt

21. Westerholzer Flohmarkt

Vatertag auf dem Weyher Marktplatz

Vatertag auf dem Weyher Marktplatz

Spiele-Test: "Rime" verzaubert mit Minimalismus

Spiele-Test: "Rime" verzaubert mit Minimalismus

Neue PC-Spiele: Knüppelharte Action und knifflige Diplomatie

Neue PC-Spiele: Knüppelharte Action und knifflige Diplomatie

Meistgelesene Artikel

Kantersieg für die Katz’: Melchiorshausen steigt ab!

Kantersieg für die Katz’: Melchiorshausen steigt ab!

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Coach „Jockel“ Behrens vor Abschiedsspiel

Coach „Jockel“ Behrens vor Abschiedsspiel

Souveräner Auftritt und ein glücklicher Youngster

Souveräner Auftritt und ein glücklicher Youngster

Kommentare