Wechsel des 26-Jährigen für TuS-Manager Neumann ein „Sechser im Lotto“

Flügelflitzer Erdal Ölge ist Sulingens neue Trumpfkarte

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Neuer Dampfmacher für den TuS Sulingen auf der linken Offensivseite: Erdal Ölge ist vom Regionalligisten BV Cloppenburg gekommen.

Sulingen - Von Arne Flügge. Als Erdal Ölge nach zehn Monaten Verletzungspause seine ersten 45 Minuten auf dem Platz absolviert hatte, musste er erstmal nach Luft schnappen. „Ich bin tot, total platt“, japste der Neuzugang von Fußball-Landesligist TuS Sulingen nach dem 3:2-Sieg gegen den TuS Garbsen: „Wenn du so lange raus warst, fehlt dir natürlich konditionell und kräftemäßig noch einiges. Das will ich aber jetzt schnell aufholen.“

Trainer Walter Brinkmann ist davon überzeugt, dass ihm Ölge schon bald in Topform zur Verfügung steht: „Das wird ein Selbstgänger, denn der Junge hat wieder richtig Bock auf Fußball. Das musste er lange Zeit missen. Und er kann richtig was.“ Das zeigte Ölge bereits nach seiner Einwechslung zur Halbzeit, er machte viel Dampf über die linke Offensivseite, tauschte aber auch mit seinem Kumpel Mehmet Koc häufiger die Position.

Über „Memo“ kam auch der Kontakt zum TuS Sulingen zustande. Nach sechs Jahren beim BSV Rehden in der Oberliga war Ölge vor zwei Jahren zum BV Cloppenburg in die Regionalliga gewechselt. Dort lief es zunächst auch gut. „Ich hatte meine Einsätze“, sagt der 26-Jährige. Dann traten aber immer wieder Probleme im rechten Sprunggelenk auf, „und schließlich habe ich mich dann dazu entschlossen, mich operieren zu lassen“. Der Heilungsprozess verlief zunächst schleppend, Ölge fasste in Cloppenburg nicht wieder Fuß. „Es sind da noch einige andere Dinge vorgefallen, über die ich aber nicht sprechen möchte“, sagt der Offensivspieler. Also löste er seinen Vertrag in Cloppenburg auf.

Fußball wollte Ölge, der in Diepholz wohnt und bei BTR-Logistik in Rehden arbeitet, aber wieder spielen. Also sprach er mit seinem Freund Koc, ob beim TuS Sulingen nicht noch Bedarf bestünde. „Und dann ging alles ganz schnell“, berichtet TuS-Teammanager Thorsten Neumann. Denn Ölge stellte keine Forderungen, wollte einfach nur wieder spielen. Neumann: „Das war wie ein Sechser im Lotto, wenn du einen Spieler mit dieser Qualität einfach so bekommen kannst.“ Auch Co-Trainer Thorolf Meyer spricht „von einem Glücksgriff“.

Als Rückschritt in seiner Karriere sieht Ölge den Gang in die Landesliga nicht. „Karriere hin, Karriere her. Wir müssen realistisch sein. Profis werden wir alle nicht mehr. Und die Arbeit hatte bei mir immer oberste Priorität. Schließlich muss man seinen Lebensunterhalt verdienen.“

Ölge ist daher einfach „nur froh, jetzt in Sulingen zu spielen. Der TuS ist ein aufstrebender Verein, das reizt mich, und ich werde alles daransetzen, damit ich helfen kann, die Ziele zu verwirklichen.“

Bis es so weit ist, wird Erdal Ölge, der seit zwei Wochen schmerzfrei trainiert, sicherlich noch etwas Zeit brauchen. „Und die erhält er“, sagt Manager Neumann, der seinen Neuzugang nicht unter Druck setzen will. „Wichtig ist, dass Erdal wieder Spaß am Fußball hat. Dann wird er auch wieder die Leistung abrufen können, für die er steht.“ Der Anfang ist gemacht. „Und es hat mir viel gegeben, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt Ölge.

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