Radsportlerin vom RSV Bruchhausen-Vilsen holt sich den Weltmeister-Titel im Cyclocross

Wall trägt jetzt Regenbogen-Trikot

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Manja Wall

Kreis-Diepholz - BR.-VILSEN/GOSSAU · Was für eine Performance! Manja Wall aus Bruchhausen-Vilsen erfüllte sich jetzt in der Schweiz ihren Traum: Sie wurde Cyclocross-Weltmeisterin der Masters Frauen (40 bis 49 Jahre). Beim Rennen deklassierte sie ihre Kontrahentinnen förmlich.

Auf dem matschigen Kurs im schweizerischen Gossau fasste sich Wall bereits Ende der ersten Runde ein Herz, griff die beiden vor ihr liegenden Konkurrentinnen aus Großbritannien und Kanada an. Mit einer unglaublichen Tempohärte vergrößerte die 40-Jährige häppchenweise ihren Vorsprung, der im Ziel auf 1:33 Minuten angewachsen war – eine Welt im Cyclocross, früher bekannt als Querfeldeinfahren. So locker wie die Zeiten vermuten lassen, war es aber nicht. „An sich war die Strecke nicht besonders herausfordernd. Aber dadurch, dass der Boden so durchnässt war, war es verdammt kraftraubend“, sagt Wall.

Trotz ihres bisher größten Erfolgs wollte sich zunächst keine große Freude bei Wall einstellen, vielmehr haderte sie mit einer Terminkollidierung. „Ich hätte gerne mehr starke Mädels auch aus Deutschland an der Startlinie gesehen. So fehlte schon etwas der Konkurrenzdruck.“ Da aber der Finallauf des Deutschland-Cups gleichzeitig mit der Weltmeisterschaft über die Bühne ging, entschied sich nur Wall zur Teilnahme in der Schweiz. Damit lag sie goldrichtig.

Es war kein Erfolg aus dem Nichts, schließlich hatte sie in der vergangenen Radcross-Saison mit reihenweise Podiumsplatzierungen und Siegen ihre Ambitionen bewiesen. Doch mit diesem internationalen Titel setzte sie nun einen Meilenstein ihrer Karriere. Eine Laufbahn, die noch lange nicht zu Ende sein soll.

Auf jeden Fall plant Wall, nun bei der WM 2015 in der Niederlande dabei zu sein, um ihre Titelverteidigung im Regenbogentrikot anzutreten: „Darauf freue ich mich besonders, weil Holland und Belgien große Radcross-Nationen sind.“

Dann können auch Walls Teamkollegen vom RSV Bruchhausen-Vilsen einen neuen Versuch starten, es ihr nachzumachen. Diesmal klappte es nämlich nicht so ganz. Ecki Pleuß mischte sich in der ersten Runde seines Rennens (Masters 45 - 49) unter die ersten Zehn. Doch dann begann sein persönliches Waterloo. Zwei Mal fiel die Kette vom Zahnrad, dann löste sich auch noch der Sattel. Das alles kostete wertvolle Zeit, und so trudelte Pleuß deprimiert auf dem 32. Platz ein. In die Riege der Enttäuschten reihte sich auch Elisabeth Röpke ein, die bei den Masters Frauen (30 bis 39 Jahre) auf Platz vier liegend nur um sechs Sekunden das Treppchen verpasste. · wie

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