Diepholz' Hofemeister und Seckenhausens Kiesewetter treffen doppelt

Ein Wahnsinns-Spiel: Nach 0:3 am Ende noch 4:4

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Philipp Eggers (r.) bereitete ein Tor bei Seckenhausens 4:4 gegen die SG Diepholz vor. ·

Kreis-Diepholz - SECKENHJAUSEN · Was für ein Wahnsinns-Bezirksliga-Spiel! Da liegt die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst nach 34 Minuten gegen die SG Diepholz mit 0:3 hinten und ist so gut wie erledigt, kämpft sich aber ins Spiel und erarbeitet sich eine 4:3-Führung, fängt sich aber in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. „Wer heute nicht hier war, hat was verpasst“, stellte TSG-Spielertrainer Torben Budelmann heraus. Die Aufholjagd seiner Mannschaft imponierte ihm, „aber am Ende haben wir zwei Punkte verloren“, klagte „Budel“.

In der Anfangsphase war Innenverteidiger Budelmann „richtig stolz“ auf sein Team, „dass wir endlich mal die erste Viertelstunde ohne Gegentor überstanden haben“. Doch dann passierte es: Yilli Gashi bekam nach einem Einwurf den Ball, drehte sich um 90 Grad und bediente Gerrit Hofemeister, der entgegen der Laufrichtung von TSG-Keeper Robin Ellerbrock einschob (26.). Drei Minuten später jubelte Hofemeister erneut, nachdem eine Ecke zunächst abgewehrt war, Bogdan Golgot wieder in den Strafraum flankte und der offensive Mittelfeldmann sein zweites Tor schoss.

Das 3:0 markierte Golgot selbst: Nach einem Seckenhauser Ballverlust im Mittelfeld schickte er zunächst Nico Files auf die Reise, dessen Schuss parierte Ellerbrock – doch den Abpraller verwertete Golgot per Seitfallzieher (34.).

„Danach musste ich ein bisschen lauter werden“, fasste Budelmann seine Kollektiv-Kritik zusammen. Und siehe da: Seckenhausen kam zurück. Nach Vorlage von Tim Hoffmann verkürzte Nico Kiesewetter auf 1:3 (36.). Budelmann selbst köpfte nach einem Freistoß von Philipp Eggers den Anschluss (40.) – der Schlusspunkt einer denkwürdigen ersten Halbzeit.

Nach dem Wechsel waren weiter die Platzherren am Drücker: Kiesewetter hatte richtig gewittert, ging nach einem Diepholzer Ballverlust in der Abwehr dazwischen und schob den Ball an SG-Keeper Jonas Menck vorbei – der Ausgleich nach 64 Minuten!

Als sich alle schon mit einem Unentschieden abgefunden hatten, nahm Jan Dahlheuser Maß: „Ich habe mich noch gefragt: Was macht der Junge da vorne?“, schilderte Budelmann über seinen 18-jährigen Kollegen in der Innenverteidigung. Doch Dahlheuser zog aus 30 Metern ab – und der Ball landete im Winkel. „So ein Tor schießt man auch nicht mehr so schnell“, schnalzte Budelmann mit der Zunge.

Doch zum Sieg reichte es nicht, weil sich in der zweiten Minute der Nachspielzeit Andrei Sabou bei einer Ecke auf Miro Bialucha stützte und so an die Unterkante der Latte zum Diep holzer 4:4 einköpfte. „Der Schiri stand eigentlich gar nicht weit weg – das ist ärgerlich“, grantelte Budelmann. · ck

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