Titel im Doppel / Hielscher: „Gold fast logisch“

Wahnsinn! Hippler ist Europameister

Der Sulinger Tobias Hippler hatte im Doppel seine Sternstunde und darf sich jetzt Europameister nennen. - Foto: Steinbrenner

Sulingen - Dieser Erfolg setzt sicherlich allen bisherigen die Krone auf: Bei der Tischtennis-EM der Jugend im kroatischen Zagreb schnappte sich der Ex-Heiligenroder Tobias Hippler an der Seite seines Celler Teamkollegen Nils Hohmeier Gold im Doppel und zeichnete so für das einzige deutsche Edelmetall verantwortlich.

Ein Triumph, mit dem selbst Hippler im Vorfeld nicht gerechnet hatte: „Wir wollten zwar eine Medaille holen, aber Gold ist natürlich der Wahnsinn. Schon Bronze wäre ja super gewesen.“ Doch ein dritter Platz stand für das eingespielte Duo, das kürzlich bereits bei der Deutschen Jugendmeisterschaft den Titel gewonnen hatte, eigentlich nie zur Debatte. Zu überlegen präsentierten sich die beiden Celler von Beginn an und gaben bis zum Finale lediglich einen einzigen Satz ab. Und auch im Endspiel demonstrierten Hippler/Hohmeier ihre Extraklasse. Souverän zeigten sie dem italienischen Gespann Daniele Pinto/Antonino Amato in vier Sätzen die Grenzen auf und krönten sich zum Europameister.

„Das ist echt riesig. Neben dem Einzeltitel bei der DM ist das der größte Erfolg meiner Karriere“, strahlte „Hippi“ – und heimste noch ein Zusatzlob des langjährigen Bremer Bundesliga-Akteurs Lars Hielscher, der das Duo bei der Euro als Honorartrainer betreute, ein: „Verdienter kann man nicht gewinnen. Tobi und Nils ergänzen sich im Doppel einfach ideal. Gold war fast logisch.“

Und es tröstete über das ansonsten schwache deutsche Abschneiden hinweg. Auch Hippler blieb mit der Mannschaft eindeutig hinter den Erwartungen zurück. Bis zum Viertelfinale lief für den 17-jährigen Sulinger noch alles nach Plan – doch dann der Schock: Mit 1:3 scheiterte Deutschland an Italien und musste so völlig unerwartet sogar um das Minimalziel der direkten WM-Qualifikation bangen. Ausgerechnet gegen Angstgegner Frankreich musste im Spiel um Platz fünf nun ein Sieg her, um nach Südafrika reisen zu dürfen. Aber einmal mehr biss sich das deutsche Team an den Franzosen die Zähne aus und unterlag mit 1:3. Für Hippler eine große Enttäuschung: „Jetzt müssen wir auf eine Wildcard hoffen. Schade, eigentlich hatten wir alle mit einem Sieg gegen Italien gerechnet. Gegen Frankreich kann man dagegen verlieren. Die sind bärenstark besetzt.“

Härter ging der Gymnasiast indes nach seinem Einzelausscheiden in der Runde der letzten 32 gegen den Russen Maxim Kiselev mit sich ins Gericht: „Da war mehr drin. Meistens habe ich leider in den wichtigen Momenten die falschen Entscheidungen getroffen und deshalb 2:4 vergeigt.“

Trotzdem war Zagreb für „Hippi“ natürlich eine Reise wert: „Immerhin darf ich mich jetzt Europameister nennen. Schon kein schlechtes Gefühl.“ 

drö

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