Auch Landwehr stark: Neun Goldstücke bei neun Starts / Corus siegt sieben Mal

Wahnsinn: Ina Hartmann holt 19 Medaillen im Wiehebad

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Berit Westenberger, Ina Hartmann, Pia Oestmann und Selene Ruppelt (v. li.) siegten über 4 x 50 Meter Freistil (2:10,56) und 4 x 50 Meter Brust (2:52,00) vor den Frauen der SG Hamburg-West und des Weyher SV. ·

Br.-Vilsen - Glück mit dem Wetter hatten die Ausrichter des 44. Wiehebad-Schwimmfests. Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und eine perfekte Organisation bildeten den Rahmen für viele gute Ergebnisse und durchweg zufriedene Gesichter. Etwa 240 Aktive aus 18 Vereinen sorgten mit mehr als 1 250 Starts für viel Konkurrenz und gut besetzte Felder. Sechs Mitglieder der Zwemvereniging Nova aus Musselkanaal bei Groningen verliehen der Veranstaltung zudem einen Hauch internationalen Flairs.

Mit mehr als 40 Aktiven war die Vertretung der SG Hamburg-West nicht nur allen anderen Vereinen zahlenmäßig überlegen, sie sammelte auch die meisten Punkte für die Vereinswertung. Mit 2 161 Zählern nahmen die Hamburger vor dem Grafen-Schwimmteam Hoya-Bruchhausen (1 726) und dem Weyher SV (1 204) die Spitzenposition ein. Auch als Staffelschwimmer waren die Hamburger am erfolgreichsten: Viermal schlugen sie vor den „Grafen“ auf Platz eins an. Gegen Pia Oestmann, Berit Westenberger, Selene Ruppelt, Fiona Buschmann und Ina Hartmann vom gastgebenden Schwimmteam hatten sie jedoch keine Chance: In wechselnder Besetzung siegten die Mädchen aus Hoya und Bruchhausen zunächst über vier mal 50 Meter Freistil sowie über vier mal 50 Meter Brust und Lagen.

Einzige Goldmedaillengewinnerin in der offenen Wertung aller Vereine, die in den Kreisen Diepholz und Nienburg beheimatet sind, war Ina Hartmann vom Grafen-Schwimmteam. Vor Vereinskollegin Fiona Buschmann beendete sie das Rennen über 200 Meter Lagen nach 2:54,36 Minuten. Damit war sie nicht nur Erste des Jahrgangs 1998, sondern über diese Strecke zugleich auch die schnellste aller Frauen überhaupt. Auch über 200 Meter Freistil (2:23,10) war die 15-Jährige die absolute Siegerin. Ihre Jahrgangssiege über 50 und 100 Meter Freistil entsprachen dem Silberrang der offenen Wertung. Weder über 50 noch über 100 Rücken ließ Hartmann sich von einer Gleichaltrigen schlagen. Für jeden dieser beiden Triumphe bekam sie die Bronzemedaille der offenen Wertung. Abgerundet wurde ihre Erfolgsbilanz durch die Jahrgangssiege über 50 und 100 Meter Schmetterling. Zählt man zu den Auszeichnungen, die Hartmann in den Einzelwettkämpfen gewann, noch diejenigen hinzu, die sie als Staffelschwimmerin bekommen hat, so ergibt das eine Medaillensammlung von insgesamt 19 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Ein grandioses Ergebnis für ein einziges Wochenende!

Dennis Landwehr (GST) gelang das Kunststück, mit jedem seiner neun Starts die Goldmedaille des Jahrgangs 1999 zu holen. In der offenen Wertung landete der 14-Jährige über 100 Meter Rücken auf dem Silberrang, über 50 Meter Rücken und 200 Meter Lagen auf Platz drei. Seine hochwertigsten Ergebnisse erzielte er als Freistilschwimmer: Hervorragende 27,31 Sekunden benötigte er für die 50-Meter-Distanz, über 100 und 200 Meter siegte der Sulinger in 1:01,00 und 2:13,64 Minuten.

Finn Corus schlug unter den 13-Jährigen siebenmal als Erster an. Fünfmal triumphierte er als Brust- und Freistilschwimmer, zwei weitere Goldstücke heimste Corus über 50 Meter Schmetterling und 100 Meter Rücken ein. Über 50 Meter Rücken musste er jedoch Maximilian Becker vom Weyher SC den Vortritt lassen, der auch über die 200-Meter-Strecke allen Konkurrenten des Jahrgangs 2000 davonschwamm.

Fünf der insgesamt 14 Goldmedaillen, die es für die Zwölfjährigen zu gewinnen gab, schnappte Selene Ruppelt ihren Konkurrentinnen weg. Besonders freute sie sich über ihren Sieg als Lagenschwimmerin: Im Rennen über die 200 Meter hängte sie alle Verfolgerinnen mit einer neuen Bestzeit von 3:05,38 Minuten ab. Je drei Siege zur Erfolgsbilanz des Grafen-Schwimmteams steuerten Emma Lohmann (2005), Berit Westenberger (2000), Fiona Buschmann (1999), Matthias Wille (2005) und Morten Siemering (2000) bei. · mme

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