Ein starker Westermann führt Landesklassen-Handballer zum Sieg über TuS Sulingen

HSG Wagenfeld/Wetschen im Endspiel platt – 21:33

Da schauten die Sulinger Julian Wilkens (l.) und Jonas Langnau nur hinterher: Wagenfelds Dennis Westermann (M.) traf. - Foto: Borchardt

Wagenfeld - Von Matthias Borchardt. Das ging an die Substanz: Die Landesklassen-Handballer der HSG Wagenfeld/Wetschen bezwangen zwar am Sonnabend in der ersten Runde des HVN/BHV-Pokals in einer Vierer-Gruppe den Landesligisten TuS Sulingen mit 25:24, waren aber im Endspiel platt und unterlagen dem Verbandsligisten SV Aue Liebenau mit 21:33.

HSG Wagenfeld/Wetschen - TuS Sulingen 25:24 (14:11): Kreisläufer Dimitri Hofmann sicherte den Gastgebern nach einem feinen Freiwurf-Trick mit seinem Tor neun Sekunden vor dem Abpfiff den Sieg. „In diesem Derby hat jeder von uns 100 Prozent gegeben. Am Ende haben wir das Spiel über den Kampf gewonnen“, urteilte Wagenfelds elffacher Torschütze Dennis Westermann. Der Rückraumakteur erhielt von Trainer Matthias Möller ein Lob: „Dennis hat ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Auch Marco Uffenbrink, der Sulingens Linkshänder Björn Meyer (2) fast das gesamte Spiel in Manndeckung nahm, überzeugte vor allem in der Defensive.

Die motivierten Wagenfelder erwischten den besseren Start, führten nach einem Treffer von Eike Heuer mit 8:3 (11.). Zwar verkürzte Jannik Knieling auf 10:12 (21.), doch Westermann sorgte mit seinen Toren dafür, dass es nicht eng wurde. Gleich nach der Pause erhöhte der Shooter auf 15:11 (26.). „Diesen Vier-Tore-Vorsprung haben wir zu leichtfertig hergegeben. Da sind Bodenpässe nicht angekommen. Außerdem haben wir in Überzahl Gegentore kassiert“, monierte „Matze“ Möller. Die Folge: Die Sulestädter glichen durch Jan Scharf (5/2) beim 17:17 (36.) zum dritten Mal aus.

Benjamin Demel und Jonas Langnau drehten den Spieß zum 19:18 (38.) um. Der Landesligist befand sich auch noch beim 23:22 (44.) durch Demel (5) auf der Siegerstraße, dann scheiterte Julian Wilkens mit einem Gegenstoß an Wagenfelds Torwart Daniel Nietfeld. Im Gegenzug egalisierte Uffenbrink zum 23:23 (46.). In den Schlusssekunden sorgte Hofmann mit seiner zweiten „Bude“ für ein Happy End. „Wir haben uns in den letzten zwölf Minuten noch einmal zusammengerissen und das Spiel gedreht. Letztendlich war es ein verdienter Sieg für uns“, meinte der 54-jährige Möller.

„In der ersten Viertelstunde hatten wir überhaupt keinen Zugriff in der Deckung. Die zweite Halbzeit haben wir ordentlich gespielt. Wagenfeld freut sich so wie wir vor einem Jahr, als wir weitergekommen sind“, sagte Sulingens Trainer Hartmut Engelke. Einen schlechten Tag erwischte TuS-Linksaußen Julian Wilkens, der leer ausging.

HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf - SV Aue Liebenau 17:22 (8:11): Bei den Vilsern fehlten gleich neun Akteure aus dem Kader. „Das ist schon so in Ordnung, denn die Liebenauer sind etwas besser gewesen“, urteilte Vilsens Neu-Trainer Gerd Anton. Die Landesklassen-Handballer führten in einer ausgeglichenen Anfangsphase mit 7:6 (18.), doch anschließend nutzte der Favorit Fehler eiskalt aus, zog mit den beiden Haupttoschützen Fynn Bargemann (5) und Jan Büscher (5) auf 10:7 (22.) davon. Nach dem Wechsel blieben die Vilser mit dem siebenfachen Torschützen Moris Bolte bis zum 15:16 (40.) auf Tuchfühlung, doch die Liebenauer legten in der Schlussphase konditionell noch zu und gewannen am Ende mit 22:17.

Finale - HSG Wagenfeld/Wetschen - SV Aue Liebenau 21:33 (10:15): Mit einem gut aufgelegten Dennis Westermann (10/2) verkauften sich die Gastgeber bis zum 9:8 (18.) teuer. Anschließend kassierte Marco Uffenbrink eine Zeitstrafe. Die Liebenauer schlugen aus der Überzahl Kapital, setzten sich mit dem Haupttoschützen Kai Bergmann (9) vorentscheidend auf 15:10 ab. „Danach war bei uns der Akku leer, ich habe viel gewechselt. Wir sind in der zweiten Halbzeit eingebrochen, haben viele Gegenstoß-Tore kassiert“, unterstrich HSG-Trainer Matthias Möller. Spätestens beim 12:22 (30.) war das einseitige Endspiel entschieden.

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