Kellerduell: Fenker als Joker auf der Bank

Wagenfeld vor Haren gewarnt

Hat im Hinspiel siebenmal für den TuS Wagenfeld getroffen: Linkshänder Marcel Husmann (beim Wurf). Der Leistungsträger ist morgen gegen den TuS Haren gefordert.

Kreis-Diepholz - WAGENFELD (mbo) · Richtungsweisendes Heimspiel für den TuS Wagenfeld: Die abstiegsgefährdeten Verbandsliga-Handballer erwarten am Sonnabend um 17.30 Uhr den um einen Punkt besser platzierten TuS Haren zum Kellerduell. „Wir brauchen einen Sieg und benötigen noch zehn Punkte bis zur Rettung“, weiß Hans-Dieter Siepmann, Betreuer beim TuS Wagenfeld, was die Stunde für den Tabellenzwölften geschlagen hat.

Die Gastgeber, die die Hinbegegnung mit 25:22 gewonnen hatten, dürfen sich nicht von diesem Erfolg blenden lassen, denn der TuS Haren ist im Aufwind. Das bekam jüngst auch Kreisrivale FTSV Jahn Brinkum zu spüren. Der letztjährige Vizemeister unterlag auswärts beim Aufsteiger mit 36:39. Vor allem Mittelmann Stefan Sträche (erzielte 16/4 Tore) und den Kreisläufer-Hünen Martin Giesen (elf Treffer) bekamen die Brinkumer nicht unter Kontrolle. „Unser Abwehrmittelblock mit Henning Hoffmann muss stehen“, hofft Hans-Dieter Siepmann.

Der 64-Jährige nimmt die Mannschaft in die Pflicht: „Die Spieler sollten Selbstbewusstsein dokumentieren. Auf etwaige Umstellungen des Gegners müssen wir eine Antwort haben.“ Er weiß, dass die Gäste in der Regel mit einer 6:0-Abwehr beginnen, dann aber auch auf 5:1 mit Stefan Sträche in der Spitze umstellen. Die Harener können noch in der zweiten Halbzeit Tempo gehen, sind konditionell voll auf der Höhe.

Die Wagenfelder gehen optimistisch an die Aufgabe heran, denn zuletzt in Schüttorf wussten sie beim 28:28 über weite Strecken des Spiels zu gefallen. „Da hatten wir nur wenig Ballverluste. Wir müssen konzentriert spielen und dürfen nicht voreilig den Abschluss suchen“, sagt Hans-Dieter Siepmann.

Personell kann der Oberliga-Absteiger vermutlich aus dem Vollen schöpfen. Marcel Husmann fehlte zwar krankheitsbedingt am Dienstag beim Training, aber am Sonnabend sollte der Leistungsträger dabei sein.

Rückraumakteur Henning Fenker absolviert derzeit in einem Kölner Krankenhaus seinen Zivildienst, kann deshalb nicht trainieren. Der 24-Jährige soll als Joker für einen Kurzeinsatz auf der Bank sitzen.

Die Wagenfelder müssen mit einer Manndeckung gegen Spielertrainer Szymon Piechowiak rechnen, denn der 32-jährige Pole hatte beim 25:22-Erfolg in Haren zehn „Buden“ markiert.

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