3:2-Erfolg in Wetschen nach 0:2-Rückstand / Döpke: „Wir waren doch schon mausetot“

Wagenfeld feiert Bezirksliga-Rettung

Kreis-Diepholz - Von Matthias BorchardtWETSCHEN · Was für eine Energieleistung! Die Bezirksliga-Kicker des TuS Wagenfeld lagen gestern bis zur 78. Minute beim TSV Wetschen mit 0:2 zurück, befanden sich mit eineinhalb Beinen in der Relegation, drehten das Spiel dann doch noch vor 100 Zuschauern in einen 3:2 (0:2)-Sieg um und feierten am Ende als Neuling den direkten Bezirksliga-Verbleib.

Jubelnd lagen sich Spieler, Verantwortliche und Trainer nach dem Abpfiff in den Armen. „Das ist unbeschreiblich, denn damit hat doch keiner mehr gerechnet. Wir waren doch schon mausetot“, freute sich Wagenfelds Kapitän Ali-Jakob Döpke über den späten Triumph. Ähnlich sah’s Coach Stefan Müller: „Eigentlich haben wir damit nicht mehr gerechnet. Hut ab vor dieser Energieleistung. Der Klassenverbleib ist ein Erfolg von allen.“

Wetschens Trainer Franz-Josef Ripke wirkte nach seiner letzten Partie ziemlich geknickt: „Das ist schon sehr ärgerlich, und das darf eigentlich nicht passieren. Wir waren am Ende nicht mehr konzentriert genug. Wagenfeld hat nie aufgesteckt und den letzten Willen gehabt.“

Die Wagenfelder hatten in diesem Südkreisduell die erste Chance: Nach einer Ecke von Dennis Barg köpfte Gerrit Hofemeister den Ball über die Latte (7.). Fast im Gegenzug spielte Pascal Kropp mit Dominic Becker Doppelpass, der bediente Torjäger Florian Scharnitzky, der das 1:0 (9.) erzielte. Die Wetscher wurden danach stärker, so scheiterten André Krause (Alleingang/14.) und Luca Macke (22.) zweimal an Wagenfelds Torhüter Torben Kolkhorst. Anschließend bemühten sich die Gäste verstärkt um den Ausgleich. Nach einem Fehlpass von Marcus Pfannenschmidt schoss Wagenfelds Goalgetter Cristian Nasui den Ball an den Pfosten (29.). Auch aus weiteren Möglichkeiten von Dennis Barg (daneben/35.) und Thorsten Dünnemann (Kopfball über die Latte/39.) schlug der Tabellenzwölfte kein Kapital. Das rächte sich: Nach weitem Becker-Einwurf verlängerte Wagenfelds Libero Thorsten Dünnemann die „Pille“ mit dem Kopf zu Scharnitzky, der mit seinem 25. Saisontor auf 2:0 (40.) erhöhte.

Nach dem Wechsel fanden Scharnitzky (53.) und Oliver Zboron (77.) zweimal in Kolkhorst ihren Meister. Der 37-Jährige hatte dann noch Glück, als Marwin Meyer mit einem Schuss nur den Pfosten traf (68.).

Wagenfeld kämpfte weiter. Nach einer Ecke von Baris Akalin verkürzte Danny Lange zum 1:2 (79.). Das Müller-Team setzte sofort nach. Hauke Wendt verfehlte mit einem Schuss nur knapp das Ziel (81.). Nur 120 Sekunden später tankte sich Alexander Finke an der rechten Seite durch, bediente Nasui, der das 2:2 (83.) besorgte. Die Wetscher waren in den Schlussminuten hinten total verunsichert, passten abermals nicht auf. Nach einer Akalin-Vorlage machte Finke mit dem 3:2 (85.) den Sack zu.

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