Startnummer 2: Wilken Brunner Dritter bei Landesmeisterschaft

Wilken Brunner

Wilken Brunner lehrt auch weitaus älteren Schachspielern das Fürchten.

Nüstedt - Von Philip Kaluza. Gerade einmal sechs Jahre war Wilken Brunner alt, als ihn sein Opa Walter in die Welt des Schachspiels einführte und schnell war der heute 17-Jährige fasziniert von den Figuren und ihren Zugregeln. Daran, dass sein Enkel nun dank seiner herausragenden Leistungen im Schachsport sogar zur Wahl zum Sportler des Jahres nominiert sein würde, hatte der mittlerweile verstorbene Großvater vermutlich nicht gedacht.

„Opa hat mir die Schach-Regeln erklärt und dann öfter mit mir gespielt. Mir hat es sofort gefallen“, erzählt Brunner, der kurz darauf seinen Spielpartner leider bereits verlor. „Nach Opas Tod bin ich dann allerdings ziemlich schnell zum Vereinsschach gekommen“, berichtet Brunner weiter. In Dünsen bei Harpstedt fungierte Ralf Wessel, der Cousin seines Vaters, als Schach-Trainer. „Von Ralf habe ich alles gelernt, was Strategie und Taktik betrifft und mich auch dank ihm immer weiterentwickelt“, sagt der 17-Jährige.

Diese eindrucksvolle Entwicklung ist insbesondere an Brunners Werdegang im Schachsport abzulesen. Bereits als Zehnjähriger spielte er mit dem SC Dünsen in der Kreisliga gegen erwachsene Schachspieler und in der Saison 2010/11 „ist dann der Knoten geplatzt“. Brunner gewann fortan das Gros seiner Spiele, auch gegen Kontrahenten, die in der DWZ-Rangliste, die die Spielstärke eines Schachspielers angibt, vor ihm standen. Gleichzeitig kletterte der Schüler des Gymnasiums Syke selbst in der Rangliste nach oben. Mittlerweile steht Brunner bei knapp 1 900 Punkten. Diese Punktzahl ist für einen Vereinsspieler bereits überdurchschnittlich gut.

Im Sommer entschied sich Brunner für einen Wechsel zum TSV Neubruchhausen: „Ich wollte weiter nach oben kommen. Außerdem kannte ich dort drei, vier Leute aus der Schulschach-AG.“ Mit den Neubruchhausenern kämpft Brunner derzeit in der Bezirksliga Oldenburg/Ostfriesland um den Klassenerhalt. Sein persönliches Ziel verliert der Youngster dabei nicht aus den Augen: „Ich möchte in der DWZ-Rangliste zunächst die 2 000 Punkte knacken und auf Sicht auch die 2 200.“ Damit könnte Brunner langfristig auch noch höher Schach spielen.

Im Jugendbereich U 18 erreichte Brunner im letzten Jahr sowohl bei der Bezirks- als auch bei der Landesmeisterschaft in Rotenburg an der Wümme den dritten Rang. Der ehrgeizige Sportler war mit diesem Ergebnis nur bedingt zufrieden: „Gegen den späteren Sieger habe ich äußerst unglücklich verloren. In diesem Jahr würde ich zum Abschluss im Jugendbereich gerne die Landesmeisterschaft holen.“ Das hätte seinem Opa bestimmt auch gefallen. Und Brunner weiter: „Es wird aber schwer. Denn es sind einige Spieler dabei, die auf dem Papier besser sind als ich.“ Damit jedoch kennt sich Brunner ja bestens aus.

Für den Erfolg überlässt Brunner nichts dem Zufall. Jede Partie wird mit einem Computer analysiert, um das eigene Spiel zu optimieren. „Die Faszination am Schach ist ja, dass du Spiele verlieren kannst, ohne einen Fehler zu machen. Mein Ansatz ist es daher, dem Gegner keine Chance zu lassen. Auch wenn er fehlerfrei spielt.“

Als Ausgleich zum Denk- und Strategiesport Schach hält sich Brunner auch körperlich fit. Er ist in der Jugendfeuerwehr aktiv und spielt regelmäßig Tischtennis und Fußball. Darüber hinaus arbeitet der Schüler gerade auf das Abitur hin und möchte danach „irgendwas mit Wirtschaft machen“.

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