Nur noch vier Zähler vor Abstiegsplatz – und jetzt ausgerechnet nach Hannover

Vorsprung schmilzt dahin: Rehdens Krise spitzt sich zu

Der Schein trügt, Viktor Pekrul hat seinen Blick immer so scharf fokussiert aufs Spiel gerichtet. Noch steht dem BSV Rehden nicht die Panik ins Gesicht geschrieben. Und Rechtsverteidiger Pekrul will bis morgen für das Spiel in Hannover wieder fit sein. ·
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Der Schein trügt, Viktor Pekrul hat seinen Blick immer so scharf fokussiert aufs Spiel gerichtet. Noch steht dem BSV Rehden nicht die Panik ins Gesicht geschrieben. Und Rechtsverteidiger Pekrul will bis morgen für das Spiel in Hannover wieder fit sein. ·

Kreis-Diepholz - Von Cord KrügerREHDEN · Predrag Uzelac ist in diesen Tagen Trainer und Therapeut in Personalunion. „Wir dürfen jetzt nicht zurückblicken, sondern müssen das Positive hervorheben und uns auf diese Stärken besinnen“, mahnt der Trainer des BSV Rehden. Nach den unglücklichen beiden Gegentoren zum 2:2, die sich sein Team am Dienstagabend gegen den SV Meppen eingefangen hatte, musste Uzelac tags darauf viel Mut zusprechen – und abends tatenlos zusehen, wie die Mitkonkurrenten im Regionalliga-Abstiegskampf punkteten. Nur noch vier Zähler trennen den Aufsteiger seitdem vor jener Zone, die den Gang in die Oberliga bedeutet. Klar, dass Torwart Christian Ceglarek eine steigende Nervosität im Kader bemerkt: „Neun Wochen hat die Konkurrenz für uns gespielt, jetzt war's umgekehrt.“

Nur eine ganz starke Leistung kann Rehden morgen den Weg aus der Krise ebnen, wenn die Schwarz-Weißen ab 14 Uhr bei Hannover 96 II antreten. „Grundsätzlich muss sich aber nicht alles ändern – denn gegen Meppen haben wir ja ganz ordentlich gespielt“, versucht Ceglarek zu beruhigen. „Aber wie zuvor braucht sich nur einer von uns einen Aussetzer zu leisten – und das wird gleich mit einem Tor be straft. Das ging mir vorher genauso“, sagt der Keeper, der deshalb am Dienstag erstmals in dieser Saison auf der Bank saß.

Diesen harten Platz wird der 29-Jährige wohl auch morgen einnehmen müssen, doch der akzeptiert die Entscheidung des Trainers ohne Murren (siehe Extra-Text). Somit bleibt ihm nur die Hoffnung, dass „wir auch mal einen fünfminütigen Aussetzer ausnutzen – die hatten unsere letzten Gegner auch, aber sie blieben meist folgenlos.“

Der BSV muss sich also selbst helfen – und Mittelfeldmann Marius Winkelmann ist da optimistisch: Er erkannte wie Teamkollege Ceglarek im Spiel gegen Meppen einen Aufwärtstrend: „Wir haben das bis zur 83. Minute besser gemacht als vorher gegen Flensburg.“ Vor allem er, was ihm selbst natürlich so nie über die Lippen kommen würde. Das übernimmt sein Chef. „Marius war ein Glücksfall für uns“, stellt Uzelac klar: „Der Junge hat auch gegen Meppen Vollgas gegeben“, urteilt er über den im Winter vom VfB Oldenburg gekommenen BWL-Studenten, seitdem neben Maarten Schops fester Bestandteil in der Doppel-Sechs: „Wir können froh sein, ihn verpflichtet zu haben.“

Winkelmanns Platz in der Startelf scheint also morgen gesichert – ebenso wie der von Alexander Neumann, am Dienstag Torschütze, Vorbereiter und eifrige Aushilfe im Mittelfeld. Davon könnte sich dessen Sturmkollege Paul Kosenkow eine Scheibe abschneiden, „und darüber haben wir jetzt auch gesprochen“, verrät Uzelac. Zwar war auch der Ex-Cloppenburger schnell unterwegs, aber nicht so effektiv. „Wir sind noch zu verkrampft“, weiß Uzelac.

Immerhin hat sich die Verhärtung im Oberschenkel von Rui Pereira gelöst, den der Coach gegen Meppen auswechseln musste. Der Brasilianer könnte morgen ebenso auflaufen wie Rechtsverteidiger Viktor Pekrul, der am selben Abend einen Tritt in die Achillesferse bekam und zur Pause in der Kabine bleiben musste. „Viktor hat am Mittwoch nicht trainiert, aber die Schwellung hat schon abgenommen“, verrät Uzelac. Sollte es dennoch nicht reichen, stünde Björn Lambach für diesen Part parat. Links neben ihm könnten sich wieder drei Innenverteidiger finden – eine Absicherung, die Rehden in diesem Jahr schon ein paar Zähler gerettet hatte und die der BSV-Trainer gegen die „wohl beste Mannschaft der Liga“ als nötig erachtet.

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