Zur Vorbereitung auf ein Spiel greift Patrick Langhorst gern zur „Klampfe“

Rockige Gitarren-Töne als Kick für den Adrenalinpegel

+
Patrick Langhorst (li.) hatte zuletzt mehrfach Grund zum Jubeln. Gegen Heiligenfelde traf er zwei Mal.

Sulingen - Von Arne Flügge. Wenn sich Patrick Langhorst auf ein Fußball-Spiel vorbereitet, dann wird es oftmals laut. Entweder lässt sich der Stürmer von Bezirksligist FC Sulingen daheim von lauter Musik bedröhnen oder er greift selbst zur Gitarre, rockt ’ne Runde ab, um sich so seinen Adrenalinpegel für die Partie zu holen. „Das tut gut und macht Spaß“, grinst der 29-Jährige. Vor allem aber: es funktioniert.

In der vergangenen Saison hat Langhorst 32 Tore für den Kreisligisten SV Lessen erzielt. Jetzt wechselte er – zum zweiten Mal – zum FC Sulingen. Und mit seinen Saisontreffern zwei und drei sowie einer Torvorlage war der Angreifer am Sonntag beim 5:1-Sieg über den SV Heiligenfelde einer der Garanten des Triumphes.

In der ersten Halbzeit war Langhorst noch nicht so zum Zuge gekommen. Er spielte hinter Svend Kafemann, der bis dato einzigen Spitze, im rechten offensiven Mittelfeld. „Ich wollte mehr Torgefahr“, sagt FC-Trainer Dirk Meyer, „deshalb habe ich dann Paddy nach der Pause als zweite Spitze nach vorn gezogen.“ Ein Schachzug, der aufging.

Ohnehin fühlt sich Langhorst in vorderster Front wohler als im Mittelfeld. „Doch er hat sich ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobt Meyer seinen Neuzugang, der sich auf Anhieb wieder in die Mannschaft integriert hat. „Wir sind froh, dass er da ist. Er hat sich mit seiner Trainingsarbeit und seiner Einstellung auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft“, sagt Meyer. Langhorst, so der FC-Coach, habe 100-prozentig die Qualität für die Bezirksliga. „Natürlich ist da noch Luft nach oben, und die Prozente wollen wir jetzt noch aus ihm herauskitzeln“, kündigt Meyer an. Menschlich würde Langhorst ohnehin zum FC Sulingen passen, „wie Arsch auf Eimer“, lacht der Sulinger Trainer, „er ist ein drolliger, lustiger Mensch, ein richtig guter Typ.“

Komplimente, die Langhorst, der bei Llyod-Shoes in Sulingen im Vertrieb arbeitet, gerne zurückgibt. „Es war einfach, mich schnell wieder reinzufinden. Alle haben es mir auch leicht gemacht. Es macht einfach Spaß, für den FC Sulingen zu spielen.“

Am liebsten würde der 29-Jährige das natürlich weiter im Sturm tun, zusammen mit Kafemann. „Wenn die Möglichkeit besteht, wäre das super. Wir kennen unsere Laufwege, ergänzen uns gut. Es macht Spaß, mit ihm da vorn zu spielen.“ Meyer weiß, dass sein Stürmer am liebsten ganz vorn mit Kafemann spielen würde, allerdings gebe es da auch manchmal taktische Zwänge, bei denen ein 4-4-2-System nicht angebracht sei. Und dann muss Langhorst eben wieder zurück auf die Außenposition rücken. „Kein Problem“ für den 29-Jährigen, es sei ja auch egal, wer die Tore macht. Findet auch Meyer: „Und wenn sie sich dann auch noch gegenseitig die Buden auflegen, ist mir das genauso lieb.“

Apropos lieb: Wenn nicht gerade ein Spiel ansteht, entlockt Patrick Langhorst seiner Gitarre auch gern schon mal sanftere Klänge. Ohnehin ist er nicht der Typ der lauten Töne. Der Angreifer, dessen großes Vorbild der ehemalige argentinische Nationalstürmer Gabriel Batistuta ist („Er ist schon eine Legende“), mag es privat auch mal ruhiger. Auf dem Platz ist das freilich ganz anders. Da möchte er an jedem Spieltag die Liga rocken. Natürlich nicht, ohne sich vorher zu pushen – mit seiner Gitarre.

Bilder der Relegation: Knapper Wolfsburg-Sieg über Braunschweig

Bilder der Relegation: Knapper Wolfsburg-Sieg über Braunschweig

Leaks nach Manchester-Anschlag: Trump verspricht Aufklärung

Leaks nach Manchester-Anschlag: Trump verspricht Aufklärung

„Hoya ist mobil“ 2017

„Hoya ist mobil“ 2017

Treckertreffen in Dreeke

Treckertreffen in Dreeke

Meistgelesene Artikel

Kantersieg für die Katz’: Melchiorshausen steigt ab!

Kantersieg für die Katz’: Melchiorshausen steigt ab!

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Maarten Schops muss seinen Spitzenreiter TuS Sulingen selten umbauen

Maarten Schops muss seinen Spitzenreiter TuS Sulingen selten umbauen

Der Unabsteigbare

Der Unabsteigbare

Kommentare