Nur zwei Neue

Stuhrs Coach Engelmann wäre mit Klassenerhalt zufrieden

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Wenig Neues: Stuhrs Trainer Sven Engelmann (re.) und Co-Trainer Mike Owsianowski (li.) nehmen Felician Sabjan als Kaderergänzung in die Mitte. Auf dem Bild feht der weitere Neuzugang Maurice Maurer.

Stuhr - Dass sich die Verantwortlichen der HSG Stuhr nicht bemüht hätten, neue Leute zum Handball-Landesligisten zu lotsen, kann man ihnen nun wahrlich nicht vorwerfen. „Christoph Schneider hat mindestens acht Leute angesprochen. Bei mir waren es fast 30“, sagt Trainer Sven Engelmann, der schon fast eine halbe Ewigkeit bei der HSG und dem Vorgängerverein FTSV Jahn Brinkum Verantwortung trägt und nun schon in sein 13. Jahr geht.

Doch es hagelte Absagen. Letztlich sagten nur Maurice Maurer und Felician Sabjan zu. Maurer (26) kam von der SG Arbergen-Mahndorf II und ist ein sehr kleiner Spieler, der auf dem linken Flügel seine Chance erhalten wird. „Maurice hat ein gutes Spielverständnis und erkennt auch die Lücken, in die er dann stoßen kann“, sagt Engelmann über seinen Linksaußen.

Aus der A-Jugend des TV Neerstedt schloss sich der 18-jährige Felician Sabjan dem Landesligisten an. Der Youngster wohnt in Brinkum, trainierte auch schon in der vergangenen Rückserie bei den Stuhrern mit und ist für den Kreis vorgesehen.

Aber keine Frage: Die Stuhrer haben an Qualität verloren. Marvin Rauer und Christian Schwarze zog es beide zur Oberliga-Reserve des ATSV Habenhausen. Und Oliver Link legt nun eine Pause ein. Dieses Trio brachte es in der vergangenen Spielzeit immerhin auf 156 Treffer. Vor allem Linkshänder Schwarze im rechten Rückraum und Mittelmann Link können so leicht nicht ersetzt werden.

Damit noch nicht genug: Die Routiniers Maik Bhola (38 Jahre alt) sowie Dennis Brüggemann, Meik Schäfer und Tim Kieselhorst (alle 35) stehen nicht mehr komplett zur Verfügung und können aus beruflichen und privaten Gründen nur noch sporadisch spielen bzw. trainieren.

„Das sind alles natürlich keine tollen Voraussetzungen“, zuckt Engelmann nur mit den Schultern. Zudem muss er auf seinen langjährigen Co-Trainer Andreas Stelljes verzichten, der sich zurückgezogen hat. Dessen Job wird Ex-Spieler Mike Owsianowski übernehmen. Als weiterer Co-Trainer steht auch weiterhin Brinkum-Stuhr-Urgestein Stefan Schröder zur Verfügung.

Als wären die Personaldinge nicht schon Grund genug zur Sorge, kam laut Engelmann auch noch eine „katastrophale Vorbereitung hinzu, in der ich kaum einmal die Abläufe einstudieren konnte“. Während der Konditionseinheiten Ende Juni bis zum 12. Juli ging es ja noch. „Aber die zweite Phase ab dem 29. Juli bis jetzt war nicht so toll“, sagt Engelmann. Nun war es nicht so, dass Engelmann schon hinschmeißen wollte, „aber ich habe den Jungs klar zu verstehen gegeben, dass sie den Sport hier bitte ernster nehmen sollen“. Bei den Testspielen gab es Licht und Schatten. Beim eigenen Turnier sprang unter sieben Teams der vierte Platz heraus. Zudem gab es gegen die HSG Gruppenbühren/Bookholzberg (Ex-Team von Engelmann) eine 30:37-Schlappe.

Aufgrund der schmerzhaften Abgänge ist Engelmann gezwungen, sein Spielsystem zu verändern: „Da wir gute Rückraumleute verloren haben, müssen wir versuchen, in die Nahwurfzone oder den Kreis zu kommen, um unsere Tore zu erzielen. Ich persönlich wäre froh, wenn wir den Klassenerhalt schaffen.“

In den vergangenen Jahren gab es in den Duellen mit dem TuS Sulingen zumindest zweimal pro Saison ein Kreis-Derby. Das ist Geschichte, denn die Sulinger wurden in die Landesliga Hannover gesteckt, was ihnen gar nicht behagt. „Schade. Gegen Sulingen haben wir immer gut ausgesehen, und deren Trainer Hartmut Engelke ist ein feiner Kerl“, wird Engelmann die Duelle mit dem Südkreis-Team vermissen. Deshalb machte er noch schnell mal ein Testspiel ab, was dann 27:27 ausging.

Eigentlich hätte es für die HSG schon vor zwei Wochen losgehen sollen, doch die Stuhrer meldeten nicht für den Pokal. „Das bringt nichts und kostet nur“, findet Engelmann. So geht es für sein Team nun erst am Sonntag um 16.00 Uhr mit dem Landesliga-Heimspiel gegen den TV Langen los, der in der Vorsaison Vorletzter in der Verbandsliga geworden war und absteigen musste.

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