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„Vom sechsten in den zweiten Gang“

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Von: Gerd Töbelmann

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Besonders am Anfang konnte Löwen-Rückraummann Stefan Beljic (rechts) gefallen.
Besonders am Anfang konnte Löwen-Rückraummann Stefan Beljic (rechts) gefallen. © töbelmann

Eigentlich ist das für den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Männer zu wenig: Die HSG Hunte-Aue Löwen kam beim Letzten TSG Hatten-Sandkrug nur zu einem 31:31 (14:16)-Remis.

Sandkrug – Zufrieden war Freddy Hohnstedt nun wirklich nicht. Der Keeper des Handball-Oberligisten HSG Hunte-Aue Löwen bot zwar gerade am Ende der Partie eine gute Leistung, sparte aber nach dem 31:31 (14:16) beim Letzten TSG Hatten-Sandkrug nicht mit Kritik an seiner Mannschaft: „Endlich haben wir den Start mal nicht verschlafen und führen komfortabel mit 7:2. Aber dann schalten wir aus unerfindlichen Gründen vom sechsten in den zweiten Gang und lassen Hatten wieder ins Spiel. Bis dahin hatten wir sie doch komplett im Griff. Aber wenigstens haben wir sie in der Tabelle weiter auf Distanz gehalten. Und schließlich gibt es ja noch das Rückspiel, wo wir dann den direkten Vergleich gewinnen können.“

Trainer Heiner Thiemann wusste nach dem Abpfiff nicht so recht, wie er mit dem Punkt nun umgehen sollte. Statt einer ausladenen Becker-Faust, weil das Tor zum Remis erst acht Sekunden vor dem Ende gefallen war, ließ sich der 70-Jährige nur zu einem eher verborgenen Thiemann-Fäustchen verleiten: „Klar hätte uns ein Sieg in unserer Situation weiter gebracht. Aber nach einem zwischenzeitlichen 20:25 muss man eben mit dem Punkt leben.“

Sieler des Spiels: Patryk Abram

Der Ex-Drittligaspieler der Löwen ist zwar nach überstandener Verletzung weit von seiner Normalform entfernt, warf aber acht Sekunden vor dem Ende das Remis heraus.

Wie schon erwähnt verpennten die Gäste den Start vor nur 80 Zuschauern nicht. Vor allem Topscorer Marko Pernar und der anfangs im Angriff resolut zu Werke gehende Stefan Beljic waren maßgeblich für ein 7:2 (12.) verantwortlich.

„Statt dann jedoch die Angriffe konzentriert auszuspielen, machen wir Wildwest und lassen Hatten wieder ins Spiel“, ärgerte sich Hohnstedt, der am Anfang und am Ende sehr gut hielt.

Die in der Tabelle eigentlich abgeschlagene TSG witterte Morgenluft und glich erst zum 9:9 (20.) aus, um dann gar mit einem 16:14 in die Kabine zu gehen.

Nach der Pause sah es lange Zeit nicht so aus, als sollten die Löwen etwas Zählbares aus Sandkrug mitnehmen können. Die Gäste wirkten teilweise konsterniert, was sich auch bei einer Zeitstrafe und doppelter Unterzahl wegen eines Wechselfehlers (42.) zeigte.

Stenogramm, Oberliga Männer

TSG Hatten-Sandkrug - HSG Hunte-Aue Löwen 31:31 (16:14) - Löwen: Hohnstedt, Biras - Beljic (6), Varela (1), Wilkens (3), Lengauer, Linné (4), Quader (1), Pernar (11/4), Born, Abram (1), Heemann (4). Siebenmeter: Hatten-S. 6/4, Löwen 4/4; Zeitstrafen: Hatten-S. 1, Löwen 5. Schiedsrichter: Carsten Bohmbach und Marco Meyerr hatten es gut im Griff, verteilten die Zeitstrafen aber etwas zu großzügig gegen die Löwen. Zuschauer: 80.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Stubbemann indes machte sich heiß, glaubte an ihre Chance und kam nach HSG-Ballverlusten und recht einfachen Durchbrüchen oftmals zu schnellen Toren. Konsequenz: Beim 20:25 (44.) oder 22:27 (49.) sah es gar nicht gut aus für die HSG.

Aber wie schon in den vergangenen Partien stimmte bei den „Thiemännern“ zumindest die Moral. Tor um Tor kamen die Löwen heran und glichen durch den elften Treffer von Pernar in der 57. Minute gar zum 29:29 aus. Hatten-Sandkrug legte danach immer wieder vor, doch Kevin Heemann und Patryk Abram glichen jeweils wieder aus. Abram behielt dabei von der Linksaußen-Position acht Sekunden vor dem Ende die Nerven und versenkte die Kugel zum 31:31-Endstand im langen Eck.

Aber damit geht das Zittern um den Klassenerhalt in der Oberliga weiter: „Wir müssen auf alle Fälle zwei Teams hinter uns lassen, um drin zu bleiben. Aber aufgrund der Konstellation in der Dritten Liga können es auch noch mehr Absteiger werden. Wir müssen das abwarten und weiter unsere Hausaufgaben machen“, sagte Trainer Thiemann.

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