Tamas lobt tolle Unterstützung

Tischtennis-Bundesligist Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda

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Sensation des Tages: Werders Hunor Szöcs setzte sich gegen den deutschen Nationalspieler Ruwen Filus durch.

Vilsen - Von Carsten Drösemeyer. Perfektes Jubiläum für die Tischtennis-Sparte des TV Bruchhausen-Vilsen: Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens lotsten die Vilser Verantwortlichen Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen in den Kurort und brachten den Hanseaten offenbar Glück.

Denn: Doch etwas überraschend triumphierten die Grün-Weißen vor rund 400 begeisterten Zuschauern mit 3:1 über den amtierenden Vizemeister TTC Fulda-Maberzell und liegen im Kampf um die Playoff-Plätze wieder aussichtsreich im Rennen.

Kein Wunder also, dass Werder-Trainer Cristian Tamas nach der Partie wie ein Honigkuchenpferd strahlte: „Heute hat alles gepasst. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und sind toll unterstützt worden. Riesenkompliment an Vilsen. Wir haben überragende Bedingungen vorgefunden.“

Kann man so sagen, da die Bremer von Beginn an vom Publikum regelrecht nach vorne gepeitscht wurden. Eine Atmosphäre, die Werder-Spitzenspieler Bastian Steger augenscheinlich sichtlich genoss und zur Höchstleistung antrieb. Praktisch fehlerfrei schoss der deutsche Nationalspieler Jonathan Groth mit 3:0 vom Tisch. „Das war nahezu perfekt“, strahlte Steger, nachdem er die wichtige Führung erspielt hatte.

Szöcs verblüffte mit taktischer Meisterleistung

Und die Werderaner legten nach: Eigentlich galt Bremens Youngster Hunor Szöcs gegen Fuldas Abwehrstrategen Ruwen Filus als krasser Außenseiter, verblüffte dann aber mit einer taktischen Meisterleistung. Fast hätte der junge Rumäne den derzeit besten Abwehrer der Welt sogar regelrecht demontiert, konnte jedoch nach einer 2:0-Satzführung im dritten Durchgang ein 7:5 und im vierten Satz gar ein 10:5 nicht ins Ziel retten. 

Vor allem die Autogramme von Werders Bastian Steger (Zweiter v.l.) waren gestern bei den Kids in Vilsen gefragt.

Doch Szöcs bewies enorme Nervenstärke. Nach Abwehr eines Satzballs verwandelte er seinen sechsten Matchball unter ohrenbetäubendem Jubel zur 2:0-Vorentscheidung. Und strich danach ein dickes Lob seines Trainers ein. „Hunor hat eine super Entwicklung genommen. Noch vor einem Jahr hatte er gegen Filus keine Chance und jetzt behält er die Ruhe. Chapeau“, jubelte Tamas.

Ganz im Ziel waren die Grün-Weißen indes noch nicht. Ein Punkt fehlte noch zum Happy End – und der fehlte auch nach der verdienten Niederlage von Werder-Neuzugang Omar Assar gegen Weltklasse-Abwehrer Wang Xi.

Bremens Nummer eins gewohnt kampfstark

Noch ärgerlicher aus Sicht der Grün-Weißen: Nach einer 9:5-Führung verlor Steger anschließend im Spitzeneinzel gegen Nationalmannschafts-Kollege Filus noch mit 9:11. Sollte das Match etwa doch kippen? Keineswegs. Gewohnt kampfstark biss sich Bremens Nummer eins in die Partie hinein, baute sein Spiel immer mehr auf einer bombensicheren Rückhand auf und setzte sich schließlich völlig verdient in vier Sätzen durch.

Der Sieg war perfekt, die Halle tobte und Steger strahlte: „Ab dem zweiten Satz hatte ich ein gutes Gefühl. Da hing es von mir ab. Es ist natürlich kein Nachteil gewesen, dass ich die Bälle von Ruwen aus dem Schlaf kenne.“ Und wie fand der Ur-Bayer die norddeutsche Atmosphäre? „Einfach nur super“, sprudelte es aus Steger hinaus: „Es hat hier riesig Spaß gemacht. Wir sind fantastisch unterstützt worden.“

Tischtennis: Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda-Maberzell

Fand auch Bremens Teammanager Sascha Greber und stellte Vilsens Spartenleiter Willi Werner sogar eine Wiederholung in Aussicht: „Wir kommen gerne wieder. Vilsen bekommt von mir eine eins mit Sternchen.“ Ein Lob, das Werner runter ging wie Öl: „Wir freuen uns natürlich, dass alles so super geklappt hat. Großer Dank an die vielen Helfer.“

Die Tabellensituation

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