Rehdens Trainer bricht ab / „Bisschen Angst gehabt“/ Sonntag nach Havelse

Vier Verletzte im Training – da wurde Uzelac mulmig

Auch Rehdens Viktor Pekrul (li.) verletzte sich, gab aber gestern Abend bereits Entwarnung. ·
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Auch Rehdens Viktor Pekrul (li.) verletzte sich, gab aber gestern Abend bereits Entwarnung. ·

Rehden - Von Arne Flügge. Es war eine Trainingseinheit am Mittwochabend, bei der „ich schon ein wenig Angst bekommen habe“, sagt Predrag Uzelac. Denn kurz vor Ende der Einheit ging es Schlag auf Schlag – im wahrsten Sinne des Wortes. Zunächst verletzte sich Stürmer Alexander Neumann, dann Offensivmann Markus Storey.

Damit aber nicht genug: Der Nächste war Rechtsverteidiger Viktor Pekrul, der nach einem Schlag aufs Sprunggelenk vom Platz humpelte – schlussendlich knickte auch noch Cristian Raudales um, der Knöchel schwoll sofort dick an. „So einen schwarzen Tag habe ich im Training noch nicht erlebt“, seufzte Uzelac – und brach das Training beim Fußball-Regionalligisten BSV Rehden sofort ab.

„Ich hatte Angst, dass noch mehr passiert, da habe ich die Einheit lieber beendet“, berichtete Uzelac, der sich vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (14.00 Uhr) beim TSV Havelse sicherlich eine ruhigere Trainingseinheit gewünscht hätte. Vor allem beim defensiven Mittelfeldspieler Raudales, der sich gerade von einer langwierigen Knieverletzung erholt hatte, „sieht es nicht gut aus“, klagte Uzelac: „Wir müssen jetzt abwarten. Bis Sonntag ist ja noch ein bisschen Zeit.“

Während Neumann und Storey sich nach ihren Zusammenstößen kurz behandeln ließen und noch am Abend grünes Licht gaben, geht auch Pekrul davon aus, am Sonntag in Havelse mit dabei zu sein. „Ich habe einen Schlag auf den Knöchel bekommen und mich untersuchen lassen. Es ist nichts kaputt“, berichtete der Abwehrspieler gestern: „Am Mittwoch hatte ich richtige Schmerzen, die sind zwar noch ein wenig da, aber ich denke, dass ich am Sonntag spielen kann.“

Was für den BSV Rehden immens wichtig wäre, denn Pekrul hat in der Viererabwehrkette in dieser Saison noch kein Spiel verpasst. Und beim TSV Havelse braucht BSV-Coach Uzelac ohnehin jeden Mann. „Havelse ist für mich ein absolutes Spitzenteam in der Liga“, erklärt der Coach, „von der Taktik, der Organisation und der Besetzung her haben sie eine unglaubliche Qualität. Auch wenn sie vielleicht nicht so einen Stürmer haben, wie ihn Hannover II in Kadah hat.“

Der hatte den Rehdenern beim jüngsten 1:2 gleich zwei Tore eingeschenkt und damit die Laune so richtig verdorben. „Es war sehr schade, dass wir das Spiel noch verloren haben, aber wir müssen jetzt nach vorn schauen“, sagte Uzelac. Und da wartet ein dicker Brocken. „Havelse hat erst acht Gegentore bekommen. Das bedeutet, dass wir nicht so viele Chancen erhalten werden. Und deswegen ist es umso wichtiger, dass wir die wenigen Möglichkeiten auch nutzen“, fordert Rehdens Trainer: „Ansonsten müssen wir wieder die Leidenschaft an den Tag legen, die wir gegen Hannover gezeigt haben.“

Womit Andre Breitenreiter auch rechnet. „Rehden spielt als Aufsteiger eine Top-Saison“, lobt der Ex-Profi und Havelse-Trainer den Gegner, „sie haben die letzten drei Auswärtsspiele gewonnen, ein unglaublich schnelles Umschaltspiel, und ihr Trainer ist ein absoluter Fachmann, gerade, was die Taktik anbelangt. Das wird eine harte Nuss.“ Auf der anderen Seite will der Tabellenfünfte weiter oben dranbleiben. „Wir spielen zu Hause, haben eine super Qualität. Wenn wir die auf den Platz bringen, sollten wir auch den erhofften Sieg holen“, gibt sich Breitenreiter optimistisch.

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