Nur vier Ringe fehlen Bassum 1848 zum Bundesliga-Aufstieg / Noch eine Chance

Blick nach vorn statt Frust

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Platz zwei in der Relegation kann für die Bassumer Zweitliga-Schützen Peter Benne, Martin Mohnke, Sebastian Wollenhaupt, Stefan Pabstmann und Denis Rother (von links) noch viel wert sein – wenn in der Bundesliga nachträglich noch ein Platz frei wird.

Bassum - Von Cord Krüger. Vier Ringe. Mickrige vier Ringe fehlten den Luftpistolen-Schützen des SV Bassum von 1848 gestern in der Relegation zum Aufstieg in die Bundesliga. „Das ist so eng, dass es das fast nicht gibt – jedenfalls nicht in den Pistolen-Disziplinen“, seufzte Denis Rother, Top-Schütze der 1848er. Beim Luftgewehr, mit dem sich Schüsse präziser ins Ziel bringen ließen, könne so etwas vorkommen. Doch auch mit der Pistole kann ein Vergleich derart knapp ausgehen – selbst nach Addition aller je vier Serien von fünf Schützen in insgesamt zwei Durchgängen. Am Ende standen im Showdown zwischen den drei Zweitliga-Vizemeistern für Bassum (Zweiter der Bundesliga Nord) 3713 Ringe zu Buche, für den SV Hegelsberg-Vellmar (2. Liga West) 3717.

Dritter wurde Ost-Vizemeister Frankfurt/oder (3612). Nur Minuten nach dem spannenden Fight in Hannover war Rother aber wieder gefasst – und hoffnungsvoll. „Es ist noch nichts verloren“, verdeutlichte er mit Blick auf die nach wie vor offene Zukunft der Sportgilde Bassum 98. Denn ob der Lokalrivale trotz seines Verbandsaustritts (wir berichteten) weiter erstklassig schießen darf, entscheide sich in knapp zwei Wochen. „Sollte die Gilde deshalb keine Startberechtigung mehr bekommen, ginge der dann freie Platz in der Bundesliga höchstwahrscheinlich an uns“, berichtete Rother.

Mit Blick auf die gestern gezeigte Konstanz müssten sich die 1848er nicht vor der Konkurrenz im Luftpistolen-Oberhaus verstecken. „Mehr als 1850 Ringe in beiden Durchgängen – das war eine Spitzenleistung von der gesamten Mannschaft“, unterstrich Rother. Dabei hob er auch die Art und Weise hervor, „wie jeder Einzelne mit dem einen oder anderen Tief umgegangen ist“. Stefan Pabstmann zum Beispiel hatte am Vormittag in der zweiten Serie des ersten Durchgangs am Morgen eine kurze Schwächephase, sich „dann aber wieder super gefunden“, lobte Rother. Auch Sebastian Mollenhaupt blieb in der ersten Runde unter dem Schnitt, legte im Nachmittags-Wettkampf jedoch 371 Ringe hin. „In diesem zweiten Durchgang bin ich jedoch eingebrochen – da muss ich noch an meiner mentalen Stärke arbeiten“, meinte Rother, der neben seiner Rolle als Aktiver gestern erneut die Aufgaben von Sportleiter Jens Voß (zur Kur) als Mannschaftsführer übernehmen musste. „Einerseits schießen, andererseits sich um die organisatorischen Dinge kümmern – das habe ich wohl nicht so aus dem Kopf bekommen“, kommentierte er seine 368 Ringe am Nachmittag.

Trotzdem reichte es immerhin noch zu Rang zwei vor den ursprünglich favorisierten Frankfurtern. Doch die mussten auf zwei Kaderschützinnen verzichten, die am Wochenende in München ihre Verpflichtungen während eines internationalen Wettkampfs hatten. Und dieser zweite Platz der Bassumer „kann am Ende noch Gold wert sein“, mutmaßt Rother. Wenn nämlich die Bundesliga-Schießleiter und Mannschaftsführer während ihrer Tagung in rund zwei Wochen gegen einen Verbleib der Sportgilde entscheiden, heißt es vielleicht: „Bassum rückt für Bassum auf“…

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