Maarten Schops hat Ideen für die Zeit nach dem Trainerjob beim TuS Sulingen

„Vielleicht mal einen Marathon . . .“

60. Sieg im Abschluss-Spiel? Sulingens Coach Maarten Schops hat Lust darauf. Foto: mr

Sulingen - Von Malte Rehnert. Es ist auf den Tag genau vier Jahre her. Am 31. Mai 2015 trug Maarten Schops zum letzten Mal das Trikot des Fußball-Landesligisten TuS Sulingen. Nach dem 3:0 gegen Ramlingen zum Saisonabschluss wechselte der Belgier an den Spielfeldrand und übernahm den Trainerjob von Walter Brinkmann. Am Samstag nach dem Heimspiel gegen den TSV Pattensen (16.00 Uhr) macht der 43-jährige Schops wieder Schluss und reicht die sportliche Verantwortung zurück an seinen Vorgänger Brinkmann. Vorher spricht der Noch-Coach über seine Trainerjahre beim TuS, seinen starken Punkteschnitt und die Zeit danach, auf die er sich aus unterschiedlichen Gründen sehr freut.

Die Vergangenheit

Anderthalb Jahre Spieler, dann vier Jahre Trainer: In dieser Zeit hat Schops in Sulingen „viele Highlights und ein paar Enttäuschungen“ erlebt: „Der Bezirkspokalsieg 2017 war sicher etwas ganz Besonderes, weil es meine erste Trophäe als Trainer war. Und dass wir damit das Double perfekt gemacht haben – überragend!“ Auch die Spiele in dem einen Oberliga-Jahr, etwa das 3:2 gegen Atlas Delmenhorst zum Auftakt mit dem ganz späten Siegtreffer, „bleiben natürlich hängen“, sagt Schops und fügt mit Blick auf seine Trainerzeit an: „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir das alles mit harter und ehrlicher Arbeit erreicht haben – und mit fairen Mittteln. In dieser Hinsicht waren wir immer weit vorne dabei.“

Brinkmann hatte vor vier Jahren im Interview mit dieser Zeitung prophezeit, dass Schops die Mannschaft „gut führen“ und „noch mehr aus den Spielern herauskitzeln“ wird. Ob das gelungen ist? „Das sollen andere beurteilen“, meint Schops und schmunzelt: „Ich kann sagen, dass wir die ganze Zeit über ein sehr gutes Miteinander in Mannschaft und Verein hatten. Wie es hier schon vorher gelebt wurde, so haben wir es weitergeführt. Das ist uns, glaube ich, ganz gut gelungen.“

Die Gegenwart

In seinem letzten Spiel gegen die immerhin zweitbeste Mannschaft der Rückrunde (Pattensen) kann Schops am Samstag mit dem TuS noch die eine oder andere positiven Marke setzen. Bisher haben die Sulinger in ihrem Sportpark in dieser Saison noch keine Heimpleite kassiert (fünf Siege, neun Unentschieden) – das gelang nicht mal in der Landesliga-Meistersaison 2016/17 (eine Niederlage). „Es lohnt sich, dafür noch mal Vollgas zu geben. Wir hätten dann auch den sechsten Platz sicher und können uns vielleicht noch etwas verbessern“, weiß der Coach. Zudem steht er vor seinem 60. Punktspielsieg im 120. Spiel als TuS-Trainer und urteilt: „Es wäre einfach geil, sich mit einem Erfolg zu verabschieden. Dann wird auch die Abschlussfeier danach viel schöner.“ Über seinen imposanten Punkteschnitt von 1,72 sagt der Belgier: „In der Oberliga-Rückrunde ist er durch die vielen Niederlagen sicher etwas schlechter geworden – insgesamt kann sich das aber sehen lassen.“

Ob Mehmet Koc (Außenbandriss im rechten Sprunggelenk), der ebenfalls geht, noch mal für Sulingen auflaufen kann, ist offen. Schops: „Wir warten das Abschlusstraining ab. Es wird aber ganz eng.“

Er selbst weiß noch nicht genau, was ihn rund um das letzte Spiel erwartet – und wie er, der eigentlich immer recht cool rüberkommt, dann reagiert: „Das hängt auch davon ab, wie der Tag verläuft und was vielleicht gesagt wird. Ich versuche es zu genießen. Für mich geht eine schöne und intensive Zeit zu Ende.“ Fest steht: Die Mannschaft darf sich schon mal auf das eine oder andere Freigetränk ihres Trainers freuen.

Die Zukunft

Die Sulinger Mannschaft sieht Schops trotz der vielen Zu- und Abgänge gut aufgestellt: „Irgendwann braucht es so einen Umbruch, damit frischer Wind und Elan reinkommt – und nicht alles einrostet.“ In der kommenden Saison müssten sich dann „neue Hierarchien bilden“, sagt Schops: „Die Qualität, um wieder eine gute Rolle in der Landesliga zu spielen, ist auf jeden Fall da.“

Für ihn folgt nach dem Saisonabschluss höchstwahrscheinlich eine Trainerpause. „Es ist alles wunderbar. Ich habe dann die Freiheit, die Wochenenden anders zu planen, auch mal spontan mit der Familie wegzufahren. Das kenne ich nicht. Solange ich denken kann, war immer Fußball, immer was los.“

Sein Pass liegt zwar noch in Sulingen, er plant aber vorerst nicht, wieder aktiv zu werden: „Die Alte Herren hat in den vergangenen Jahren öfter angefragt, aber bei mir hat es nicht so richtig gekribbelt.“

Stattdessen könnte ein anderes Hobby intensiviert werden. Mit seiner Frau Miriam geht Schops ohnehin regelmäßig laufen. „Vielleicht wird es irgendwann mal ein Marathon. Das ist ein großes Fernziel“, verrät er, „aber erst mal reicht mir auch schon die Hälfte.“

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