Korbball-Bundesliga

Viele Fragezeichen beim Bundesliga-Neustart

Wechsel auf der Kommandobrücke: Julia Hoffmann (li.) löst Sudweyhes jahrelange Trainerin Andrea Bothmer als Verantwortliche beim Korbball-Bundesligisten ab.
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Wechsel auf der Kommandobrücke: Julia Hoffmann (li.) löst Sudweyhes jahrelange Trainerin Andrea Bothmer als Verantwortliche beim Korbball-Bundesligisten ab.

Endlich! Nach langer Pause startet die Korbball-Bundesliga. Doch die gezwungene Auszeit hat Spuren hinterlassen. Einige Teams kämpfen mit fehlender Wettkampfpraxis und Motivationsproblemen.

Syke – Die Korbball-Bundesliga steht in den Startlöchern: Nach langer Abstinenz geht am Sonntag der erste Punktspieltag in Leeste über die Bühne. Für die Teams aus dem Kreis Diepholz wird es allerdings eine Saison mit vielen Unvorhersehbarkeiten, die Vorbereitung in der Corona-Zeit war beschwerlich und brachte auch einige personelle Umwälzungen mit sich.

Saisonziele sind nach so langer Pause und einigen Umbrüchen in den Teams kaum zu definieren.

Julia Hoffmann auf der Sudweyher Kommandobrücke

Die Mannschaft des TuS Sudweyhe hat sich personell sehr verändert: Gleich drei Spielerinnen sind aus der eigenen A-Jugend in das Team gerückt, und mit Sandra Nolte, Katharina Deters, Lilia Slanitz sowie Alina Hinners haben sich vier routinierte Spielerinnen verabschiedet. Zudem haben Andrea Bothmer und Julia Hoffmann ihre Rollen im Trainergespann getauscht. Als Hauptverantwortliche trainiert Julia Hoffmann nun das Bundesliga-Team. Bothmer bleibt aber wichtig, wie Hoffmann betont: „Ich freue mich von Andreas Erfahrung und ihrer ruhigen Art zu profitieren.“

Während des Lockdowns traf sich die Mannschaft regelmäßig zu Online-Workouts, in den vergangenen Wochen standen dann auch einige Trainingsspiele an. „Ich würde sagen, dass unsere Vorbereitung nicht so sehr unter Corona gelitten hat, dennoch ist es schwierig, ein Ziel auszugeben. Wir wollen die Saison nutzen, um uns als Mannschaft zu finden. Das größte Ziel ist es, gesund und mit Freude durch die Saison zu kommen“, erklärt Hoffmann.

Heiligenrodes Online-Schichten scheinen sich gelohnt zu haben

Beim TSV Heiligenrode ist auf der Seite der Spielerinnen alles unverändert – an der Seitenlinie steht dafür eine neue Trainerin. Monika Duncan übernahm im September 2020 den Job von Dagmar Schnelle. Duncan, die vorher beim SV Werder Bremen aktiv war, führte das Team mit wöchentlichem Online-Training durch den Lockdown. „Unsere Trainingspläne haben sich ausgezahlt, im Frühjahr war eine verbesserte Kondition deutlich zu merken“, sagt Duncan. Auch Heiligenrode startete ab dem Sommer wieder voll ins Mannschaftstraining und nutzte Trainingsspiele, um die nötige Spielpraxis zu sammeln. „Ich möchte als neue Trainerin gut mit dem Team in den Spielbetrieb hinein finden. Wir sind auf jeden Fall glücklich, dass es wieder los geht“, zeigt sich Duncan erleichtert.

Für die Korbballerinnen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst waren die vergangenen Monate eine ziemliche Achterbahnfahrt – vor allem in Sachen Motivation. Nach einer intensiven Vorbereitung 2020, die dann umsonst war, lag der Fokus in diesem Jahr zunächst einmal darauf, einen neuen Selbstantrieb zu finden. „Jede Spielerin hat diese Hochs und Tiefs durchlebt. Die Herausforderung, sowohl aus Couchpotatos als auch aus Workoutqueens wieder ein Team zu formen, war anfangs doch groß“, gibt Trainerin Camilla Hahn zu. Doch das Gefühl, in der Halle wieder den Ball in der Hand zu spüren, sorgte bei vielen Spielerinnen für einen Motivationsschub. Das Saisonziel der Seckenhauserinnen ist klar: oben mitspielen.

Gessel-Leerßen steht ohne Trainer da

Nach dem Klassenerhalt in der Saison 2019/2020 gab es beim FC Gessel-Leerßen einige personelle Veränderungen. „Unsere ‚Oldies‘ Nicole Glatzel, Bianca Barmbold und Carmen Ehlers haben uns verlassen und spielen nun in der zweiten Mannschaft“, erklärt Kim Schneider, die gemeinsam mit Pia Triebeneck aus der zweiten Mannschaft nun das Bundesligateam unterstützt. Als langjährige Trainerin hatte sich Anja Brüning aus persönlichen Gründen dazu entschieden, aufzuhören. Doch auch Nachfolger Patrick Damaschun sprang kurz vor dem Saisonstart ab. Aktuell ist die Mannschaft also trainerlos und startet nun mit gemischten Gefühlen in die neue Spielzeit. Nicht zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie. „Einerseits freuen wir uns, unserem Hobby auch in Wettkämpfen wieder nachgehen zu können, andererseits stellen sich uns auch viele Fragen: „Kann die Saison zu Ende gespielt werden? Was passiert bei einem Corona-Ausbruch an einem Spieltag?“, gibt Schneider zu Bedenken. Dennoch überwiege die Vorfreude und der Ehrgeiz, auch in diesem Jahr wieder den Klassenerhalt zu schaffen. Dafür gelte es, alte Mechanismen schnell wieder in Schwung zu bringen.

Noch dabei: Felicia Pereira von der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst spielt weiter in der Korbball-Bundesliga.

Die Bundesliga-Kader

TuS Sudweyhe: Luisa Schlemm, Emma Scibbe, Malin Wetjen, Bea Hauch, Nina von Weyhe, Carlotta Kehlenbeck, Merrit Eilers, Caro Witt, Jule Walz.

TSV Heiligenrode: Jördis Detken, Jessica Pawlowski, Janina Rickmann, Jana Pawlowski, Julia Martens, Nadja Burgdorf, Samantha Pörschke, Malin Kortkamp, Charline Sündermann, Emma-Lee Ehlers.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst: Tabea Ströhemann, Luise Budig, Anke Lisser, Sarah Kienker, Carolin Rieckers, Felicia Pereira, Pia Züdel, Jana Harms, Mareike Rieckers, Jana Meiche, Svenja Wegner.

FC Gessel-Leerßen: Hanne Brüning, Marieke Brüning, Pia Triebeneck, Lina Schriefer, Mailyn Rahm, Maylin Helms, Pauline Mundt, Kim Schneider.

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