Bassum 0:0 gegen Seckenhausen / Pankratz verschießt Elfer / Trainerfrage geklärt

Viel Feuer, aber keine Tore

Bassum - Von Arne FlüggeDa sag’ noch mal einer, Fußballspiele ohne Tore wären müde Langweiler. Den Gegenbeweis traten gestern die Bezirksligisten TSV Bassum und TSG Seckenhausen-Fahrenhorst an. Viel Tempo, bissig geführte Zweikämpfe, Torchancen hüben wie drüben, ein verschossener Elfmeter und eine Gelb-Rote Karte – von Langeweile konnte da nun wirklich keine Rede sein. Und das 0:0 war schlussendlich auch leistungsgerecht.

Bassums Trainer Stephan Stindt muss sich vor dem Anpfiff wie im Schlaraffenland vorgekommen sein. Im ersten Spiel nach Beilegung der vereinsinternen Querelen hatte der Coach gestern einen 17er-Kader zur Verfügung. Das gab’s schon seit Wochen nicht mehr. Und die Mannschaft legte los wie die Feuerwehr, stand defensiv kompakt, war lauffreudig und setzte auch spielerische Akzente. In der dritten Minute bereits fast das 1:0, doch Seckenhausens Keeper Jens Klusmeyer wehrte einen Flugkopfball von Christopher Butt mit dem Fuß ab. 20 Minuten später stand erneut Klusmeyer im Brennpunkt, als er gegen den freistehenden Roman Seidel klären musste.

Seckenhausen wirkte im Spiel eins nach dem Rücktritt von Trainer Wilco Freund in der ersten Halbzeit zu unsortiert und leistete sich zu viele Fehlpässe. „Wir waren nicht bissig genug und mussten erstmal die Ordnung finden“, sagte TSG-Interimscoach Arne Budelmann. Er wird ab heute wieder in die zweite Reihe zurückkehren, denn Bruder Torben Budelmann übernimmt die Mannschaft bis zum Saisonende als Spielertrainer, Arne wird Co-Trainer an der Seitenlinie. „So haben wir es abgesprochen“, meinte Arne Budelmann. Auf beide kommt noch eine Menge Arbeit zu, wie die erste Hälfte zeigte, denn die Verunsicherung war deutlich zu spüren. Auch die dritte Großchance in Durchgang eins hatte Bassum, aber Mathis Hoffmann setzte einen Kopfball knapp drüber (36.). „Wir waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, haben uns aber nicht mit dem Tor belohnt“, erklärte Bassums Trainer Stephan Stindt.

Seckenhausen kam wie verwandelt aus der Kabine, machte enorm Druck und erarbeitete sich nun auch eine Vielzahl an Chancen. Zunächst scheiterte Torben Budelmann aus elf Metern an TSV-Torwart David Schröder (50.), sechs Minuten später lenkte Schröder einen Kopfball von Marcel Dörgeloh an die Latte.

Helle Aufregung dann in der 69. Minute: Schiedsrichter Mattes Kohlmeier (TSV Lemke) pfiff Elfmeter, nachdem Schröder Seckenhausens Linksverteidiger Hussein Hussein von den Beinen geholt haben soll. Eine zumindest sehr knifflige Entscheidung. Doch Seckenhausen nutzte diese Chance nicht: Danny Pankratz schoss den Strafstoß neben das Tor.

Die Gäste zeigten aber Moral, steckten diesen Fehlschuss weg und belagerten weiter das Bassumer Tor. Das alte Lied jedoch: Die Chancen wurden nicht genutzt. Dörgeloh jagte den Ball per Dropkick aus elf Metern übers Tor (72.), ehe Dannemann die Kugel aus fünf Metern freistehend vorbeistocherte (78.). Demgegenüber stand nur noch eine Direktabnahme der Bassumer durch Jens Nubbemeyer (76.), der kurz vor Schluss noch wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah (90.). „Wir haben nach der Pause richtig Dampf gemacht und uns die Chancen herausgespielt. Leider fehlte uns manchmal ein wenig der Mut und auch noch das Quäntchen Glück“, resümierte Arne Budelmann: „Wenn wir unsere Dinger wegmachen, dann ist hier Ruhe. Aber leider ist uns das nicht gelungen.“ TSV-Coach Stindt sprach angesichts der zweiten Halbzeit, die eindeutig an Seckenhausen ging, dann auch von einem gerechten Remis. „Allein, wenn man den Elfmeter und die 1000-prozentigen Chancen sieht . . .“

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