Versenken oder versinken

Barnstorfs Handballerinnen gegen Sykes Wasserballer: „Duell der Giganten“ in Twistringen

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Mit Pool-Nudel, Flossen und Taucherbrille im Sand: Die Barnstorfer Handballerinnen stimmen sich auf das Duell gegen die Syker Wasserballer ein.

Syke/Barnstorf - Erst geht’s ins Wasser, dann in den Sand – und am Ende darf nur ein Team von sich behaupten, im „Duell der Giganten“ triumphiert zu haben. Im Twistringer Freibad treten am Sonntag – den Rahmen bildet der „Tag des Sports“ – die Landesliga-Handballerinnen der HSG Barnstorf/Diepholz und die Bezirksliga-Wasserballer des TuS Syke zu einem hoch interessanten Vergleich an. Zwei Sportarten, zwei Halbzeiten – und bestimmt jede Menge Tore und Spaß! Frei nach dem Motto: Den Gegner versenken – oder selbst versinken. Los geht es um kurz nach zwölf Uhr mittags mit 15 Minuten Wasserball, es folgen 20 Minuten auf dem Beach-Platz. Am Ende werden alle Tore addiert.

Begonnen hatte alles beim Gala-Abend der Sportlerwahl im Februar. Während der traditionsreichen Veranstaltung, präsentiert von den Kreissparkassen Syke und Grafschaft Diepholz, der Mediengruppe Kreiszeitung und dem Kreissportbund Diepholz, waren die drittplatzierten Wasserballer vorgeprescht. „Als wir das letzte Mal bei der Gala waren, vor etwa 20 Jahren, haben wir dort die Handball-Damen aus Seckenhausen herausgefordert“, sagt TuS-Trainer Jochen Zwarg. Darüber habe er mit Routinier Holger Eickhoff gesprochen – und „Holger hat dann wenig später auf der Bühne die Barnstorferinnen gefragt“. Die Zusage der „Mannschaft des Jahres“, in Absprache mit „Tag des Sport“-Mitorganisator Michael Gillner, folgte prompt. „Wir haben damals öfter gegen Seckenhausen gespielt und immer verloren, weil die zu schnell waren“ erinnert sich Zwarg, dessen Mannschaft vor ein paar Monaten in der Halle auch gegen die Handballerinnen der HSG Phoenix ein Trainingsspielchen klar verlor: „Aber es hat allen viel Spaß gemacht.“

So soll es diesmal wieder sein. „Ich bin gespannt, das wird bestimmt ganz witzig“, meint Sykes Hakon Straßheim. Glaubt Mario Mohrland auch. „Wir haben die Wasserballer ja kennengelernt, das ist ein angenehmes Völkchen“, findet der HSG-Trainer, dessen Team am Dienstag im Barnstorfer Freibad extra ein paar Minuten im Becken geübt hat. „Wir haben uns ganz gut über Wasser gehalten“, sagt Mohrland, der am Sonntag wegen der dünnen Personaldecke wohl auch selbst die Badehose mitbringen wird, mit einem Schmunzeln: „Und ich möchte gerne sehen, wie sich die Wasserballer im Beachfeld schlagen. Da sind wir auf jeden Fall leichtfüßiger. Darauf müssen wir setzen.“

Jubeln sie auch am Sonntag? Die Wasserballer des TuS Syke haben schon mal geübt, wie sie nach einem Sieg gegen die HSG-Damen abgehen könnten.

Straßheim weiß um die Nachteile, die sein Team in der zweiten Halbzeit des Kräftemessens haben könnte und sagt: „Wir können uns an Land nicht so gut fortbewegen. Dazu kommt die Mittagshitze – und dass wir vorher noch unser Turnier spielen. Das wird doppelt und dreifach schwer. Wir müssen uns im Wasser einen riesigen Vorsprung erarbeiten.“ Wird klappen, prophezeit Zwarg und stichelt: „Ich bin nicht so vermessen und sage, dass die Handballerinnen in unserer Sportart kein Tor machen – aber viele werden es nicht sein. Die Damen werden im Wasser Schwierigkeiten haben.“

Zwarg, Straßheim und Co. sind körperlich haushoch überlegen und haben auch deutlich mehr Wucht im Abschluss – die Barnstorfer Torfrau ist, zumal im fremden Element, nicht zu beneiden. „Wir müssen noch mal gucken, wer es macht“, erzählt Mohrland, der vorab scherzhaft vom „Duell der Giganten“ gesprochen hatte, und fügt lächelnd an: „Vielleicht setzen wir auch auf den Bambi-Effekt und stellen die Bestaussehendeste rein. Kann ja sein, dass die Wasserballer dann nicht so hart werfen. Wir müssen Bonuspunkte sammeln, wo wir können.“

Sollte seine Mannnschaft am Ende dennoch den Kürzeren ziehen, spendiert die Diepholzer Sparkasse den Siegern laut Mohrland 50 Liter Bier. Und auch die Wasserballer haben natürlich einen Wetteinsatz. Zwarg verspricht: „Wenn wir verlieren, laden wir die Mädels zum Grillen ein – mit allem Drum und Dran.“

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