Alcheikh stürmt nach halbjährigem Gastspiel beim TSV Eystrup wieder für SG Hoya

Der verlorene Sohn kehrt zurück

Nach einem halben Jahr wieder in Orange-Blau: Offensivmann Payman Alcheikh (l.) von der SG Hoya (l.). Der 21-Jährige stürmte ein halbes Jahr beim Kreisliga-Vizemeister TSV Eystrup. - Foto: Rehnert

Hoya - Von Carsten Drösemeyer. Keine Frage, die einstige Fahrstuhlmannschaft der SG Hoya hat sich in der Bezirksliga mittlerweile bestens etabliert: Zweimal nacheinander schafften die Grafenstädter relativ problemlos den Klassenverbleib, so dass ein „Hattrick“ keine allzu große Überraschung darstellen würde.

Trotzdem hält Co-Trainer Florian Steinbach bewusst erst einmal den Ball flach: „Wir sind letzte Saison am Ende zwar auf Platz acht gelandet, aber das hätte auch anders laufen können. Anfang der Rückrunde steckten wir noch ziemlich tief unten drin. Bei der Ausgeglichenheit der Klasse muss man sich den Klassenerhalt immer wieder hart erarbeiten.“

Sicherlich richtig, doch in Angstschweiß braucht Hoya eher nicht auszubrechen. Schließlich stehen den Abgängen von Till Kroschinski (zum SV Duddenhausen) sowie Andreas Hormann (zum TuS Schwachhausen) auch zwei absolute Verstärkungen gegenüber. Im 21-jährigen Stürmer Payman Alcheikh kehrt der „verlorene Sohn“ vom Kreisliga-Vizemeister TSV Eystrup wieder in den Schoß der SGH-Familie zurück, und auch der aus dem Reserveteam aufgerückte Innenverteidiger Cihan Gören gilt als durchaus talentiert. Zugänge, die Spielertrainer Wojtek Pilarski und Co. gut zu Gesicht stehen dürften.

Sollte nicht gerade eine Verletzungs-Epidemie über die Grafenstädter hereinbrechen, müsste Hoya problemlos im gesicherten Mittelfeld einlaufen können. Mit Stützen wie Keeper Hauke Schröder, Abwehrchef Pilarski, Mittelfeld-Stratege Daniel Nadolski, dem treffsicheren Lars Mrowczynski oder Mario Hollunder, der auf der Außenbahn für Gefahr sorgt, verfügt die SGH nämlich über eine äußerst stabile Achse.

Steinbach sieht es ähnlich, bewahrt sich aber dennoch eine gewisse Restskepsis: „Wojtek hat sich zum wiederholten Male die Schulter ausgekugelt und steht vorerst nur als Coach zur Verfügung. Das ist schon eine gewisse Schwächung für uns. Wenn sich jetzt noch wie im Vorjahr weitere Leistungsträger verletzen, dann könnte es eng werden. Gerade Daniel ist als Kapitän nur ganz schwer zu ersetzen. Als er letzte Saison länger ausfiel, sind wir ziemlich in die Bredouille geraten.“ 

Doch warum sollte der „Capitano“ erneut pausieren müssen? Seine Verletzung ist längst auskuriert, so dass bei Hoya viel für eine tiefenentspannte Spielzeit spricht. Zumal die SGH mit dem Pfund der Eingespieltheit wuchern kann, da seit Jahren kaum ein Leistungsträger die Grafenstadt verließ. „Das ist unser großes Plus“, bestätigt Steinbach und baut darüber hinaus auf eine altbekannte Stärke: „Auf eigenem Platz sind wir eigentlich traditionell eine Macht. Leider hatten wir letzte Saison zu Beginn einen regelrechten Heimfluch. Erst als wir den besiegt hatten, lief es wieder bei uns.“

Fazit: Wenn Hoya vom Verletzungspech verschont bleibt und an die Heimstärke der Rückrunde anknüpft, dann wird es locker zum Klassenerhalt reichen. Es winkt der „Hattrick“.

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