SG Diepholz mit drastisch gedrosseltem Durchschnittsalter auf dem Platz und der Trainerbank

Verjüngt in allen Belangen

Teils blutjunge Neuzugänge begrüßten Diepholz‘ neuer Trainer Jörg Behrens, Co-Trainer David Schiavone (stehend von rechts) und Betreuer Ulrich Petzold (stehend links) zum Aufgalopp (vorn von links): Yannick Scheffler, Christian Hardemann, Florian Rethorn und Yuriy Gavrlyuk sowie (stehend von links): Athanasios Milios, Dennis Korte und Marco Reichert. ·
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Teils blutjunge Neuzugänge begrüßten Diepholz‘ neuer Trainer Jörg Behrens, Co-Trainer David Schiavone (stehend von rechts) und Betreuer Ulrich Petzold (stehend links) zum Aufgalopp (vorn von links): Yannick Scheffler, Christian Hardemann, Florian Rethorn und Yuriy Gavrlyuk sowie (stehend von links): Athanasios Milios, Dennis Korte und Marco Reichert. ·

Diepholz - Von Cord KrügerWieder eine neue Saison für die SG Diepholz, wieder ein neuer Trainer, wieder eine Reihe abgewanderter Spieler, wieder viele Baustellen. Kein leichter Start für Jörg Behrens, der nach Andreas Schultalbers und Marco Hegerfeld nun als dritter Coach in nur drei Jahren bei den Kreisstädtern das sportliche Sagen hat. Zudem übernimmt er als jüngster seiner Zunft in der Bezirksliga den Landesliga-Absteiger. Der 31-jährige Physiotherapeut, zurzeit neben seinem Beruf noch mit dem Hausbau eingespannt, strahlt trotzdem bis über beide Ohren: „In meinem Alter solch eine Chance zu bekommen – da konnte ich nicht nein sagen.“

Also sagte „Jockel“ ja zu seiner Beförderung vom Trainer der Zweiten, die er drei Jahre lang in der Kreisliga A leitete – und hielt damit im Gegensatz zu einigen Stammkräften der SG die Treue.

„Sicher hatten wir mit Tomasz Tomasik weiter geplant – als einer der Eckpfeiler unserer neuen Mannschaft“, gibt Behrens zu. Doch Teamchef Erik Lange zeigt fast Verständnis für den erst im vergangenen Sommer aus Polen an die Hunte gelotsten Allrounder: „Das Angebot des BSV Rehden II war besser für ihn.“

Zu einem weiteren Bezirksliga-Konkurrenten wechselte Marius Oprea – nämlich zum TuS Wagenfeld. Sein rumänischer Landsmann Romulus-Ovidiu Muresan-Kis schloss sich dem Diepholzer Nachbarclub TuS St. Hülfe-Heede an und will es mit seinen 38 Jahren nun noch einmal als Mittelfeld-Antreiber in der Kreisliga wissen. Diese Wechsel gingen in Ordnung, wie Lange unterstreicht: „Wagenfelds Trainer Stefan Müller hatte sich vorher bei uns erkundigt, ob er mit bestimmten Spielern von uns Kontakt aufnehmen darf.“ Dazu zählte neben Oprea auch Muharem Sünün, der nun ebenfalls im TuS-Kader steht, weil die SG nicht mehr mit ihm plante. „Und ,Muri' haben wir ohne Auflagen ziehen lassen. Er hat viel für unseren Verein geleistet“, fasst Lange die elf Jahre von Muresan-Kis – davon das letzte als Co-Trainer und Standby-Spieler der Ersten – zusammen. Dem Ausstieg Stefan Almasans, der nach einem Knöchelbruch seine Karriere beendet hat, sowie den Abschieden von den Polen Mateusz Rzucidlo und Rafal Pluta (beide mit unbekanntem Ziel), stehen teils blutjunge Neuzugänge gegenüber: Stürmer Yuriy Gavrlyuk (19) kam bereits im Winter von der Bezirksliga-A-Jugend der JSG Brockum zum Diepholzer Nachwuchs, nun folgte ihm der 19-jährige Yannick Scheffler (Linksverteidiger/linkes Mittelfeld) nach. Aus der Zweiten wagen die Mittelfeldleute Dennis Korte (20), Marco Reichert (21) und Athanasios Milios (22) den Sprung ins Bezirksliga-Team. Der 19-jährige Ex-A-Jugendliche Christian Hardemann (Mittelfeld) aus dem U19-Kader des Juniorenfördervereins (JFV) RWD (Rehden-Wetschen-Diepholz) sowie der gleichaltrige Rechtsfuß Florian Rethorn (Mittelfeld/Abwehr) aus Blau-Weiß Lohnes Talentschmiede komplettieren die Liste der Neuzugänge. „Eine junge Truppe – so, wie wir es nach dem Abstieg geplant hatten“, sagt Behrens.

Bleibt zu hoffen, dass die Nachwuchsleute in ihrem ersten Herren-Jahr dem Druck der Bezirksliga Stand halten. Doch Behrens lächelt gelassen – und setzt auch auf die besonderen Bedingungen der nun neun Kreis-Derbys pro Halbserie, darunter die Nachbarschaftsduelle gegen Wetschen, Rehden II und Wagenfeld: „Alle werden von Grund auf geil darauf sein, solche Spiele zu gewinnen“, vertraut er den „Jungs“. Zudem erinnert er an die verbliebenen Kicker des letztjährigen Landesligisten: „Sie sollen die Mannschaft stützen.“ Allen voran Innenverteidiger David Schiavone (33), bisher Kapitän, nun spielender Co-Trainer. Hinzu kommen Winter-Neuzugang Wojciech Krauze (29) und Offensivmann Bogdan Golgot (28), die wie Johann Kschuev, Henning Johanning, Andrej Sabou, Adrian Mangu und Ricardo Carvalho da Costa ihre Zusage für eine weitere Saison in blau-gelb gaben. Auch „Nico und Niko“, die Positiv-Überraschungen der vergangenen Serie, bleiben ihrem Heimatverein treu. Sie bewiesen wie der ebenfalls weiter parat stehende Torwart Etienne Dase in seinen drei Einsätzen, dass ein Übergang von der A-Jugend in den Herren-Bezirk funktionieren kann.

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