Dann hätte sich Titelverteidigung fast erledigt / Abendroth besonders motiviert

Verfolger-Gipfel: Verlieren ist für Brinkum verboten

Ontje Abendroth (Bild links) hofft, dass er nach überwundener Verletzung morgen gegen seinen Ex-Verein auflaufen kann.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannBRINKUM · Könnte sich das Unterfangen Titelverteidigung in der Fußball-Bremen-Liga für den Brinkumer SV schon nach dem neunten Spieltag erledigt haben? Die Zahlen sprächen dafür: Sollte Brinkum morgen ab 15 Uhr sein Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Bremer SV verlieren und gleichzeitig Spitzenreiter OSC Bremerhaven gewinnen, betrüge der Rückstand auf Platz eins schon satte elf Punkte.

„Ganz klar – wir stehen unter Druck“, weiß unter anderem auch Ontje Abendroth. Der 25-jährige Student für Sport und Sonderschullehramt wechselte im Sommer nach Brinkum, spielte davor aber fünf Jahre lang für den morgigen Gegner. Abendroth weiß zwar auch, „dass wir in dieser Saison noch nicht richtig überzeugt haben“, wirft deshalb die Flinte aber längst noch nicht ins Korn: „Wenn wir alles geben, gewinnen wir auch. Ich denke, dass wir die bessere Mannschaft haben und jeder mittlerweile verstanden hat, was die Stunde geschlagen hat. In dieser Woche war die Aggressivität im Training auch wieder zu spüren.“

Aber die Fakten sprechen nicht unbedingt für Brinkum: Die Bremer haben zwei Punkte mehr auf dem Konto, haben elf Tore mehr erzielt (30:19), sind in der Abwehr im Vergleich zum Vorjahr stabiler geworden, haben das Ristedter Vorbereitungsturnier gegen Brinkum gewonnen und sich auch im Lotto-Pokal gegen das Gelsdorf-Team durchgesetzt. Klaus Gelsdorf jedoch gibt die Favoritenrolle nicht freiwillig an den Gegner ab: „So einfach mache ich mir das nicht. Wir reden zwar momentan nicht vom Titel, weil unsere Personallage so schlecht war, aber wir werden es schaffen, eine gute Mannschaft auf den Platz zu bringen. Aber ich gebe den Leuten Recht, die sagen, dass es mit der Meisterschaft schwer wird, sollten wir am Samstag verlieren.“

Kollege Andreas Laesch, der am Saisonende eine Pause als Trainer einlegen wird, sieht das ähnlich: „Der Verlierer wird es schwer haben. Auch wenn ich glaube, dass OSC auch noch seine Krise nehmen wird. Aber wir sind gerüstet und fahren mit breiter Brust nach Brinkum, auch wenn der Gegner für mich immer noch die Nummer eins ist.“

Ontje Abendroth jedenfalls sind die Einschätzungen wurscht. Nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel wäre der Blondschopf schon froh, überhaupt wieder in der Startelf zu stehen: „Das Training am Dienstag lief schon sehr gut. Ich hoffe, dass mich der Trainer aufstellt, denn ein Spiel gegen die ehemaligen Team-Kollegen ist immer eine besondere Sache.“

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