Brinkum und Vegesack verlieren im Titelkampf leicht an Boden / Heijengas Pech

Verfolger bleiben nach der Nullnummer Verfolger

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Hinten einmal mehr eine Bank: Brinkums Innenverteidiger Tom Witte. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannAus taktischer Sicht war es ein tolles Spiel, aber das Salz in der Suppe fehlte dem Spitzenspiel der Fußball-Bremen-Liga zwischen dem Brinkumer SV und der SG Aumund-Vegesack. Beide Teams spielten lange Zeit mit geschlossenem Visier, so dass am Ende ein gerechtes 0:0 dabei heraus kam.

Und doch sah Brinkums Trainer Frank Thinius am Ende zwei Sieger: „Die in der Tabelle führenden Bremer SV und FC Sparta Bremerhaven werden sich ins Fäustchen lachen, dass es heute in diesem Verfolger-Duell keinen Sieger gegeben hat.“

Das lag auf Seiten der Nordbremer auch an Keeper Tim Meyer, der erst in der Sommerpause aus Brinkum zur SAV gewechselt war. Mit diversen Glanzparaden hielt er seinen Kasten sauber und war hinterher natürlich happy: „Ich hoffe, dass ich jetzt mal eine längere Zeit im Tor bleiben kann. Dabei hätte ich fast nicht spielen können, weil ich mich noch am Donnerstag am Knöchel verletzt hatte. Aber mit Voltaren-Salbe ist es heute doch gegangen.“ Ob Meyer demnächst aber die feste Nummer eins sein wird, ist längst nicht sicher. „Ich habe in dieser Saison auf dem Posten rotieren lassen und werde das auch weiter tun“, erklärte Vegesacks Trainer Kristian Arambasic. Meyer jedoch verbesserte gestern seine Karten auf einen Verbleib im Tor.

Bereits im Vorfeld der Partie hatten beide Trainer Respekt vor dem Gegner geäußert. Und so entwickelte sich auch das Match. In der Defensive war alles okay, aber der richtige Mut, den Vorwärtsgang einzulegen, fehlte leider vor 100 Zuschauern viel zu oft. „Irgendwie haben beide Mannschaften mit angezogener Handbremse gespielt“, urteilte Thinius.

So blieben Torraumszenen lange Zeit Mangelware. Mal parierte Meyer einen Schuss von Dennis Offermann (39.), davor war Brinkums Torwart Niklas Frank bei einer Chance von Matthias Märtens zur Stelle (11.).

Auch nach der Pause änderte sich an der Grundausrichtung beider für den Bremer Hallencup (29. Dezember) qualifizierten Teams nur wenig. In der 55. Minute war wieder Offermann zur Stelle, doch erneut war Meyer zur Stelle. 120 Sekunden später schien sich das Pendel in Richtung der Bremer zu neigen, denn Brinkums Steffen Röpke sah die Ampelkarte, was er gar nicht komisch fand: „Mein Gegenspieler ist doch vorher weggerutscht. Das war eine Fehlentscheidung.“

Egal, in Überzahl hätte die SAV eigentlich mehr Druck machen müssen. „Aber Brinkum hat in dieser Zeit wirklich gut verteidigt“, erklärte Arambasic. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn Kollege Thinius fügte hinzu: „Wir haben uns keineswegs nur hinten reingestellt, sondern auch in Unterzahl nach vorn gespielt.“

Der Lohn hätte sich fast eingestellt. In der 80. Minute hatte der eingewechselte Dennis Krefta freie Bahn, doch Meyer hielt seinen Kasten sauber. In der Nachspielzeit war aber auch der Ex-Brinkumer machtlos, hatte aber das Glück, dass ein Knaller von Jürgen Heijenga an die Unterkante der Latte klatschte.

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