Verbandsligist Brinkum setzt Trainervorgaben nicht um – chancenlos beim 18:39 gegen Haren

Engelmann spricht von Lernresistenz

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Bei Harens Block um Frank Geers (Nummer 73) und Martin Giesen (re.) gab es kaum ein Durchkommen – auch nicht für Brinkums Robert Gums (l.) in dieser Szene.

Kreis-Diepholz - Von Daniel Wiechert. BrinkumKreis-Diepholz - Von Daniel Wiechert. Stefan Sträche hatte sich seine Sportbrille schon abgenommen, saß in der 55. Minute bereits auf der Bank und flachste entspannt mit seinem Teamkollegen Martin Giesen. Der TuS Haren konnte es sich leisten, in der Endphase des Verbandsliga-Duells beim FTSV Jahn Brinkum seine Leistungsträger zu schonen. Die Gastgeber waren chancenlos, ergaben sich bei der 18:39 (8:17)-Niederlage ihrem Schicksal. „Ich kann mir diesen Auftritt nicht erklären“, ärgerte sich Brinkums Trainer Sven Engelmann: „Ich habe ihnen immer wieder eingebläut, dass wir über die Außen und die Halbpositionen angreifen müssen. Und trotzdem haben sie es immer wieder durch die Mitte versucht – obwohl da mit Giesen ein Zwei-Meter-Mann steht. Daher würde ich sagen, dass einige wohl lernresistent sind.“

Bei den Brinkumern hatte in der Anfangsphase überhaupt nichts funktioniert. Vorne nahmen sie sich unvorbereitete Würfe, in der Abwehr konzentrierten sie sich zu sehr auf Harens Kreisläufer Giesen, so dass sich immer wieder Räume für Sven Mrotzeck und Sträche ergaben. So führten die Gäste bereits nach vier Minuten mit 5:0. Wenige Sekunden später erzielte Dennis Brüggemann das erste Brinkumer Tor. Auftrieb gab das nicht. Das Engelmann-Team leistete sich in der Offensive leichte Abspielfehler, verursachte in der Defensive einige Siebenmeter – 1:10 (11.).

Engelmann wollte hinterher nichts davon hören, dass sein Team die Anfangsphase verschlafen habe. Er ging noch weiter: „Ich würde sagen, wir haben es mutwillig verballert.“ Über 5:15 (22.) ging es schließlich mit 8:17 in die Kabinen.

Mit Wiederanpfiff wurde es nicht wirklich besser für die Hausherren. Zwar konnten sie teilweise den Rückstand auf acht Treffer verkürzen (35./10:18/42./14:22), doch an eine Wende glaubte niemand in der Halle. Zu Recht. Mit einem Zwischenspurt stellte Haren in Überzahl von 24:14 (43.) auf 30:14 (47.), Brinkums Patrick Albers hatte zuvor die Rote Karte wegen seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe kassiert. Als Sträche zum 33:16 traf, hatte er genug, nahm entspannt auf der Bank Platz.

Dort saß nach der Partie auch Engelmann lange. Er brauchte Zeit zum Nachdenken. „Ich bin froh, dass wir jetzt erstmal Pause haben“, sagte der 49-Jährige: „Meine Spieler wirkten heute ausgepumpt. Die geistige Frische war überhaupt nicht vorhanden.“

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