Vater Sven trainiert Calvin und Bastian

Die Helms‘: Familienbande auf Sudweyhes Fußballplatz

Sven, Calvin (links) und Bastian (rechts) Helms
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Unter  seinen  Fittichen: Erstmals in seiner Trainerlaufbahn coacht Sven Helms seine beiden Söhne Calvin (links) und Bastian (rechts) gemeinsam. Einen Bonus gibt’s aber für keinen von beiden.

Mit dem Wechsel von Uphusen nach Sudweyhe hat Bastian Helms die Familienzusammenführung perfekt gemacht: Er spielt jetzt mit Bruder Calvin für Trainer und Vater Sven. Eine Kombination, auf die sich die Helms‘ freuen. „Bisher machte jede Trainingseinheit Bock“, betont Bastian Helms.

Sudweyhe – Wenn der Vater mit den Söhnen... Nein, im folgenden Text soll es nicht um ein Remake des unvergessenen Heinz-Rühmann-Klassikers gehen. Die Fußball-Familie Helms steht vielmehr im Vordergrund. Oder besser gesagt der Fakt, dass Sven Helms als Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Sudweyhe erstmals beide Söhne unter seinen Fittichen hat.

Der 24-jährige Calvin Helms hört beim TuS bereits drei Jahre (und zuvor schon eine Saison in Schwarme) auf die Kommandos seines Vaters – und ab der neuen Spielzeit ist mit dem Wechsel des 26-jährigen Bastian (kommt aus Uphusen) die Familien-Zusammenführung im Hause Helms endgültig perfekt.

Sven Helms: „Vielleicht habe ich mal Beißhemmung, die Jungs auszuwechseln“

Bahnt sich da für den Coach eventuell ein Interessenkonflikt an? „Patriarch“ Helms geht nicht davon aus: „Ganz neutral bin ich natürlich nie. Vielleicht werde ich sogar mal Beißhemmung haben, die Jungs auszuwechseln, aber den Part muss dann mein Trainerpartner Benjamin Jacobeit übernehmen.“ Spricht es und lächelt. Wohlwissend, dass der 53-Jährige in der Vergangenheit von seinen Söhnen stets etwas mehr verlangte als vom Rest der Mannschaft.

So ist es zumindest Filius Bastian in Erinnerung geblieben, der praktisch die gesamte Jugendzeit (F- bis A-Jugend) von seinem Vater trainiert wurde. „Also geschont hat mich Dad nie“, blickt Sudweyhes neuer Mittelfeld-Stratege zurück: „Ich hatte keineswegs einen Freifahrtschein und musste mir jeden Einsatz hart erarbeiten.“ Calvin kann sich hingegen nicht an einen zu fordernden Papa als Coach erinnern: „Ich bin ja damals extra wegen meines Vaters für ein Jahr nach Schwarme gewechselt. Damals klappte es super und in Sudweyhe ebenfalls. Dad ist total locker und vermittelt uns super seinen Spaß am Fußball.“ Eine Meinung, die Calvin Helms keineswegs exklusiv hat, wie sein Bruder Bastian bestätigt: „Dad ist im positiven Sinn ein richtiger Menschenfänger. Bisher machte jede Trainingseinheit bei ihm richtig Bock. Seine Leidenschaft für Fußball ist authentisch. Das merkt jeder.“

Fürs Zuschauen müssen keine „Weltreisen“ mehr unternommen werden

Was natürlich auch auf seine Sprösslinge abfärbte. Beide lieben es, auf dem Platz zu stehen – besonders, weil sie endlich erneut in einem Team kicken dürfen. „Die eine Saison mit Basti zusammen in Brinkum war schon geil. Ich finde es genial, dass es nun endlich wieder klappt“, strahlt Calvin Helms voller Vorfreude: „Von meinem Bruder kann ich noch einiges lernen. Beim Fußball ist sein Wort für mich absolut Gesetz.“ Ein Kompliment, das der Erstgeborene Bastian postwendend erwidert: „Calvin und Dad waren für mich die Hauptgründe, um Uphusen zu verlassen und es in Sudweyhe zu versuchen. Das wird cool.“ Glaubt Sven Helms ebenfalls: „Natürlich verstärken wir uns mit Bastian sportlich enorm. Aber für mich ist das auch eine sehr emotionale Sache, endlich mal beide Söhne gleichzeitig zu trainieren.“

Schöner Nebeneffekt: Auch die Ehefrau des 53-Jährigen kann sich nun beim Zuschauen auf einen Spielort konzentrieren, wie Helms senior schmunzelnd anmerkt: „Sonst mussten meine Frau und ich oft Weltreisen zurücklegen, um die Spiele der Jungs unter einen Hut zu bekommen. Das wird jetzt viel einfacher.“ Und falls beim „Familienclan Helms“ mal sportliche Dissonanzen auftreten sollten? „Dann kommen wir nach dem Spiel schon alle schnell wieder runter. Wir wohnen ja zum Glück nicht mehr alle unter einem Dach“, lacht Sven Helms: „Ich sehe die ganze Sache nur positiv und freue mich schon auf die Zusammenarbeit.“

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