Zwei Bezirkstitel genügen der Turnerin nicht

Varenkamp will „noch höher gehen“

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Pose am Balken: Turn-Bezirksmeisterin Judith Varenkamp von der SG Diepholz hat ihr Talent zuletzt oft bewiesen.

Diepholz - Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Ob standsicher am Balken, technisch sauber am Barren oder explosiv am Sprung und Boden – wer sich im Turnen beweisen will, der muss lange trainieren und jung starten.

Auch Diepholz‘ Judith Varenkamp wagte ihre ersten Gehversuche im Turngeschäft bereits im zarten Alter von sieben Jahren. Aber erst dieses Jahr startete die 14-Jährige richtig durch: Sowohl in der Einzelentscheidung als auch mit ihrer Mannschaft erreichte die Diepholzer Turnerin dieses Jahr den Bezirkstitel und darf sich damit gleich über einen Doppeltriumph freuen.

„Judith hat sich wirklich hochgeturnt“, so Trainerin Veronika Buschmann, die ihren Schützling seit 2005 betreut. „Sie hat früher immer bei den Älteren mitgeturnt, ist nun im Laufe der Jahre zuversichtlicher und stärker geworden“, beschreibt das Oberhaupt der Diepholzer Turnszene den Werdegang der Gymnasiastin. Zweimal wöchentlich arbeiten die beiden für drei Stunden zusammen – die Mühen zeigten dieses Jahr ihren Lohn: Bereits im März kletterte Judith bei den Kreistitelkämpfen aufs Treppchen – der dritte Rang. Einen Monat später machte sie dann ihren Traum in Holle-Grasdorf wahr und sicherte sich den Titel bei den Bezirksmeisterschaften. „Ich darf glücklicherweise auch im kommenden Jahr noch einmal in dieser Altersklasse starten“, erklärt die Achtklässlerin, die sich am schwierigen Zitterbalken zu Hause fühlt, aber auch am Boden mit toller Gymnastik beeindruckt.

Den Doppeltriumph machte Judith dann im Herbst perfekt: Die als sehr beliebt und umgänglich beschriebene Turnerin komplettierte ihre Erfolgsserie durch den Sieg mit ihrer Mannschaft im Bezirksligaentscheid in Hannover-Döhren.

Trotz der jungen Karriere musste die junge Sportlerin schon Rückschläge einstecken. Vor einigen Jahren stürzte sie an ihrem schwächsten Gerät, dem Barren, schwer und zog sich eine Ellenbogenluxation zu. „Glücklicherweise ist alles glimpflich verlaufen und Judith ist nun am Barren sehr stark“, zeigt Buschmann die Stärke ihrer Turnerin auf.

Ehrgeizige Ziele für 2013 hat die in Damme geborene Judith auch: Bei „Jugend trainiert für Olympia“ schwebt ihr ein Platz unter den ersten Drei. Außerdem möchte sie in ihrer Klasse mit Bonifikation starten, um sich auch auf Landesebene präsentieren zu dürfen. „Ich möchte noch höher gehen“, fasst es die Schülerin knapp zusammen und übt daher an ihrem Paradegerät Balken fleißig an Menicelli und Rondat.

Denn das größte Hobby der Sportlerin ist – natürlich – Turnen. · sfr

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