Brasilianer schwänzt das Training / Rehdens Coach: „Er spielt bei mir keine Rolle mehr“

Uzelac schmeißt Costa raus

Begnadeter Fußballer mit beschränkter Teamfähigkeit: Willian Costa hat den Bogen überspannt. ·
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Begnadeter Fußballer mit beschränkter Teamfähigkeit: Willian Costa hat den Bogen überspannt. ·

Kreis-Diepholz - Von Arne FlüggeREHDEN · Predrag Uzelac hat sich lange genug die divenhaften Eskapaden seines begnadeten Spielmachers Willian Costa angeschaut – jetzt ist beim Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden der Geduldsfaden gerissen. Weil Costa am Mittwoch unentschuldigt nicht zum Training erschienen war, warf Uzelac den 22-Jährigen kurzerhand raus. „Er spielt bei mir keine Rolle mehr“, grollte der Coach gestern.

In einem Telefonat mit Costas Berater ließ Uzelac dem Spieler seine Entscheidung ausrichten. „Ich habe ihm gesagt, dass Costa nicht mehr zu kommen braucht“, berichtete der Rehdener Trainer.

Die Probleme mit dem Brasilianer, der erst im Sommer von Botafogo PB gekommen war, ziehen sich schon durch die gesamte Saison. Uzelac vermisst bei allem Talent des Spielers dessen Teamfähigkeit. „Er ist einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt, immer gleich beleidigt wie ein kleines Kind.“ Zuletzt hat Costa dem Trainer vorgeworfen, etwas gegen ihn zu haben, weil er im Training ein angebliches Foul am Brasilianer nicht geahndet habe. „Lächerlich“, entgegnet Uzelac, „anstatt weiterzuspielen, bleibt er dann einfach stehen und will mit dem Kopf durch die Wand. Er denkt nicht an die Mannschaft, immer nur an sich. Seine Gedanken sind nicht beim BSV Rehden – und das bringt uns nicht weiter.“

Dass Costa von Heimweh geplagt ist und zuletzt mit zwei Verletzungen zu kämpfen hatte, kann Uzelac verstehen, „und ich habe ihm immer wieder die Hand gereicht, mit ihm gesprochen und ihn aufgemuntert. Doch er hat einfach seinen eigenen Kopf. Er scheint es nicht zu kapieren.“

Und derartige Störfeuer könne sich der BSV Rehden im Kampf um den Klassenerhalt nicht erlauben. „Wenn ich alles zulassen würde, hätten wir erst zwölf statt der 21 Punkte“, mutmaßt Uzelac, „es geht nicht um Costa, sondern um den BSV Rehden.“

Durch sein eigenwilliges Verhalten hatte der Brasilianer auch in der Mannschaft zuletzt viel Kredit verspielt, obwohl er von seinen Fähigkeiten her dem Regionalligisten absolut zu Gesicht steht. „Costa ist ein begnadeter Fußballer. Es ist sehr, sehr schade, dass es jetzt so gekommen ist. Vor allem, weil wir derzeit durch Sperren und Verletzte einen personellen Engpass haben“, meinte Uzelac, der allerdings Fehltritte wie Schwänzen des Trainings nicht durchgehen lassen kann – begnadeter Fußballer hin oder her.

Zuletzt hatte Costa häufiger in der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga gespielt, was der Brasilianer wohl auch als Degradierung und Demütigung empfand. Gegen Neumünster durfte er dann wieder 15 Minuten in der Regionalliga-Mannschaft ran. „Und ich habe ihm auch gesagt, dass er gut gespielt hat und jetzt so weitermachen muss“, erklärte Uzelac. Scheinbar hatte Costa da schon auf Durchzug gestellt und spätestens nach dem Vorfall im Training die Entscheidung getroffen, die Flucht anzutreten. Nach Osei Yaw Kwarteng und Matheus Leoni ist Costa der dritte Rehdener Regionalliga-Spieler, der allein in dieser Halbserie mit Anpassungsproblemen die Segel streicht.

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