Startnummer 25: Anna Luisa Upterworth

Anna Luisa Upterworth

Legt ihre Gegnerinnen beim Training und bei Wettkämpfen gern aufs Kreuz: Judoka Anna Luisa Upterworth (r.) vom TuS Sulingen.

Sulingen - Von Philip Kaluza. Als Anna Luisa Upterworth im Alter von zehn Jahren von einer Klassenkameradin mit zum Judo-Training genommen wurde, löste das ein kleines Familien-Fieber aus. Denn eine Woche später nahm Anna Luisa, vom Judo-Virus infiziert, ihre beiden Geschwister Lina und Paul mit – und schon waren alle drei von dem Kampfsport gepackt.

Das bedeutete natürlich erstmal ein bisschen geschwisterlichen Konkurrenzkampf, doch den erstickte die ehrgeizige Anna Luisa früh im Keim. „Ich habe sie schnell ausgeschaltet“, erinnert sich die heute 17-Jährige mit einem Lachen. Dem Judo sind sie bis heute dennoch alle treu geblieben.

2016 schaffte Anna Luisa Upterworth vom TuS Sulingen ihr bisher erfolgreichstes Jahr. In der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm erreichte sie zunächst einen fünften Platz bei den U 18-Landesmeisterschaften und qualifizierte sich damit für die norddeutschen Meisterschaften. Dort schaffte sie sogar einen tollen dritten Platz, was gleichzeitig die Teilnahmeberechtigung für die deutschen Meisterschaften bedeutete. Da ging sie Ende Februar in Herne an den Start.

„Das war das Highlight, da war ich vorher noch nicht. Es war sehr, sehr aufregend und eine andere Atmosphäre als bei Landesmeisterschaften. Ich war es zum Beispiel nicht gewohnt, die Nationalhymne vor den Kämpfen zu hören“, erzählt Upterworth. Allerdings verlor sie dann ihre beiden Kämpfe: „Das war ein bisschen enttäuschend, ich hätte gerne einen Kampf gewonnen.“ Dennoch überwog letztlich die Freude über das Erreichte und die gemachte Erfahrung.

Auch abseits der Sporthallen liegt ein ereignisreiches Jahr hinter Anna Luisa Upterworth. Die Borstelerin ist nämlich nicht nur auf den Matten eine Überfliegerin. Schon 2015 machte sie mit 16 Jahren am Gymnasium Sulingen ihr Abitur, da sie in der Grundschule zwei Klassen übersprang. Danach begann sie ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr an einem Institut der Uni Hannover an der Fakultät für Maschinenbau. Das beendete sie im vergangenen Sommer, ehe sie nach Halle an der Saale zog und seitdem dort Chemie studiert. „Da bin ich bisher sehr zufrieden“, berichtet Upterworth, die, wenn neben Studieren und Judo noch Zeit bleibt, gerne Cello spielt und liest.

Dem TuS Sulingen bleibt sie auch fernab der Heimat treu, zu den Wettkämpfen fährt sie mit dem Zug zurück in den Norden. Trainieren tut sie allerdings in Halle – zweimal in der Woche beim Hochschulsport und einmal in der Woche bei einem lokalen Verein.

Schließlich hat Upterworth im neuen Jahr die nächsten Ziele vor Augen. Zunächst stehen die Landesmeisterschaften in der neuen Altersklasse U 21 an. Da hofft sie auf die nächste Qualifikation zu den norddeutschen Meisterschaften. Außerdem wird sie die Gewichtsklasse auf bis zu 70 Kilogramm wechseln und möchte den Dan – also den Schwarzen Gürtel – machen. Und als letztes Highlight steht ihr Wechsel in den Frauen-Bereich auf dem Plan, wo sie ab dem Frühjahr für den JSC Hannover Süd in der Landesliga kämpft: „Da freue ich mich schon sehr drauf. Mal sehen, ob ich ein paar Punkte machen kann.“

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