23:28 – Barnstorf hakt die Dritte Liga ab

„Uns wurden die Grenzen gezeigt“

Nils Mosel, Mannschaftskapitän beim Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz, schied am Sonnabend beim 23:28 in Bremervörde bereits in der ersten Halbzeit nach einem Bodycheck mit einer Hüftprellung verletzt aus. ·
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Nils Mosel, Mannschaftskapitän beim Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz, schied am Sonnabend beim 23:28 in Bremervörde bereits in der ersten Halbzeit nach einem Bodycheck mit einer Hüftprellung verletzt aus. ·

Diepholz - Die schwächste Saisonleistung hatte Folgen: Nach zuvor sieben Auswärtssiegen in Folge patzte Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz in fremder Halle wieder, verlor am Sonnabend vor 250 Zuschauern beim amtierenden Meister TSV Bremervörde mit 23:28 (11:13).

Heiner Thiemann, Trainer der HSG Barnstorf/Diep holz, hakt das Thema Dritte Liga endgültig ab: „Uns wurden heute die Grenzen aufgezeigt.“ Mannschaftskapitän Nils Mosel, der nach einem Bodycheck mit Linksaußen Krystian Brunkowski bereits in der ersten Halbzeit mit einer Hüftprellung verletzt ausgeschieden war, nannte Gründe für die fünfte Saisonniederlage: „Wir haben Bremervördes Kreisläufer Marcus Hölling überhaupt nicht in den Griff bekommen. Außerdem sind 23 erzielte Tore viel zu wenig. Wir haben im Angriff nicht bis zur letzten Konsequenz die Chance gesucht.“

Bereits nach fünf Minuten lag der Tabellenfünfte mit 0:4 zurück. „Unser Fehlstart ist mir schleierhaft. Wir haben viel zu überhastet geworfen“, unterstrich der 61-jährige HSG-Coach. Die Bremervörder, bei denen die Rückraumakteure Adnan Salkic (3/1) und Timo Meyn (7) immer wieder den hünenhaften Marcus Hölling (6) am Kreis suchten, bauten ihren Vorsprung sogar auf 9:4 (14.) aus. Erst danach folgte eine bessere Phase der Barnstorfer: So verkürzten Andrius Gervé mit verwandeltem Siebenmeter, Arunas Srederis per Doppelpack und Nils Mosel auf 8:9 (21.). Beim 10:10 (24.) durch ein Siebenmetertor von Andrius Gervé glich der amtierende Vizemeister erstmals aus. Zur Pause lagen die Barnstorfer mit 11:13 zurück, hatten aber in der zweiten Halbzeit noch alles in der Hand.

Bremervörde zu Hause

zwei Jahre ungeschlagen

Doch auch den Start in die zweiten 30 Minuten verschliefen die Gäste regelrecht. „Das war einfach schlecht. Wir haben nicht unseren Rhythmus gefunden, kein druckvolles Spiel aufgezogen“, monierte Heiner Thiemann. Die Gastgeber spielten dagegen diszipliniert, machten weniger Fehler und setzten sich entscheidend auf 21:13 (45.) ab. „Da war das Spiel bereits gelaufen“, urteilte Heiner Thiemann. Er ließ Torjäger Adnan Salkic und Linkshänder Timo Meyn durch Laurynas Palevicius und Kamil Chylinski in Manndeckung nehmen. Durch diese Maßnahme entstand eine neue Deckungssituation. Vor allem der 32-jährige Marcus Hölling kämpfte sich am Kreis immer wieder durch, warf Tore und holte Siebenmeter heraus. Spätestens beim 23:16 (51.) stand der neunte Heimsieg des seit über zwei Jahren in eigener Halle ungeschlagenen TSV Bremervörde fest.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte auch TSV-Schlussmann Jan Mühlich, der etliche Bälle meisterte. So wehrte der 24-Jährige drei Siebenmeter von Andrius Gervé (zwei) und Kamil Chylinski ab. · mbo

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