Unnötiges Zittern geht weiter

Abstiegsgefährdete HSG Barnstorf/Diepholz gibt 19:14-Führung noch aus der Hand – 23:24

Gute Quote im Abschluss: Barnstorfs Kevin Heemann (r.) lässt in dieser Szene Torwart Hendrik Legler keine Chance.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Völlig geknickt standen oder saßen die Spieler der HSG Barnstorf/Diepholz nach dem Abpfiff in der Diepholzer Mühlenkamphalle, blickten ins Leere und schüttelten mit dem Kopf.

Der abstiegsgefährdete Handball-Oberligist hatte am Samstag vor 320 Zuschauern trotz einer 19:14-Führung (39.) gegen den Tabellenvierten TV Cloppenburg noch mit 23:24 (13:10) verloren. „Das ist eine ganz bittere Niederlage. Wir haben ein gutes Spiel geliefert, in der zweiten Halbzeit aber den Faden verloren. Es gab allerdings einige unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen gegen uns“, unterstrich Barnstorfs Trainer Dag Rieken.

Die Unparteiischen Ali Farhat/Nils Jansen (SSC Dodesheide/HSG Nordhorn) zogen sich mit mehreren Entscheidungen den Unmut von einigen Fans, Spielern und Verantwortlichen auf sich. So erhielten die Gastgeber keinen Strafwurf, die Gäste bekamen dagegen fünf. Bei den Zeitstrafen gingen die robusten Cloppenburger leer aus. Bei der HSG Barnstorf/Diepholz mussten Arunas Srederis und Cedric Quader für zwei Minuten auf die Strafbank.

„Wir haben Cloppenburgs Torwart Nils Buschmann warmgeschossen. Gegen Ende des Spiels waren wir verunsichert, nicht clever und geduldig genug. Jetzt haben wir in zwei Wochen in Bremen ein Endspiel um den Klassenverbleib“, wusste HSG-Kapitän Quader.

Linkshänder Kevin Heemann, mit zehn Treffern bester Werfer beim Verlierer, haderte: „Wir hätten zwei Punkte holen müssen. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Es haben Kleinigkeiten nicht mehr gepasst. Das ist eine ganz ärgerliche Niederlage.“

Barnstorfs gut aufgelegter Torhüter Frederik Hohnstedt war von Beginn an hellwach, wehrte die ersten geworfenen Bälle von Rechtsaußen Edwin de Raad ab, hielt Mitte der ersten Hälfte beim Stand von 7:5 auch einen Siebenmeter von Ole Harms. Auf der anderen Seite scheiterten Jan Linné, Heemann und Quader an TVC-Torwart Hendrik Legler. Heemann glich beim 4:4 (12.) zum vierten Mal aus. Die Hausherren packten weiter mit Abwehrchef Tomas Lenkevicius aggressiv in der Deckung zu, kamen zu Ballgewinnen. Heemann, Lars von Kamp und Linné brachten den Tabellenelften mit drei Toren in Folge auf die Siegerstraße – 7:4 (16.). Edwin de Raad verkürzte zwar per Gegenstoß auf 9:11 (26.), aber Heemann erhöhte per Doppelpack auf 13:9 (27.).

Nach dem Seitenwechsel baute Linné den Vorsprung auf 18:13 (37.) aus. Anschließend ging Cloppenburgs Buschmann zwischen die Pfosten, er zeichnete sich einige Male aus. Den Barnstorfern fehlte in der letzten Viertelstunde die Durchschlagskraft in der zweiten Reihe. Sie bissen sich an der 6:0-Deckung fest. Zwar lag das Heimteam bis zum 20:17 (44.) in Front, aber in der Endphase wirkten die HSG-Akteure verunsichert. Cloppenburgs Rückraumakteur Bence Lugosi (6) glich nicht nur zum 21:21 (52.) aus, sondern Kreisläufer Ole Harms (6/3) und noch einmal Lugosi sorgten für eine 24:22-Führung (58.). Linné gelang zwar noch das 23:24, doch Stefan Beljic scheiterte mit dem letzten Wurf an Buschmann.

HSG-Keeper Hohnstedt sah zwar eine starke kämpferische Leistung in der Abwehr, nannte aber einen entscheidenden Grund für die Niederlage: „Wir haben das Spiel im Angriff verloren, da hat das Selbstvertrauen gefehlt.“

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