Unglücksrabe Saade verschießt Elfmeter

0:0 – TuS Sulingen verschenkt gegen Wolfsburg zwei Punkte

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Blieb im Spiel gegen Wolfsburg, hier mit Harry Pufal (li.), glücklos: Sulingens Zehner Mehmet Koc (am Ball).

Sulingen - Von Julian Diekmann. Eine schlaflose Nacht dürfte wohl hinter Hussein Saade liegen. Der Mittelstürmer des TuS Sulingen hatte in der 40. Minute die große Chance, seine Mannschaft per Foulelfmeter in Führung zu schießen, doch Marius Sauss hielt seinen Schuss. Hätte ich den Strafstoß reingemacht, wären wir mit drei Punkten vom Platz gegangen“, ärgerte sich Saade. So endete das erste Pflichtspiel des Jahres für den Oberliga-Aufsteiger vor heimischer Kulisse gegen Lupo Martini Wolfsburg jedoch torlos.

„Klar wäre der Elfmeter ein Riesending gewesen“, befand auch Sulingens Cheftrainer Maarten Schops nach Spiel-ende. Aber auch ohne erzieltes Tor „kann ich meinem Team heute keine großen Vorwürfe machen. Wir haben eine super Mannschaftsleistung geboten.“

Und das vor allem in der ersten Halbzeit. „Wir wollten beweisen, dass wir besser spielen können als im Hinspiel, das wir noch mit 0:2 verloren hatten“, erklärte Schops. Und das tat der TuS. In den ersten 45 Minuten bestimmten allein die Gastgeber das Geschehen, spielten sich einige gute Möglichkeiten heraus. Wie zum Beispiel in der 13. Minute, als Saade mit einem Fernschuss an Wolfsburgs Schlussmann Marius Sauss noch gescheitert war.

Nur sechs Minuten später war die Aufregung dann groß, als Schiedsrichter Mario Bernhardt (TS Wienhausen) einen Kopfballtreffer von Saade aberkannt hatte. Nach einer Ecke von Mehmet Koc stieg der kleine Saade am höchsten, köpfte den Ball aus rund fünf Metern ins Tor. Der Jubel auf Sulinger Seite war schon zu vernehmen, doch der Referee entschied auf Stürmerfoul. Saade soll seinen Gegenspieler geschubst haben. „Ich habe die Situation anders wahrgenommen. Meiner Meinung nach haben sich zwei Lupo-Abwehrspieler gegenseitig behindert. Was soll ich sagen, einfach nur bitter“, bewertete Schops die Szene.

Allerspätestens in der 40. Minute hätte die Führung aber fallen müssen, nachdem Sulingens Taiki Hirooka bei einem Schussversuch im Strafraum von Wolfsburgs Gracjan Konieczny gefoult worden war. Doch Saade versagten vom Elfmeterpunkt die Nerven. „Er war einfach zu schlecht geschossen“, urteilte der Schütze selbstkritisch. „Wir waren in der ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft, hätten ein Tor verdient gehabt“, meinte auch Sulingens Zehner Koc, der eine Minute vor Abpfiff des ersten Durchgangs mit einem Schuss an Sauss gescheitert war.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts änderte sich die Begegnung etwas. Während Sulingen mehr Zeit brauchte, wieder ins Spiel zu finden, übernahmen die Gäste aus Wolfsburg die Kontrolle. Das Spiel war jetzt ausgeglichener, die Gäste bekamen mehr Spielanteile. Wie in der 54. Minute, als der eingewechselte Leon Henze mit einem Kopfball an Sulingens Torwart David Schröder scheiterte. Auch in der 67. Minute war Schröder zur Stelle, entschärfte einen Kopfball von Niklas Eilbrecht. Auf der Gegenseite hatte Atsushi Waki die Chance auf das 1:0, doch sein Kopfball nach einer Koc-Ecke landete in den Armen von Sauss (76.). Auch die letzte Chance des Spiels blieb Waki vorbehalten. Allerdings setzte er seinen Freistoß aus rund 20 Metern übers Tor (90.+2), sodass es am Ende beim torlosen Unentschieden blieb.

„Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gezeigt“, freute sich Schops über das Auftreten seiner Mannschaft. „Auch wenn das Spiel keinen Sieger hervorgerufen hat, hat mein Team überzeugt, auch spielerisch. Wir hatten viele gute Aktionen nach vorne, gute Standards. Zudem haben wir ein viel besseres Spiel als in der Hinpartie gezeit“, zog Schops sein Fazit.

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