Unglückliche Niedersachsenmeisterschaft für Vilsen und Co.

Nur eFootballer der JSG Sulingen überstehen eine Runde

Arsen Orzjan
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Arsen Orzjan nimmt von zu Hause aus an der Niedersachsenmeisterschaft teil.

Die eFootballer des Kreises Diepholz haben eine Niedersachsenmeisterschaft zum Vergessen hinter sich. Bitter für den SV Bruchhausen-Vilsen: Die Auswahl scheiterte hauchdünn am späteren Sieger.

Hannover – Sören Gerdes hatte bereits vorgelegt. 2:1 gegen seinen Gegner vom VfB Oedelum, mit einem weiteren Sieg stünde der SV Bruchhausen-Vilsen im Halbfinale des Xbox-Wettbewerbs der eFootball-Niedersachsenmeisterschaft. Doch Arsen Orzjan überkam die Nervosität. „Ich bin in Rückstand geraten und kam nicht mehr ran“, erzählt der Brokser von seiner 0:2-Niederlage – und so war es an Orzjans Cousin Oskar, dieses erste Match des Turniers zu retten. „Er hat das richtig gut gemacht, ein 0:2 aufgeholt – aber im Golden Goal hat er eine große Chance nicht genutzt“, berichtet Arsen Orzjan, „und wie das dann so ist, fängst du dir hinten einen.“ Schluss, aus, vorbei. Es war der Anfang vom Ende einer aus Sicht des Kreises Diepholz unbefriedigend verlaufenen Online-Niedersachsenmeisterschaft.

Kein Team schaffte es am Samstag über die zweite Runde hinaus. Die JSG Sulingen, als Sieger des Kreispokals an den Start gegangen, schied im Playstation-4-Wettbewerb (als Sieger qualifizierte sich die SG Lenglern-Harste aus dem Kreis Göttingen-Osterode für die Vorrunde des DFB-ePokals) in Runde zwei aus. Finalist TSG Seckenhausen-Fahrenhorst musste bereits nach seiner ersten Partie die Segel streichen. Und auch dem FC Sulingen gelang in der erstmals ausgetragenen Xbox-Runde kein Sieg.

So war es vor allem das unglückliche Abschneiden des SVBV, das hängen blieb. Denn die drei Brokser scheiterten ausgerechnet am späteren Sieger – und der VfB Oedelum (Kreis Hildenheim), der sich damit ebenfalls für den DFB-ePokal qualifizierte, verlor weder im Halb- noch im Finale auch nur eine Partie. „Ich habe mich sehr geärgert, wir hatten uns gut vorbereitet“, seufzt Orzjan, „wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn wir nicht direkt gegen Oedelum hätten spielen müssen.“

Der Vilser, der dem Organisationsteam des Niedersächsischen Fußballverbands ein Lob aussprach („Das war alles richtig gut gemacht, sie haben sich viel Mühe gegeben“), stört sich ein bisschen am Pandemie-bedingt abgeänderten Modus. Statt – wie im vergangenen Jahr in der hannoverschen Life Swiss Hall – zu zweit zu spielen, gab es online Eins-gegen-Eins-Duelle. „Ich würde lieber Doppel spielen, das verkörpert den Vereinsgedanken viel mehr“, findet Orzjan: „Außerdem ist es super-cool, wenn viele Leute da sind, Teamkollegen zum Beispiel, die einen unterstützen. Aber das ging ja leider nicht.“

Bleibt nur zu hoffen, dass die nächste Ausgabe genau wie das Event auf Kreisebene wieder in Präsenz stattfinden kann. „Das ist schon cool, da bekommt man immer ein bisschen was aus dem Kreis mit“, meint auch der Vilser „Fifa-Zocker“: „Ich finde, das Ganze hat mega viel Potenzial, und ich bin gespannt, was die Zeit bringen wird.“

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