Vor- oder Nachteil für Rehden? Wnuck unschlüssig

Ungewisse Zukunft der Jadestädter

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Das war sein erstes Spiel als Chefcoach: Bei seinem Trainer-Debüt für die erste Mannschaft des BSV Rehden nahm Björn Wnuck ein 1:1 aus Wilhelmshaven mit. ·

Kreis-Diepholz - WILHELMSHAVEN · Vielleicht brauchen sie beim SV Wilhelmshaven ja diesen Druck.

Seit Jahren weigern sich die Jadestädter, für ihren 2007 verpflichteten und inzwischen längst wieder verabschiedeten Linksaußen Sergio Sagarzazu eine Ausbildungsentschädigung an die argentinischen Vereine River Plate und Atletico Excursionistas zu zahlen. In den Spielzeiten 2011/2012 und 2012/2013 verdonnerte die Fifa-Disziplinarkommission den SVW deshalb zu je sechs Punkten Abzug, im November gar zum Zwangsabstieg aus der Regionalliga. Und das alles wegen der eher bescheidenden Summe von 157 000 Euro! Vergangene Woche hatte der Norddeutsche Fußball-Verband Wilhelmshavens Einspruch abgelehnt und – wie der DFB – den Club vor dem Gang durch die Instanzen der ordentlichen Gerichtsbarkeit gewarnt. Erfolglos.

Immerhin hat der Justiz-Marathon keinen Einfluss auf den Spielbetrieb der Regionalliga. Somit kümmert sich auch Björn Wnuck, der den angeschlagenen Tabellen-16. morgen mit dem BSV Rehden zum Heimspiel erwartet, wenig um diesen Streit. „Ich will den Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht gar nicht bewerten“, sagt der BSV-Coach. Dabei hätte der gebürtige Wilhelmshavener, der einst selbst beim SVW spielte und dort den Sprung zu Werders Amateuren schaffte, guten Grund zur Trauer, sollte sein Ex-Club tatsächlich den Gang in die Oberliga antreten müssen.

Doch er belässt es beim Blick auf die aktuelle sportliche Lage: „Die Arbeit dort ist unter diesen Bedingungen natürlich schwer“, sagt Wnuck mit Blick auf die Fluktuation: Unter anderem zählt Matthias Tietz, Kapitän und Stammspieler der Hinrunde, nicht mehr zum Kader – als ob die aktuelle Personalnot nicht schon groß genug wäre: So musste zuletzt wegen der Verletzung von Karlis Plendiskis gegen Norderstedt der 32-jährige Co-Trainer Dario Fossi wieder in der Innenverteidigung ran – und flog mit Gelb-Roter Karte vom Platz. Trainer Farat Toku ist damit erneut zum Umdisponieren im Abwehrzentrum gezwungen.

Ob der kaum mehr abwendbare Zwangsabstieg im Team derart die Stimmung drückt, dass daraus ein Vorteil für Rehden entstehen könnte, „vermag ich aus der Ferne nicht zu beurteilen“, sagt Wnuck: „Einerseits weiß niemand, wie es weitergeht, andererseits kann das ein zusätzlicher Anreiz für jeden sein, sich gut zu präsentieren und sich für andere Vereine zu empfehlen.“ · ck

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