SPIELER DES WOCHENENDES Finn Raskopp ist Wetschens Hoffnungsträger

Auf Ungers Spuren

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Gehört zu den Leistungsträgern beim TSV Wetschen: Finn Raskopp (am Ball).

Wetschen - Von Julian Diekmann. Nils Unger war jahrelang das Aushängeschild des Fußball-Bezirksligisten TSV Wetschen. Doch seitdem er im Sommer zu seinem Herzensclub TSV Brockum in die 1. Kreisklasse zurückgekehrt ist, müssen nun andere die Verantwortung auf dem Platz übernehmen. Einer davon ist Finn Raskopp. Ein junger Mittelfeldspieler, gerade einmal 19 Jahre alt.

Dass er das Zeug dazu hat, in Ungers Fußstapfen zu treten, stellte er am Sonntag im Ligaspiel beim TV Stuhr eindrucksvoll unter Beweis. Erst traf der Rechtsfuß in der sechsten Minute selbst zum 1:0, später bereitete er auch noch den 2:1-Siegtreffer von Steffen Winkler vor (47.). Ein rundum gelunger Auftritt.

Doch ganz zufrieden mit sich selbst war er nach dem Spiel nicht: „Nach dem 2:1 hatte ich sogar die Möglichkeit, auf 3:1 zu erhöhen, habe die Chance aber nicht weggemacht.“ Stattdessen klärte Stuhrs Torwart Niklas-Jonah Lührs in der Eins-gegen-eins-Situation im letzten Moment mit einer Fußabwehr. „Beim Abschluss, gerade wenn ich alleine vor dem Tor stehe, habe ich definitiv noch Verbesserungspotenzial. Aber zum Glück reichte der knappe Vorsprung am Ende aus“, erklärt der Werder-Bremen-Fan, der sich aktuell an der Berufsbildenden Schule in Syke zum Erzieher ausbilden lässt.

Sein Auftritt am Sonntag imponierte auch Thomas Otte, Raskopps Trainer beim TSV Wetschen: „Vor allem das 1:0 hat er stark gemacht. Und die Vorarbeit zum 2:1 war auch sehr cool. Insgesamt war es eine rundum gelungene Partie für Finn. Nur an seiner Kaltschnäuzigkeit kann er noch arbeiten. Manchmal würde ich mir wünschen, dass er, wenn er alleine vor dem Tor auftaucht, nicht so viel nachdenkt. Aber Finn ist ein sehr junger Spieler, der noch Erfahrung sammeln muss. Sollte er jedenfalls so weitermachen, ist er auf einem sehr guten Weg.“

Und wohin führt der Weg? „Ich würde gerne einmal in der Landesliga auflaufen. Am liebsten natürlich schon kommende Saison mit Wetschen“, lässt Raskopp keine Zweifel aufkommen: „Dort fühle ich mich pudelwohl, kann mich super entwickeln. Von daher habe ich auch erst einmal nicht vor, den Verein zu verlassen.“

Beste Voraussetzungen also, um eine erfolgreiche Saison zu spielen. „Am Ende würde ich gerne unter den Top-Drei-Mannschaften stehen. Das ist für mich auch ein realistisches Ziel“, ist sich Wetschens erfolgreichster Torschütze (sieben Treffer) sicher, der den FC Sulingen und den SV Heiligenfelde als ärgste Konkurrenten ansieht. „Wir haben momentan einfach einen Lauf, die vergangenen fünf Spiele allesamt gewonnen. Die Chemie stimmt in der Mannschaft“, betont Raskopp, der vor der vergangenen Spielzeit von den A-Junioren des JFV RWD Rehden zum Otte-Team gekommen war. Nur die vergebenen Chancen ärgern ihn. Wäre ich vor dem Tor das eine oder andere mal cooler geblieben, hätte ich bestimmt doppelt so viele Treffer auf dem Konto. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, zehn Tore am Ende auf meiner Haben-Seite zu haben.“ Das wäre dann einer mehr als in der zurückliegenden Saison. „Ich denke lieber in kleinen Schritten“, zeigt sich Raskopp bescheiden, der Wetschens ehemaligen Spielmacher Unger beim TSV vermisst. „Mit Nils hätten wir deutlich mehr Tore geschossen. Wie er die Dinger wegmacht, ist schon beeindruckend. Er kann seine Mitspieler perfekt in Szene setzen, hat immer das Auge für den richtigen Pass. Mittlerweile kommen wir zwar auch gut ohne ihn zurecht. Aber natürlich ist es schade, einen Spieler seiner Qualität verloren zu haben.“

Sollte sich Raskopp jedoch weiterhin so reinhängen wie zuletzt, dann ist er auf dem besten Weg, Nils Unger früher oder später Vergessen zu machen . . .

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