Vierfach-Torschütze beim 5:4 in Eydelstedt – und jetzt in der Meisterrunde

Unger köpft Brockum in Ekstase

Danke, Nils! Brockums Trainer Paulo Albuquerque (l.) herzt Knipser Nils Unger, der Eydelstedt mit vier Treffern schockte. Den ersten legte ihm Jannis Lübker (M.) auf.
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Danke, Nils! Brockums Trainer Paulo Albuquerque (l.) herzt Knipser Nils Unger, der Eydelstedt mit vier Treffern schockte. Den ersten legte ihm Jannis Lübker (M.) auf.

Eydelstedt – Eydelstedt, Wind und Regen – doch die Frisur sitzt. Selbst nach seinen drei Kopfballtoren und dem „Rudelknuddeln“ durch mehr als 20 Kollegen vom TSV Brockum, die Nils Unger nach dessen Wahnsinns-Spiel samt vier Treffern drückten, schüttelten und rüttelten. Zweimal hatte der Süd-Kreisligist am Sonntag beim SV „Jura“ Eydelstedt mit zwei Treffern hinten gelegen – Platz drei und damit das Ziel Aufstiegsrunde schienen futsch.

Doch am Ende drehte Unger das Spiel, lenkte nach dem 5:4 (1:3)-Triumph und dem Erreichen eben jener Meisterrunde aber bescheiden ab: „Unsere Trümpfe waren heute unsere Auswechselspieler, die alle Gas gegeben haben.“

Stimmt schon, allen voran Niklas Lübker als Schütze des Anschlusses zum 3:4 und Vorbereiter des 4:4. Aber am meisten wirbelte Spielmacher Unger, der nachvollziehbar meinte: „Es hat Spaß gemacht heute.“

Müller grantelt: „Wofür die Zuordnung?“

Stefan Müllers Spaß hielt sich in Grenzen: „Beide Abwehrreihen waren heute praktisch nicht existent“, fand Eydelstedts Trainer. Besonders wurmten ihn die drei Kopfballtreffer des mit 1,68 Metern nicht gerade hoch aufgeschossenen Zehners: „Da frage ich mich, wozu wir eine Zuordnung haben.“

Bis zur Mitte der ersten Hälfte passte es jedoch in seiner Defensive – und davor: Nach sechs Minuten hätte es schon 1:0 für die Platzherren stehen können, doch Henrik Ottermann zielte nach einem Doppelpass mit Steffen Pattke aus kurzer Distanz vorbei. Brockums erste gute Chance resultierte aus einer Rechtsflanke von Björn Frerking, die sich plötzlich gefährlich dem Tor von Artur Wist näherte – doch Eydelstedts Keeper drehte den Ball über die Latte (11.). So stand es drei Minuten später 1:0 – weil Jan Oehlmann aus 22 Metern einfach mal draufhielt und die Kugel genau im rechten Knick einschlug (14.). Doch Brockum bewahrte die Ruhe – im Wissen, Nils Unger zu haben. Und der künftige Spielertrainer, die ersten 20 Minuten gut in Juras Abwehr aufgehoben, brauchte nur eine gefährliche Szene zum 1:1 (21.): Ein Freistoß von Tim Hoppe aus dem Halbfeld nahm der 34-Jährige elegant an und schloss aus drei Metern ins kurze Eck ab.

Zwei Zwei-Tore-Rückstände aufgeholt

Vorbereiter Hoppe stand wenig später erneut im Mittelpunkt – unfreiwillig, weil sein Rettungsversuch bei Ottermann landete und dessen abgefälschter Schuss unhaltbar zum 2:1 für Eydelstedt einschlug (26.). Kurz vor der Pause stand es gar 3:1, weil Ahmet Hussein eine Ecke von Niklas Hiller in die Maschen spitzelte (44.). Sollte da fürs Müller-Team noch etwas möglich sein in Sachen Aufstiegsrunde?

Bis zu einer Viertelstunde nach Wiederanpfiff schien es so – dann köpfte Unger eine Ecke von Jannis Lübker ein – nur noch 2:3 (61.). Hussein wollte dem Doppel-Torschützen jedoch nicht nachstehen und markierte mit einem schnellen Konter das 4:2 65.). Brockum ging jetzt ins Risiko, wagte Schüsse aus der zweiten Reihe – und belohnte sich: Niklas Lübker nahm von rechts Maß und donnerte die Kugel zum 3:4 in die Maschen (71.). Dann folgte das Finale der Unger-Show: Mit seinem zweiten Kopfballtreffer nach Rechtsflanke von Niklas Lübker köpfte Brockums Dreh- und Angelpunkt das 4:4 (85.) – und krönte sich dann fast mit einer Kopie des Ausgleichs sogar zum Matchwinner: Diesmal flankte Leon Rüter von rechts, erneut hielt der Knipser am zweiten Pfosten die Stirn hin – und der Ball zappelte im Netz (90.).

Nach fünfminütiger Nachspielzeit hatten es die Gäste überstanden. Der Rest: Jubelknäuel und Freudentänze bei den Fightern vom Stemweder Berg. Deren Trainer Paulo Albuquerque war stolz: „Eine Riesen-Moral, die die Jungs gezeigt haben. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, aber in der zweiten Halbzeit haben wir uns immer besser gefunden. Jetzt steigen wir nicht mehr ab, der Rest ist Bonus.“

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