Unentschieden und Niederlage bei Playoffs / Kreisstädter von Kulisse beeindruckt

Diepholzer Squasher zeigen auch in Frankfurt ihre Klasse

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Norman Junge vom 1. SC Diepholz gewann beim 2:2 gegen den Königsbrunner SC sein Match.

Diepholz - Der 1. SC Diepholz hat sich bei den Playoffs zur Squash-Bundesliga-Endrunde in Frankfurt mehr als achtbar geschlagen. Vor knapp 500 Zuschauern in der ausverkauften Squash Insel in der hessischen Metropole zeigten die Kreisstädter, warum sie die Vizemeisterschaft im Norden gewonnen haben. Vom Königsbrunner SC trennten sie sich 2:2, verloren danach gegen den Topfavoriten SC Monopol Frankfurt mit 0:4.

Die Kreisstädter zeigten sich nach der Rückkehr beeindruckt. „Das war das Beste, was ich mit Diepholz im Squash erleben durfte“, unterstrich Spielertrainer Dennis Jensen. Dem stimmte auch Dirk Heemann zu: „Die Kulisse und das ganze Drumherum waren einfach überragend.“ Auch Topspieler Dylan Bennett hatte leuchtende Augen: „Ich habe ja schon viel im Squash erlebt, aber das war auch für mich ein Highlight. Kompliment an alle Diepholzer, die uns so fabelhaft unterstützt haben.“

1. SC Diepholz - Königsbrunner SC 2:2: Diepholz erwischte durch Dennis Jensen einen Start nach Maß. Der 39-Jährige spielte im ersten Match des Tages konzentriert und behielt gegen Patrick Scherer in vier Sätzen verdient die Oberhand. Julian Söhnchen begann furios gegen einen stark spielenden Florian Mühlberger und holte sich Durchgang eins. Im Diepholzer Lager keimte Hoffnung auf, doch der Königsbrunner erhöhte Tempo sowie Druck und gewann in vier Abschnitten zum Ausgleich.

Dann der Schock für die Kreisstädter, der niederländische Nationalspieler Dylan Bennett verletzte sich in seinem Spiel gegen den Franzosen Mathieu Castagnet (Nr. 13 der Welt) am Sprunggelenk und konnte nur unter Schmerzen das Match bei seiner DreisatzNiederlage beenden. Somit war Norman Junge gegen Simon Vaclahovsky gefordert, das Remis für den 1. SCD zu sichern. Der 25-Jährige wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann für seine Farben in vier Abschnitten. „Kompliment an meine Mannschaft, das war ein Sahneauftritt – und Dank an das Diepholzer Publikum, das uns lautstark nach vorne getrieben hat“, bilanzierte Dennis Jensen.

SC Monopol Frankfurt - 1. SC Diepholz 4:0: Nur ein Sieg hätte gegen den Favoriten aus Frankfurt für die Gäste die Teilnahme an der Endrunde bedeutet, doch die Chancen waren von Beginn an gesunken, da Topspieler Dylan Bennett verletzt ausfiel. Diepholz brachte frische Kräfte gegen den Vizemeister aus der Bundesliga Mitte. Dirk Heemann musste allerdings anerkennen, dass Julian Wollny angetrieben von der fantastischen Kulisse an diesem Tag zu stark war. Martin Tonn fand gegen Kai Wetzstein gut ins Spiel hinein und gestaltete die Partie lange Zeit offen, aber der Frankfurter hatte ab dem dritten Satz das Spiel im Griff und erhöhte für die Hessen auf 2:0.

Norman Junge zeigte gegen den Australier Cameron Pilley (Nr. 19 der Welt) eine ordentliche Leistung, doch die erwartete Niederlage konnte er nicht verhindern. Im abschließenden Einzel musste sich Dennis Jensen dem mehrfachen deutschen Jugendmeister Florian Silbernagl in drei Abschnitten geschlagen geben. „Mit Dylan auf der Spitzenposition wäre vielleicht mehr möglich gewesen, so mussten wir alle eine Position aufrutschen, aber wir müssen die Klasse der Frankfurter anerkennen, die verdient die Playoffs für sich entschieden haben“, sagte Dennis Jensen.

mbo

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