Die einen wollen 2G, die anderen 3G – es gibt gute Argumente für beides

Uneinigkeit im Tischtennis

Vertritt beim Thema Impfen eine klare Meinung: Andre Meyer vom Landesligisten TSV Heiligenrode. Als Kapitän kann er 3G so gerade eben noch akzeptieren.
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Vertritt beim Thema Impfen eine klare Meinung: Andre Meyer vom Landesligisten TSV Heiligenrode. Als Kapitän kann er 3G so gerade eben noch akzeptieren.

Barrien – Geimpft oder nicht geimpft, das ist in Deutschland mittlerweile eine der wichtigsten Fragen. Ist das auch bei den hiesigen Tischtennisspielern der Fall? Brauchen sie eine Impfung, um weiter in die Hallen zu dürfen? Oder reicht auch ein negativer Test? Wir haben einige Vereine zu diesem kontroversen Thema befragt.

TSV Barrien

Für den TSV Barrien ist die Sache sonnenklar: Der Verein gibt für alle Sparten eine 2G-Regel vor, wie Malte Wünderlich als Mannschaftsführer der ersten Herren (Bezirksliga) schildert: „Kürzlich haben wir für den TV Stuhr mit Genehmigung unserer Spartenleitung noch einmal eine letzte Ausnahme gemacht und einen PCR-Test akzeptiert. Wir wollten Stuhr im Aufstiegskampf keine Knüppel zwischen die Beine werfen, aber eine Wiederholung wird es bei uns nicht mehr geben.“

TV Stuhr

Für Stuhr laut Klaus Krabbe, dem Spitzenspieler der ersten Herren, eine zu harte Regelung: „Mit 2G würden viele Teams riesige Probleme bekommen. Ich befürchte, dann könnten einige Mannschaften kaum noch antreten. Für uns ist 3G die bessere Wahl. Es muss auch kein teurer PCR-Test sein, ein Selbsttest ist doch ausreichend.“

SC Twistringen

Eine Meinung, die Twistringens Bezirksliga-Kapitän Jens Kramer so gar nicht teilen kann: „Jeder hatte die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Wer das nicht möchte, kommt in Twistringen halt nicht in die Halle hinein. Wir akzeptieren nur Geimpfte oder Genesene. Ausnahmen wird es nicht geben.“

SV Kirchweyhe

Auch Martina Nöhren vom Landesligisten SV Kirchweyhe könnte mit 2G „gut leben“, glaubt aber noch an das Gute im Menschen: „Ich gehe davon aus, dass praktisch alle unsere Gegnerinnen geimpft sein werden, mache mir da also kaum Sorgen. Allgemein gilt in Kirchweyhe jedoch die 3G-Regel. Man muss also nicht zwingend geimpft oder genesen sein, um bei uns spielen zu dürfen.“

TSV Heiligenrode

In Heiligenrode ebenfalls nicht, wie Nele Puls (Spitzenspielerin der ersten Damen) und Andre Meyer (Kapitän der ersten Herren) unisono bestätigen. „Bei uns in der Oberliga hat bislang noch keine Truppe auf 2G bestanden“, berichtet Puls: „Wir tun das auch nicht. Ich fühle mich mit der 3G-Regel auch nicht unsicher. Ich denke, das ist in Ordnung.“

Etwas anders sieht es Meyer hingegen schon: „Bei uns im Landesliga-Team sind ohnehin alle Spieler geimpft. Auch bei 2G würden wir keine Probleme bekommen. Aber ich kann 3G so gerade eben noch akzeptieren. Wobei ich nicht überragend glücklich damit bin. Ich würde mir wünschen, dass sich jeder impfen lässt. Dann hätten wir diese Diskussion gar nicht erst.“

Heiligenrodes Herren bieten laut Meyer übrigens vor jedem Heimspiel einen ganz besonderen Service an: „Wir stellen immer Selbsttest zur Verfügung, sodass jeder Spieler sich vor dem Betreten der Halle noch fix testen lassen kann – auch als Geimpfter. Unsere ganze Mannschaft macht das auch immer.“

Man sieht: Von einer einheitlichen Regelung ist der Tischtenniskreis Diepholz meilenweit entfernt. Wobei sich die 2G-Befürworter wie Barrien und Twistringen (noch) in der Minderheit zu befinden scheinen. Allerdings steigen die Infektionszahlen seit Wochen wieder stetig an, sodass künftig ein Umdenken einsetzen könnte. Schließlich möchte wohl niemand einen abermaligen Abbruch der Saison.

Trotzdem gibt Stuhrs Altmeister Krabbe zu bedenken, „dass man nicht alle Tischtennis-Aktive zum Impfen bewegen kann. Wenn der Druck überall auf 2G erhöht wird, beenden diverse Spieler vielleicht ihre Karrieren, und die Vereine bekommen ihre Teams nicht mehr voll. Das kann doch eigentlich auch nicht die Lösung sein.“

Ein Einwand, den Twistringens Kramer jedoch nicht gelten lässt: „Ich bin mit unserem Spartenleiter Georg Wiegmann völlig einer Meinung. Die Gesundheit muss immer an erster Stelle stehen. 2G ist schlichtweg eindeutig sicherer.“

Macht sich keine Sorgen: Martina Nöhren vom Landesligisten SV Kirchweyhe kann mit 2G gut leben.
Hat seine Bedenken beim Thema Impfen: Altmeister Klaus Krabbe vom Bezirksligisten TV Stuhr. Er hofft, dass der Druck auf 2G nicht zu hoch wird.

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