Underdog FC Gessel-Leerßen erwartet im Pokal Cupverteidiger SV Bruchhausen-Vilsen

Drechsler: „Das ganze Dorf zittert schon, alle sind heiß“

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Frank Drechsler (rechts) gibt an der Taktik-Tafel die Richtung vor: So will der Trainer des FC Gessel-Leerßen mit seiner Mannschaft heute den haushohen Favoriten SV Bruchhausen-Vilsen aus dem Kreispokal werfen.

Syke - Ein Underdog sorgt im Fußball-Kreispokal für Furore: Der FC Gessel-Leerßen, Tabellensechster der 2. Kreisklasse Nord, hat’s als Pokalschreck bis ins Halbfinale geschafft, erwartet heute um 19.30 Uhr auf dem Sportplatz in Gessel Cupverteidiger SV Bruchhausen-Vilsen. Auch Gessels Trainer Frank Drechsler fiebert der Begegnung entgegen: „Das ganze Dorf zittert schon, alle sind heiß.“ Er sieht sein Team in der Außenseiterrolle: „Wir haben nichts zu verlieren.“

Doch das Datum könnte ein gutes Omen bedeuten: Immer mittwochs präsentierten sich die Gastgeber im Pokal von ihrer Schokoladenseite. Nach einem 2:1-Erfolg gegen den SV Barver (2. Kreisklasse Süd) schalteten sie in der zweiten Runde Kreisliga-Meister TuS Sudweyhe im Elfmeterschießen mit 5:4 (0:0) aus. Auch in Runde drei musste ein Kreisligist dran glauben: Diesmal erwischte es den FC Sulingen II, der mit 1:2 verlor. Spannend verlief auch das Viertelfinale: Hier besiegte der FC Gessel-Leerßen den TSV Neubruchhausen aus der 1. Kreisklasse mit 4:2 (1:1) nach Elfmeterschießen.

„Dass wir soweit kommen, damit hat doch keiner gerechnet“, unterstreicht der 47-jährige Frank Drechsler, der die Mannschaft seit drei Jahren trainiert. Und in der kommenden Saison will der Syker mit dem FC Gessel-Leerßen in der Meisterschaft angreifen: „Nächstes Jahr wollen wir aufsteigen.“

Zunächst einmal genießt allerdings der Cupwettbewerb Priorität. „Kämpferisch sind wir stark“, nennt Gessels Coach eine wichtige Eigenschaft seines Teams. In diesem Zusammenhang lobt er den vielseitig einsetzbaren Allrounder Stefan Hollwedel.

Drechsler hat seine Hausaufgaben gemacht, kennt den Gegner aus Beobachtungen: „Bruchhausen-Vilsen ist in der Offensive stark.“ Hier sind ihm besonders der 16-fache Torschütze Niclas Schroeder und Kapitän Jan-Hendrik Schwirz positiv aufgefallen.

Doch auch Jörn Meyer, Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen, nahm den Underdog unter die Lupe: „Wir sind gewarnt, haben Respekt vor der Truppe.“ Doch seine Mannschaft will zum dritten Mal in Folge ins Endspiel einziehen. „Meine Jungs haben Blut geleckt, sie wollen mit aller Macht ins Finale kommen“, unterstreicht der 46-Jährige, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. Die Vilser wollen ihre Pokalgeschichte um ein Kapitel verlängern und zum dritten Mal nacheinander den Cup holen.mbo

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